Haruki Murakami: 1Q84

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Haruki Murakami: 1Q84

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
1Q84 - Book 1
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783832195878

Informationen zum Buch

Seiten
1021

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Aus dem Radio des Taxis ertönte das Klassikprogramm eines UKW-Senders.

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Handlungsort

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1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn. Ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben, ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.

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Aomame und Tengo in einem fiktiven Jahr 1Q84

Wir befinden uns im Jahr 1984 in Japan. Tengo arbeitet hauptberuflich als Mathe-Lehrer, schreibt aber nebenbei immer wieder Bücher und stößt so auf den Roman "Die Puppe aus Luft", den er überarbeitet. Aomame arbeitet in einem Fitness-Studio, hat eine besondere Massage entwickelt und geht nebenbei einem sehr ungewöhnlichen "Hobby" nach, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte.

Das Buch wird abwechselnd aus der Perspektive von Aomame und Tengo erzählt und lange Zeit war mir überhaupt nicht klar, welche Verbindung zwischen den beiden besteht. Während mich dabei die Geschichte von Aomame am Anfang bereits sehr stark gefesselt hat, war die Handlung im Strang von Tengo eher gemählich und erst gegen Ende des Buches konnte ich mich nicht mehr entscheiden, welche Perspektive ich jetzt stärker mit verfolgen möchte.

Noch bevor die Verbindung zwischen Aomame und Tengo klar wird, ist schon ersichtlich, dass sie ihre Einsamkeit gemein haben. Beide führen ein eigentlich sehr einsames Leben, mit wenig Beziehungen und sind oft und irgendwie auch am liebsten für sich. Beide Charaktere sind dabei auf keinen Fall unsympathisch und die Einsamkeit hat für mich einfach zu ihren Charakteren gepasst und immer ein stimmiges Bild abgegeben.
Die auftauchenden Nebenfiguren werden immer sehr einprägsam charakterisiert. Sei es durch ihr Auftreten, ihre Art zu sprechen oder einfach wie sie sich verhalten. Schnell konnte ich mir immer ein genaues Bild machen, ohne zu viele Details präsentiert zu bekommen.

Sehr gelungen, finde ich den sprachlichen Stil des Buches und obwohl teilweise seitenlang nicht wirklich viel passiert, schmökerte ich gerne in dem Buch. Dabei hat mir auch sehr gut gefallen, dass ich als Leser nach und nach die Geschichten von Aomame und Tengo erzählt bekommen habe und viele Hintergrundinformationen in Form von Geschichten vermittelt wurden.

Das Buch bekommt irgendwann einen mystischen Charakter, der aber so fein gehalten wird und so gut in das Gesamtkonzept einfließt, das er mir zuerst fast gar nicht bewusst war. Die Hintergründe zu "Die Puppe aus Luft", wieso Aomame und Tengo sich plötzlich im Jahr 1Q84 befinden und was es mit den "Little People" auf sich hat, werden nach und nach aufgedeckt. Vieles liest sich dabei sehr fantastisch und auch wenn die Zusammenhänge gut dargestellt werden, weiß ich immer noch nicht so genau, was ich von den "Little People" und der Idee eines 1Q84 halten soll.

Das Ende gestaltete sich für mich auch sehr gelungen. Einerseits möchte ich auch wissen, wie es weitergeht, andererseits bietet das Buch aber viele Möglichkeiten, sich selber auszumalen, was passiert sein könnte. Offene Enden können gefährlich sein, aber hier finde ich die Mischung zwischen offen, Einladung zu Spekulationen und Abschluss des Buches doch in sich stimmig.

Alles in allem ein Buch, dass mich sehr fasziniert und in seinen Bann gezogen hat. Trotz seiner über 1000 Seiten hatte das Buch kaum Längen und ich habe es immer wieder sehr gerne zur Hand genommen. Jedoch hatte ich auch kein Problem damit es mal ein paar Tage liegen zu lassen. Deswegen und wegen den für mich immer noch nur sehr schwer greifbaren "Little People" gibt es von mir in der Bewertung Abzüge.

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