Alexey Pehov: Schwarzer Dolch

 
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Alexey Pehov: Schwarzer Dolch
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Straz
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783492703963

Informationen zum Buch

Seiten
480

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
russisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Über das Roggenfeld lief nicht eine einzige Krähe, was mich jedoch nicht erstaunte.

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Handlungsort

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Ludwig van Normayenn wird geachtet und doch gefürchtet. Als Seelenfänger verfügt er über die Gabe, dunkle Seelen zu erkennen, die noch nicht bereit sind, das Reich der Sterblichen zu verlassen. Oft ist er die letzte Hoffnung der Menschen, die von den Ausgeburten des Dunkels heimgesucht werden. Auf der Jagd nach den ruhelosen Seelen zieht er von Fürstentum zu Fürstentum – doch auf seiner Reise erwarten ihn Feinde, die noch schrecklicher und gefährlicher sind, als er sich vorzustellen vermag ... Mit

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Toller Auftakt einer vielversprechenden Serie

Ludwig van Normayenn ist Seelenfänger - eine Art magischer Kammerjäger, der durch die Lande zieht und die Menschen von ruhelosen Seelen befreit, die ihren Weg ins Jenseits noch nicht gefunden haben. Immer wieder kreuzen sich seine Weg mit den Inquisitoren der Kirche, mit geheimnisvollen Bruderschaften und magisch agierenden Bösewichten. Begleitet wird er auf seinen Weg von Apostel, einer ruhelosen Seele, die sich ihm angeschlossen hat, und von dem Animatus Scheuch, der in Gestalt einer lebenden Vogelscheuche auftritt.

Ich hatte zuvor noch nichts von Alexey Pehov gelesen und insofern war die Lektüre für mich eine sehr positive Überraschung. Mir hat der Roman wirklich sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs doch eher skeptisch war. Ich hatte mit viel Okkultismus und einer eher klassischen Rollenverteilung zwischen Kirche und Magiebegabten erwartet. Der Autor hat mich aber mit einem erfrischenden Mix aus allem überrascht und begeistert.

Ludwig zieht durch die Fürstentümer, die einem mittelalterlichen Europa nachempfunden sind, und hilft den Menschen bei ihren Problemen mit ruhelosen Seelen. Jedes Kapitel hat ein eigenes Setting und einen eigenen Fall, so dass der Roman sehr episodenhaft wirkt. Dennoch gibt es handlungsübergreifende Elemente und Personen, die als Eckpfeiler für eine dezent gehaltene Rahmenhandlung dienen.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive Ludwigs; er schildert seine Erlebnisse in einer trockenen, ansatzweise humorvollen Erzählweise, die mir das Lesen zum Vergnügen machten. Seine Begleiter haben mir sehr gut gefalllen; der ewig pesimistische Apostel, der als ruhelose Seele nur für Ludwig und andere Seelenfänger sichtbar ist, und der Ludwig ständig ins Gewissen redet - das hat echten Unterhaltungswert. Auch der Animatus (= belebte Gegenstand) Scheuch hat mir richtig Spaß gemacht; er redet zwar nichts, hat aber zur rechten Zeit seine scharfe Sichel zur Hand und hilft Ludwig damit aus mancher brenzligen Situation.

Die Aufträge Ludwigs kommen meist aus dem Bürgermeisteramt und betreffen die verschiedensten okkulten Geschöpfe; hier hat der Autor einen ausgeprägten Ideenreichtum bewiesen, denn er hat sich jede Menge neue Arten von Wesen ausgedacht, die mir so noch nicht untergekommen sind und die Ludwig mit einen ausgeklügelten magischen Konzept zu bekämpfen hat. Im wesentlichen geht es dabei um magische Figuren, die gewirkt werden; aber auch Ludwigs schwarzer Dolch aus Obsidian kommt des öftern zum Einsatz und verhilft den Ruhelosen zum Verlassen dieser Welt. Schön fand ich, dass Ludwig nicht wahllos alle ruhelosen Seelen vernichtet, sondern lediglich die, die Schwierigkeiten machen - das macht ihn für mich sympathisch.

Neben Ludwig und seinen beiden ständigen Gefährten beleben weitere Figuren die Handlung, die ich in ihrer Vielfalt ebenfalls sehr gelungen fand. Hervorzuheben ist Gertrude, die raffinierte Hexe und Zauberin, mit der Ludwig ein schon jahrelang dauerndes Techtelmechtel hat. Daneben sind weitere Seelenfänger mit im Spiel, mit denen Ludwig zusammenarbeitet. Aber auch Kirchenvertreter kreuzen Ludwigs Weg und geben interessante Protagonisten ab, bei denen man nicht genau weiß, ob Ludwig ihnen vertrauen darf oder nicht. Spannend finde ich, dass auch die Kirchenvertreter und Inquisitoren eine eigene Art von Magie innehaben, die sie im Kampf gegen das Böse einsetzen. Dass bei diesen vielen Interessensgruppen auch jede Menge Politik und Intrigen im Spiel sind, versteht sich von selbst und ist immer wieder Thema.

Am Ende hat mich der Autor dann mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger erwischt. Nachdem jedes Kapitel eine in sich abgeschlossene Episode enthält, habe ich mit einem solch offenen Ende nicht gerechnet. Da bleibt nur eines übrig, nämlich auf die Fortsetzung zu wartend, die in jedem Fall ihren Weg auf meinen Reader finden wird. Ich empfehle den Roman gerne weiter, an alle Fantasy-Fans mit Spaß an Magie und Okkultismus.

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Hütet euch, dunkle Seelen!

Mir hat das Lesen des Buches viel Spaß gemacht. Man darf am "alltäglichen" Leben des Seelenfängers Ludwig van Normayenn teilhaben, der durch die Lande streift und verschiedene Aufträge erledigt. Begleitet wird er dabei von zwei Gefährten: der ruhelosen Seele Apostel und dem etwas undurchsichtigen Animatus Scheuch, die sich eigentlich so gar nicht grün sind und gerade deshalb für den ein oder anderen Lacher sorgen. Diese drei Herren ziehen also gemeinsam durch eine mittelalterlich anmutende Welt und versuchen, dunkle Seelen ins endgültige Jenseits zu befördern.

Erzählt wird das Ganze aus der Ich-Perspektive von Ludwig, der einen unterhaltenden Ton anschlägt. Doch was macht ein Seelenfänger eigentlich? Er ist bitte nicht mit einem Zauberer, Hund des Herren oder gar einem Mitglied des Ordens der Gerechtigkeit zu verwechseln ... diese beherrschen zwar alle Magie, aber jeder eine jeweils andere Form. So bedient quasi jeder eine etwas andere Nische und während magisch begabte Priester sich z.B. mit Teufeln und Dämonen herumschlagen, macht ein Seelenfänger Jagd auf dunkle Seelen, die diese Welt einfach nicht verlassen wollen. Dass unser guter Ludwig dabei auf so manche harte Nuss stößt, versteht sich von selbst. Mir hat dieser Aufbau der Welt mit den verschiedenen Magieformen, Orden und Anderswesen sehr gut gefallen. Das System ist durchdacht und es macht Spaß, die Feinheiten zu entdecken.

Der Aufbau des Buches ist eher ungewöhnlich. Zwar hängen die einzelnen Kapitel übergreifend schon zusammen, z.B. tauchen viele Charaktere immer wieder auf und es wird Bezug auf vorherige Ereignisse genommen, aber eigentlich behandelt jedes Kapitel ein eigenes, abgeschlossenes Abenteuer. So entsteht ein etwas episodenhaftes Konstrukt, das mir nur bedingt gefallen hat. Ich hätte mir eine lange, zusammenhängende Geschichte gewünscht, denn so, wie es jetzt ist, wiederholt sich der Aufbau immer wieder: relativ langer Einstieg, Erkennen des Problems, Endkampf. Eigentlich unterhaltsam, aber auf Dauer dann doch nicht besonders abwechslungsreich. Im letzten Kapitel wird das System allerdings aufgebrochen und der Leser wird mit einem sehr offenen Ende zurückgelassen ... wie gemein! ;-)

Insgesamt war ich mit diesem Buch aber sehr zufrieden. Eine durchdachte magische Welt, abwechslungsreiche Charaktere und eine gute Mischung aus Witz und Ernst (ja, manchmal geht es natürlich auch recht blutig zu) machen das Lesen zum Vergnügen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Beruf: Seelenfänger

Alexey Pehov - Schwarzer Dolch - Chroniken der Seelenjäger.1 - PIPER

Was ist ein ruheloser Geist? Einer, der sich immer noch so fest an das Leben krallt, dessen Teil er längst nicht mehr ist, egal, wie sehr er es bedauert?
Einer, der zu früh eines gewaltsamen Todes gestorben ist und dessen Schicksalfäden noch nicht ganz durchschunden sind, bis zum Tag seiner finalen Bestimmung?
Oder ist es der Zorn eines einzigen Menschen, dessen ungestüme Kraft hundert Leben aufbrauchen muss, bevor sein Zorn verraucht ist?
Ludwig van Normayenn hat die Gabe, all diesen Seelen zu begegnen, in all ihrer grausamen Wirklichkeit. Ludwig ist ein Seelenfänger, was das dunkle Meer in seinem Dolch immer dunkler werden lässt.
Sein Freund Apostel, wandert mit schwertzerschmetterrter Schläfe in blutbesudelter Soutane seit Jahren mit ihm. Trotz oder gerade deswegen.
Die Auswahl seiner Gefährten, muss mit seiner Berufung im engen Zusammenhang stehen, der Gedanke drängt sich auf. Mir hat das sehr gefallen.
Als sie das Fürstentum Vierwalden erreichen, bemerken sie eine virulente Angst, etwas Schreckliches braut sich hier zusammen. Ludwig würde am liebsten auf seinen Fluchtinstinkt hören, so garstig empfindet er die tückischen Schwingungen.
Ludwig meldet sich also beim Bürgermeister und bietet seine Dienste an. Dort ist man hocherfreut und engagiert ihn sofort.
Ein Funken Hoffnung schleicht sich über die verzweifelten Gesichter von Vion.
Der Tanz der Toten, auf dem Friedhof, ist erst der Anfang..und es gibt noch mehr Fürstentümer, die Ludwigs magische Hilfe brauchen.

Erster Teil der Seelenfängerchroniken, die Alexey Pehov schaurig schön in Szene gesetzt hat. Spannende Fantasy der Extraklasse, humorvoll, verschlagen und genial zum Fürchten. Ein Pageturner!
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

"In der Luft hing der unterschwellige Geruch von Furcht, der beißend war, wie Pferdeschweiß und gefährlich wie ein tollwütiger Wolf. Nach und nach benebelte er das Denken aller Menschen von Vion."

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