Zen Cho: Die Magier seiner Majestät

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Zen Cho: Die Magier seiner Majestät

Autor

Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Sorcerer to the Crown
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783426519141

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Die Zusammenkunft der Königlichen Sozietät Widernatürlicher Philosophen war in vollem Gange.

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Handlungsort

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Zacharias Wythe hat mehr als ein Problem. Nicht genug damit, dass er sich als frisch ernannter »Königlicher Magier« mit mordlustigen Neidern auseinandersetzen muss – auch die Quelle seiner Macht, die Magie Englands, droht zu versiegen, und niemand weiß, warum das so ist. Alarmiert reist Zacharias ins Feen-Land, um dem mysteriösen Magieschwund auf den Grund zu gehen. Unterwegs trifft er auf die junge Waise Prunella Gentleman, die ihn mit ihrer schlagfertigen Art und ihrem magischen Talent bezaubert. Doch Prunella hütet ein Geheimnis, das die gesamte Magie Englands auf den Kopf stellen könnte …

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Magie und Vorurteile

Ein alternatives England zu Zeiten von Jane Austen: Zacharias Wythe wurde als kleiner Junge von Stephen gekauft und mit nach England gebracht, wo er als sein Adoptivsohn aufwuchs und in der Magie ausgebildet wurde. Nach Stephens Tod übernimmt er als sein Nachfolger das Amt des Magiers seiner Majestät, doch damit sind die wenigsten der anderen Mitglieder der magischen Sozietät einverstanden. Ein Schwarzer kann unmöglich oberster Magier sein und überhaupt, hat er nicht womöglich beim Tod seines Adoptivvaters und Vorgängers seine Finger im Spiel gehabt?

Die zweite Hauptfigur ist Prunella, teilweise indischer Abstammung und damit ebenfalls mit einer zu dunklen Hautfarbe für die englische Gesellschaft gezeichnet. Sie wuchs als Mündel der Leiterin in einem Internat für magisch begabte adelige Mädchen auf. Diese lernen dort übrigens nur ihr magisches Talent zu unterdrücken, wird die Beschäftigung damit doch als äußerst unpassend für Damen angesehen. Als Prunella nach einem Streit mit einem der Mädchen zur reinen Dienstbotin deklariert werden soll, beschließt sie ihr Glück lieber in London zu suchen. Ihr Glück, das ist in ihren Augen ein reicher Ehemann.

Zacharias erkennt ihr magisches Talent und würde sie, statt ihr nur bei der Suche nach einer lohnen Heirat zu helfen, viel lieber fördern. Allerdings muss er sich in erster Linie darum kümmern, seine eigene Stellung zu festigen.

Was die Geheimnisse um Stephens Tod angeht, wird der Leser lange mit Andeutungen abgespeist, hier hätte ich eine frühere Aufklärung besser gefunden. Auch was den Aufbau der Welt angeht, fehlten mir Informationen. Wenn diplomatische Verwicklungen einen Gutteil der Konflikte begründen, hätte ich die verschiedenen Länder und Parteien gerne auf einer Karte platziert gehabt. Generell geht mir Cho zu wenig in die Tiefe, sondern deutet nur an, dabei hätte es genügend Gelegenheiten gegeben, die Figuren stärker auszubauen. Allerdings sind die Figuren durchaus rundherum sympathisch und in ihren Intentionen nachvollziehbar und gerade was die Nebenfiguren angeht, hat die Autorin ein paar nette Ideen gehabt. (Tante Georgina war klasse und auch Rollo gefiel mir sehr gut, als er sein wahres Ich offenbart hatte.)

Was mir nicht so gut gefiel, war der Stil. Der Versuch, die Dialoge sprachlich passend zur Zeit klingen zu lassen, ist meiner Meinung nach nicht gelungen, die Ausdrucksweise wirkte auf mich unnatürlich und gekünstelt. Da Rezensionen zum Original die Sprache eher als gelungen empfinden, ist da möglicherweise beim Übersetzen nicht ganz der (für mich) passende Ton getroffen worden.

Mein Gesamteindruck ist trotz meiner Mäkeleien positiv. Die Grundidee gefiel mir sehr gut, es haperte nur ein wenig bei der Ausführung. Da es der erste Roman der Autorin ist, gibt es da sicherlich noch Steigerungsmöglichkeiten bei zukünftigen Büchern. Ich werde die Autorin zumindest im Auge behalten.

Übrigens: Eine Fortsetzung dieser Geschichte ist zwar nicht zwingend erforderlich, das Ende ist rund, wäre aber durchaus machbar und interessant zu lesen.

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(Aktualisiert: 13 November 2016)
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Magic Story

Zen Cho - Die Magier seiner Majestät - KNAUR
England
Sir Stephen ist der Einzige, der dem kleinen Zacharias mit der dunklen Hautfarne eine Karriere als Magier zutraut. Vor einem Konzil sehr kritischer Zauberer, soll Zacharias seine Kunst beweisen und hat Erfolg. Sir Stephen adoptiert das begabte Kind.
Als Sir Stephen stirbt, erbt er dessen Amt als königlicher Magier. Sir Stephen führt ein Leben als Geist weiter und ist manchmal sehr schlecht zu ignorieren, denn er mischt sich in des jungen Mannes Gedanken und sogar Gespräche.
Die Damenwelt hält respektvoll Abstand, weil sie Zacharias´ exotische Aura für ganz und gar romantisch ansieht. Die Magier jedoch, haben aus Neid nur harsche Kritik für ihn und streuen das Gerücht, er habe sich sein "Erbe" gewaltsam verschafft.
Die Magie schwindet in England und Zacharias soll etwas dagegen tun. Um all den Erwartungen und Verwünschungen auf diplomatische Weise zu entgehen, tut er einem Freund einen Gefallen und nimmt an seiner statt, dessen Auftrag an, einen Vortrag in einem "Hexeninternat" zu halten. Hierbei handle es sich um höhere Töchter, deren Geburt unerfreulicher Weise, mit dem Makel der Magie belastet ist. Frauen dürfen und sollen nicht zaubern und man traut es ihnen auch nicht zu. Man soll ihnen Manieren beibringen und sie
sollen lernen sich zu kontrollieren, aber ebenso könnte man einem Kamel sagen, es solle um Mitternacht Polka tanzen.
In ganz England scheint es eine "Dürreperiode" an Magie zu geben, doch dieses Haus voller quirliger Mädchen strotzt nur so davon.
Zacharias verliebt sich in das junge Faktotum der Schule, Prunella Gentleman.
Die hübsche Magierin hütet eines der größten Geheimnisse Englands..

Tatsächlich liest es sich ein bisschen wie "Jane Austen mit einer Prise Magie", die stutzige Sprache der geckigen Halstuchfalter aus dem 19. Jahrhundert, verleiht dem Buch einen starken Akzent, der seltsamer Weise in dem Internat verloren geht.
Spannende Fantasy, einfallsreich, abenteuerlich und sehr unterhaltsam, eine gute Wahl!

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