Stephen King: Wolfsmond

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Stephen King: Wolfsmond
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Wolves of the Calla: The Dark Tower V
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783453530232

Informationen zum Buch

Seiten
932

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Tian war mit drei Feldern gesegnet (obwohl nur wenige Farmer ein solches Wort verwendet hätten): mit dem Flussfeld, auf dem seine Familie seit undenklichen Zeiten Reis anbaute; dem Straßenfeld, auf dem die Ka-Jaffords seit ebenso vielen Jahren und Generationen Scharfwurzel, Kürbis und mais angebaut hatten; und dem Scheißfeld, einem undankbaren Stück Land, das hauptsächlich Felsbrocken, Blasen und enttäuschte Hoffnungen hervorbrachte.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Roland von Gilead, der Revolvermann, ist in Mitt-Welt noch immer auf der Suche nach dem magischen Dunklen Turm. mit seinen Gefährten Eddie, Susannah und Jake gelangt er in den kleinen Ort Calla Bryn Strugis, wo den Farmern auffällig häufig Zwillinge geboren werden. Doch seit Generationen überfallen regelmäßig Wolfsreiter auf grauen Pferden das Dorf und rauben jeweils einen der Zwillinge. Wenn das Kind dann zurückkehrt, ist es geistig behindert. Nun hat Andy, der Boten-Roboter, erneut einen Überfall der Wölfe angekündigt. Roland und seine Freunde, die sich bereit erklärt haben, den hilflosen Farmern beizustehen, entdecken, in einer Höhle des Dorfes eine geheimnisvolle Tür, die sich als eine Verbindung zur Erde und zu anderen Welten entpuppt. Die Freunde nutzen die Tür, um im New York des Jahres 977 eine Rettungsaktion zu unternehmen. Da stellt sich heraus, dass Susannah mit einem Dämonenkind schwanger ist, und die Wölfe greifen an...

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Obwohl die Handlung von "Wolfsmond" auf den ersten Blick wenig mit der Haupthandlung zu tun hat, wird man bald eines besseren belehrt: Roland und sein Ka-tet landen in dem kleinen Ort Calla Bryn Sturgis und werden von den dort lebenden "Folken" um Hilfe beim Kampf gegen die "Wölfe" gebeten. Diese "Wölfe" entführen (im Abstand von mehreren Jahren) eines von zwei Zwillingsgeschwistern, welche in Calla Bryn Sturgis sehr häufig geboren werden. Nach einer gewissen Zeit kehren die entführten Kinder allerdings minder zurück. Später stellt sich heraus, das der Scharlachrote König und seine Handlanger damit zu tun haben. Grund genug für Roland und seine Gefährten, den Bewohnern zu helfen.

Am Anfang zwar etwas zäh, aber doch bald wieder spannend und unterhaltsam, ist "Wolfsmond" wieder "typisch King": Die verschiedenen Charaktere und ihre Beziehungen zueinender werden sehr gut und ausgiebig beleuchtet. Wenn man allerdings nach den ersten Teilen des Zyklusses diese Facette von King nicht gewohnt ist, kann man unter Umständen mit den ganzen Charakteren überfordert sein, die sich in diesem Buch tummeln.

Für "King-Profis" dürfte das allerdings kein großes Problem sein. Und somit stehen einem mit diesem Roman einige spannende Stunden bevor, in denen man das Buch kaum aus der Hand legen will. Fazit: Nach "Wolfsmond" rückt man dem Turm wieder ein ganzes Stück näher. Toll!

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HANDLUNG

Die Gemeinschaft des Revolvermanns Roland von Gilead – sein Ka-Tet – ist weiter unterwegs auf der Suche nach dem Dunklen Turm. Es gelingt ihnen, halb in die Welt hinüberzuwechseln, aus der Eddie Dean, Sussanah und Jake stammen. Dort, im New York des Jahres 1977 steht Die Rose – ein Symbol für das Gute und für den Turm. Um sie zu beschützen, müssen sie das Grundstück kaufen, auf dem sie steht. Allerdings sind die Schergen des Scharlachroten Königs auch hier schon am Werk und es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis das Grundstück (und damit auch die Rose) in ihre Gewalt gebracht haben werden. Zu allem Überfluss scheint Susannah schwanger zu sein – aber Eddie ist nicht der Vater. Susannah trägt das Kind eines Dämonen, und durch die der Schwangerschaft erwacht ein weiterer Aspekt ihrer Persönlichkeit, eine Frau namens Mia, die alles tun wird, um ihr Kind zu schützen.

Doch auch in Mitt-Welt warten neue Gefahren auf Roland und seine Begleiter, denn sie verpflichten sich, den Bauern der Calla Bryn Sturgis in ihrem Kampf gegen die geheimnisvollen Wölfe beizustehen. In der Calla, die das Grenzland von Mitt-Welt bildet, werden seit Generationen fast nur Zwillingskinder geboren. Alle 20 Jahre kommen die Wölfe aus einem unbekannten, weit im Osten liegenden Land, und entführen je ein Kind eines jeden Zwillingspaares. Die entführten Kinder kommen zwar nach einiger Zeit wieder zurück, sind von da an aber nur noch hirnlose Idioten, die in der Pubertät unter schrecklichen Schmerzen zu Riesen heranwachsen und nach wenigen Jahren sterben. Andy, ein geheimnisvoller, Jahrtausende alter Roboter, hat einen weiteren Raubzug der Wölfe angekündigt – doch diesmal wollen die Bauern der Calla sich mit Hilfe der Revolvermänner gegen sie wehren.

Einen nicht unmaßgeblichen Einfluss auf Rolands Entscheidung, gegen die Wölfe zu kämpfen, hat Father Callahan, der seit einigen Jahren in der Calla lebt. Callahan kommt nämlich ebenfalls aus der Welt, der auch Rolands Begleiter entstammen, und er ist im Besitz einer jener geheimnisvollen Kristallkugeln, die den körperlichen Wechsel von einer Welt zur anderen ermöglichen. Callahan war einst Priester in einer kleinen Stadt, die unter dem Namen Salem’s Lot bekannt geworden ist. Dort hatte Callahan sich einem mächtigen Vampir entgegengestellt – und war gescheitert. Nach einer langen Odyssee ist Callahan nach Mitt-Welt gelangt und schließt sich jetzt Rolands Ka-Tet an. Bei den Vorbereitungen für den Kampf gegen die Wölfe macht Roland einige beunruhigende Entdeckungen: Er selbst leidet an einer schweren Arthritis, die sich in seinem Körper ausbreitet, die Entführung der Zwillinge hat unmittelbar mit dem Dunklen Turm zu tun und in der Calla Bryn Sturgis muss es einen Verräter geben…

KRINGELS MEINUNG

Dies ist der fünfte von sieben Romanen aus dem Zyklus um den Dunklen Turm. Obwohl viele Jahre vergangen sind, seit ich den vierten Roman gelesen habe, hatte ich keine Probleme, schnell in die Geschichte hineinzufinden, denn es gibt zwar immer wieder Anspielungen und Bezugnahmen auf frühere Geschehnisse, aber auch diesmal (wie schon in »Glas«) kommt man dem Geheimnis um den Dunklen Turm nicht entscheidend näher. Stattdessen wird erneut eine Geschichte erzählt, die auf den ersten Blick nur sehr wenig mit dem Zyklus zu tun hat. Immerhin: Die Zwillinge werden entführt, weil die Schergen des Scharlachroten Königs ihnen eine Substanz entnehmen müssen, die sie für die »Zerbrecher« brauchen, jene Wesen, die die »Balken«, die den Dunklen Turm stützen, zerstören sollen. Hier haben wir eine Parallele zu dem Roman »Atlantis«, der eigentlich gar nicht zum Zyklus um den Dunklen Turm gehört.

Eine weitere Parallele zu einem anderen Roman von Stephen King ist natürlich Father Callahan. Dieser ehemalige Geistliche stammt aus dem Roman »Brennen muss Salem« - in »Wolfsmond« wird sein weiteres Schicksal über das man in »Brennen muss Salem« nichts Näheres erfahren hat, in epischer Breite erzählt. Das ist zwar durchaus nicht uninteressant, aber das ist noch nicht der Endpunkt. King baut sogar noch Elemente aus ganz anderen Werken ein: Die »Schnaatze« aus den Harry Potter – Romanen und die Lichtschwerter aus »Star Wars« sind nur zwei Beispiele von vielen. Allmählich muss man sich fragen, was King mit all diesen Anspielungen und Querverweisen eigentlich erreichen will. Und man ist ein wenig irritiert, diesen Dingen in einer Fantasywelt zu begegnen, die für meinen Geschmack übrigens viel zu viele Elemente eines Italo-Westerns enthält. Besonders die Erwähnung der Schnaatze klingt eigentlich sogar lächerlich.

Der Roman ist ein typischer King-Schmöker. Hunderte von Seiten werden mit Schilderungen zwischenmenschlicher Beziehungen und der Psyche der einzelnen Hauptpersonen gefüllt. In aller Ausführlichkeit (man könnte auch sagen: Langatmigkeit) wird das Szenario ausgearbeitet, man liest ein Kapitel nach dem anderen weg und wartet auf den großen Showdown, der dann innerhalb weniger Seiten relativ unspektakulär abgehandelt wird. Man langweilt sich zwar nicht, wünscht sich aber immer öfter, King möge endlich auf den Punkt und zur Sache kommen! Aber da müssen wir wohl auf den letzten Band warten. Und immer mehr entwickelt die Geschichte sich hin zu einem Western, diesmal nach dem Schema des Films »Die Glorreichen Sieben«. Das ist eine Entwicklung, die mir nicht gefällt.

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