Marie Matisek: Alles Liebe oder Watt?

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Marie Matisek: Alles Liebe oder Watt?
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783471350997

Informationen zum Buch

Seiten
272

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Luft war rauchgeschwängert und waberte Pastor Schievel in dicken Schwaden entgegen, als er die Tür zum Wirtshaus öffnete.

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Handlungsort

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Nichts regt eine Frau so auf wie ein Mann, der alles besser weiß. Schon auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat Sylt stößt Silke mit so einem Exemplar zusammen. Lars Holm ist ein Klugscheißer vor dem Herrn. Dabei ist Silke als Pastorin wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Nur gut, dass sie seit ihrer Scheidung von Männern nichts mehr wissen will. Als aber auch noch ein gutaussehender Naturschützer auftaucht, gerät Silkes Vorsatz arg ins Wanken. Zum Glück steht ihr eine Frau zur Seite, die nichts mehr umhaut: Oma Grete kennt jeden Trick. Und sie weiß: Zwei Männer sind für eine Frau erst das Salz in der Suppe.

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4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Inselgeschichte voller skurriler Gestalten

Nach der Scheidung von ihrem Mann sucht Pastorin Silke einen Neuanfang. Indem sie eine freigewordene Pastorenstelle auf Sylt annimmt, könnte der Unterschied zu ihrem bisherigen Leben nicht größer sein. Sie verspricht sich davon Ruhe und Entspannung, eben einen ganz neuen Anfang. Doch schon auf dem Weg in die neue Heimat hat sie den ersten Zusammenstoß – im wahrsten Sinn des Wortes – mit einem ihrer neuen Gemeindemitglieder! Und auch sonst gestaltet sich das Leben auf der Insel nicht ganz so wie erwartet! Obwohl sie den Männern nach der Scheidung erst einmal abgeschworen hat, gibt es nun bald gleich zwei Exemplare, die sie in Aufregung versetzen, der arrogante Bauunternehmer Lars Holm und der smarte Umweltschützer Ommo Wilkes. Zwischen diesen beiden tobt schon seit Jahren ein erbitterter Streit darum, was mit einem bestimmten Stück Land geschehen soll: Freizeitpark oder Naturschutzgebiet? Die Gemeinde ist in dieser Frage gespalten, was Silke nur zu bald mitbekommt – dabei wollte sie doch eigentlich nur ihre Ruhe!
Über alldem schwebt ein jahrzehntelang wohl gehütetes Geheimnis, dessen Aufdeckung zwar für Klärung sorgen könnte, aber dem einen oder anderen vielleicht auch sehr wehtun würde.

Eine äußerst unterhaltsame Inselgeschichte voller skurriler Gestalten. Autorin Marie Matisek schildert mit liebevollem Augenzwinkern die Besonderheiten und Marotten kleiner Gemeinden auf dem Land allgemein und auf Sylt im speziellen. Viele Szenen könnte man wohl in so manchem Dorf erleben, manches erscheint vielleicht etwas übertrieben, aber wer weiß?

Mir haben die Figuren in dieser Geschichte sehr gut gefallen. Silke ist eine sympathische Person, längst nicht perfekt, aber mit ihren kleinen Fehlern auch äußerst glaubwürdig.
Ihre neue, alte Haushälterin, Oma Grete, ist einfach ein Insel-Original, ebenso wie Bürgermeister Jens Bendixen, der auf den ersten Blick so gemütlich wirkt, seine Einwohner aber ganz genau kennt und alle wichtigen Details sehr gut im Blick hat!
Gar nicht mochte ich Ommo Wilkes, der so manchen Spruch ablässt, bei dem er bei mir für immer verspielt hätte, da konnte ich Silkes Vernarrtheit nicht so recht nachvollziehen. Lars Holm hingegen benimmt sich zwar anfangs nicht besonders freundlich, hat aber seine Gründe dafür.

Am Ende ging mir so mancher Wandel etwas zu schnell, dennoch habe ich mich bei der Lektüre insgesamt bestens amüsiert und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Der nächste Roman der Autorin steht definitiv auf meiner Wunschliste!

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Sommer, Sonne, Sylt

Die geschiedene Kölnerin Silke Denneler ist mit ihren beiden Kindern Paul und Jana auf dem Weg nach Sylt, um dort ihre neue Stelle als Pastorin anzutreten. Bevor sie auf der Insel ankommt, hat sie, im wahrsten Sinne des Wortes, bereits einen Zusammenstoß mit ihrem neuen Nachbarn Lars Holm, einem zynischen Klugscheisser. Um wieviel angenehmer ist da doch der attraktive Naturschützer Ommo Wilkes, der mit seiner einnehmenden Art reichlich Eindruck bei Silke macht – obwohl sie nach ihrer Scheidung eigentlich nichts mehr von Männern wissen will.
Aber auch in dem beschaulichen Horssum schwelen Konflikte: es geht um einen ehemaligen Hubschrauberplatz und seine zukünftige Nutzung, bei dem sich die Kontrahenten Holm und Wilkes gegenüberstehen. Wer ist der mögliche Erbe dieses Geländes und was weiß Oma Grete, Silkes Haushälterin, darüber?

Schon das Cover macht Laune auf diese sommerleichte Lektüre, welches direkt Urlaubsgefühle hervorruft und mit der Insel Sylt einen passenden Handlungsrahmen bietet. Die Insel und das Örtchen Horssum mit seinen Menschen sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Kein Wunder bei den liebevollen Beschreibungen, die für mich einen großen Pluspunkt darstellen, da sie durch ihre Detailtreue sehr lebendig wirken.

Die Charaktere des Buches muß man größtenteils einfach gern haben: Silke Denneler hat mich gleich am Anfang überrascht, weil sie als Pastorin so unkonventionell rüberkommt. Während sie ihrem Beruf mit Leidenschaft nachgeht, läßt sie privat kaum ein Fettnäpfchen aus: immer wieder passieren ihr die peinlichsten Ungeschicke. Mir hat es sehr gut gefallen, daß uns die Autorin Einblicke in die Arbeit einer Pastorin gewährt. Auch Silkes Probleme mit ihren beiden pubertierenden Kindern sind authentisch dargestellt. Außerdem ist sie neugierig und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn – auch wenn ihr die Hormone manchmal die Sicht vernebeln.

Aber auch die Bewohner von Horssum bereichern die Geschichte ungemein: die resolute Oma Grete, die mit ihren über siebzig Jahren immer noch den Haushalt der Pastorin schmeisst – und ein Geheimnis hütet, von dem niemand etwas erfahren soll.
Bauer Knut Larsen, Enkel von Oma Grete, dessen größter Wunsch eine eigene Familie ist.
Der gutmütige und beleibte Bürgermeister Jens Bendixen, der ins Schwitzen kommt, wenn man ihn unter Druck setzt.
Lise und Hans Baluschek, die pfälzischen Wirte des Preestershus oder die High-Society-Queen Hillu, die man immer mit einem Glas Champagner antrifft.
Lars Holm, Bauunternehmer, der mit seinen zynischen Sprüchen und seinem SUV Silke gehörig auf die Nerven geht.
Und Ommo Wilkes, der zuvorkommende und gutaussehende Naturbursche, der Silke von der ersten Minute an den Hof macht.

Dabei sind die Charaktere alles andere als eindimensional: wie auch im wahren Leben täuscht oftmals der erste Eindruck und sowohl Silke als auch der Leser müssen ihre Meinung mit der Zeit revidieren.

Auch wenn ich geahnt habe, in welche Richtung die Lektüre gehen könnte, gab es doch noch einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Zum Schluß geht es dann recht schnell, was mir aber gut gefallen hat, vorallem ist es nicht kitschig. Schade, daß der Aufenthalt in Horssum und auf Sylt bereits zu Ende ist!

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Neuanfang auf der Insel

Der Pastorin Silke Denneler wird eine Stelle auf einer nordfriesischen Insel angeboten. Nach der gerade überstandenen unschönen Scheidung ist es genau das was sie will – sie nimmt die Gelegenheit wahr und zieht mit ihren Kindern Paul und Jana nach Sylt.

Silke hat die Angewohnheit in jedes sich bietende Fettnäpfchen zu treten und so macht sie auf der Fähre unliebsame Bekanntschaft mit Lars Holm, einem großmauligen Klugscheisser. Und – ach Du Schreck – auf Sylt ist genau dieser Lars Holm ihr direkter Nachbar.

Das Gegenteil zu Lars Holm ist der Naturschützer Ommo Wilkes, der nicht nur wegen seines guten Aussehens Sympathiepunkte bei Silke sammelt.

Nachdem Silke sich einen Überblick über ihre neue Gemeinde geschaffen hat muss sie feststellen, daß auch in einem kleinen Dorf wie Horssum nicht alles so ist wie es scheint – und der erste Eindruck leider doch nicht immer der richtige ist.

Im Streit um einen ehemaligen Hubschrauberlandeplatz stehen sich der Naturschützer Ommo Wilkes und der Bauunternehmer Lars Holm gegenüber. Es wird noch fieberhaft nach dem Erben dieses Stückchen Land gesucht, er ist das Zünglein an der Waage was darauf gebaut oder aus Sicht von Ommo Wilkes eben nicht gebaut werden soll. Und hier kommt Silkes Haushälterin Oma Grete ins Spiel.

Was weiß sie und warum versteckt sie den Schlüssel vom Gemeindearchiv??

Mein Fazit:

Der Schreibstil von Marie Matisek ist sehr angenehm. Trotzdem hatte ich auf den ersten Seiten so meine Probleme weil viele sehr langgezogen und ausgeweitet erklärt wurde, das hätte man durchaus teilweise raffen können.

Das Buch hatte Glück, daß ich es in einer Leserunde, gemeinsam mit der Autorin, gelesen habe, denn diese Bücher lese ich bis zum bitteren Ende, ob es mir gefällt oder nicht.

Wie geschrieben – das Buch hatte Glück - denn ab dem Zeitpunkt als Silke mit ihren Kindern auf Sylt eingetroffen ist, wurde ich zuerst einmal von der tollen Beschreibung des Örtchens und der Landschaft eingefangen. Und von da an rutschte ich einfach immer tiefer in die Geschehnisse im beschaulichen Örtchen Horssum (das übrigens erfunden ist) hinein.

Die Charactere sind sehr schön beschrieben und ich hatte bei der ein oder anderen Beschreibungen Kopfkino .... * schüttel *

Kleines Beispiel J

“Jens Bendixen schwitzte, obwohl die Hitze des Tages ihren Höhepunkt noch nicht annähernd erreicht hatte. Er war so groß wie Silke, eins fünfundsiebzig, wog aber bestimmt das Dreifache von ihr. Ein unattraktiver Klobrillenbart umrahmte das fette Kinn, und dass sowohl Hemd als auch die Trevira-Hose an den neuralgischen Punkten extrem spannten, machte seine Erscheinung nicht attraktiver. (Seite 40)

Lars Holm wird uns gleich am Anfang der Geschichte als der großmaulige Besserwisser hingestellt und sein Gegenspieler Ommo Wilkes als attraktiver Naturschützer. Wie schon erwähnt – der 1. Eindruck ist nicht immer auch der richtige. :-D

Für Silke Dennerle ist es nicht immer leicht ihren Job als Pastorin mit ihrem Job als Mutter unter einen Hut zu bringen aber ihre Kinder Jana und Paul sind einfach nur toll und verzeihen vieles.

Außer den bisher genannten lernen wir noch Oma Grete kennen, die Haushälterin des Pfarrhauses, ihren Enkel Knut, 2 russische Prostituierte, Hillu, die Ex von Lars Holm und einige andere.

Abschließend kann ich sagen, daß dieses Buch es tatsächlich verdient hat, daß man über die ersten zähen Seiten hinausliest, denn es entwickelt sich zu einer tollen, humorvollen und leicht zu lesenden Lektüre.

Ich hab mich auf jeden Fall richtig gut unterhalten gefühlt.

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Zwei Männer sind einer zu viel? Von wegen...

Silke ist Pastorin, Mutter zweier Kinder, gerade frisch geschieden und begibt sich auf dem Weg zu ihrer neuen Gemeinde auf Sylt. Ob sie in dem kleinen Nest zurechtkommen wird als Großstädterin? Schnell wird klar, dass das kleine Kuhkaff Horssum recht beschaulich ist, doch warum gibt es Streit zwischen den Bewohnern? Ob Silke als Pastorin schlichten und ihre Schäfchen versöhnen kann?

Die Geschichte wird dem Leser aus der 3. Person erzählt und wir begleiten in erster Linie Pastorin Silke Denneler bei ihrem Tun. Diese ist eine überaus sympathische Protagonistin, ist sie doch trotz ihres kirchlichen Amtes ein Mensch wie du und ich, denn auch ihr passieren die tollsten Missgeschicke, die ihr immer wieder die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Doch auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet, man kann sie sich bildlich vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Mein persönlicher Lieblingscharakter: Jungbauer Knut "Euter" Larsen.

Marie Matisek gelingt es die spannende Geschichte, die ein unerwartetes Geheimnis birgt, mit jeder Menge Witz dem Leser nahe zu bringen. Oft muss man bei der Lektüre schmunzeln oder gar herzhaft lachen.

Der Roman ist sehr kurzweilig und die ideale Unterhaltung für den Urlaub.

Fazit: Eine Reise nach Sylt gefällig? Dann bitte mit "Alles Liebe oder Watt?". Lesenswert!

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