Amanda Brooke: Wo ich dich finde

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Amanda Brooke: Wo ich dich finde
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Where I Found You
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783442483754

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Erster Satz
In seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich der Victoria Park erstaunlich wenig verändert.

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Maggie ist blind – und wann immer ihr die Welt zu laut und chaotisch wird, zieht sie sich auf ihre Lieblingsparkbank zurück. Doch in letzter Zeit hängt sie dort vor allem ihren eigenen widersprüchlichen Gedanken nach. Denn sie erwartet ein Kind, und nun nagen Zweifel an der eigentlich so selbstbewussten Frau. Eines Tages lernt sie Elsa kennen, die behauptet, ebenfalls schwanger zu sein. Aber Elsa ist eine alte Frau! Maggie beschließt herauszufinden, welches Geheimnis hinter Elsas Geschichte steckt. Und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit an, an deren Ende ein kleines Wunder steht. Ein Wunder, das nicht nur Elsa ihren Frieden geben, sondern auch Maggie den Glauben an eine glückliche Zukunft schenken wird.

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Wo ich dich finde

Maggie ist glücklich verheiratet, fühlt sich wohl in ihrem Beruf als Aromatherapeutin, und sie ist seit ihrer frühen Kindheit blind. Mit ihrer Sehbehinderung kommt sie gut zurecht und sie vermisst eigentlich nichts, aber dann stellt sie eines Tages fest, dass sie schwanger ist. Nun kommen doch Zweifel auf: kann sie dem Kind eine gute Mutter sein? Kann sie für ihr Baby angemessen sorgen? Zum Nachdenken zieht sich Maggie oft auf eine ganz bestimmte Parkbank am See zurück, wo sie eines Tages auf Elsa trifft. Die beiden sehr unterschiedlichen Frauen freunden sich miteinander an, und dann versucht Maggie, hinter Elsas Geheimnis zu kommen. Sie möchte ihr helfen, aber ist das überhaupt möglich...?

Mein Leseeindruck:

Das Buch erzählt eine eher ruhige Geschichte ohne große Höhen und Tiefen, obwohl wirklich eine Menge passiert im Buch. Es wird aber sehr unaufgeregt erzählt und für meinen Geschmack auch ein wenig zu emotionslos. Eigentlich müsste die Geschichte sehr gefühlvoll daherkommen, denn Maggies Zweifel an sich selbst, die Sorgen und auch das Glück über die Schwangerschaft und dazu Elsas sehr tragische Geschichte bieten viel Potenzial für jede Menge Gefühlschaos.

Obwohl mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat, habe ich doch dieses Gefühlschaos vermisst. Ich konnte leider nicht so wirklich mitfühlen mit den Protagonisten.

Auch hatte das Buch bis etwa zur Hälfte hin und wieder kleine Längen für mich. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte so unaufgeregt erzählt wird.

Die Handlung selbst bzw. die Themen, die im Buch angesprochen werden (Schwangerschaft einer blinden Frau, Akzeptanz, Alzheimer, usw.) sind keine leichte Kost, haben mir aber sehr gut gefallen. Es ist ein eher anspruchsvoller Roman mit leisen Tönen, für den man sich Zeit nehmen sollte.

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(Aktualisiert: 09 April 2016)
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Eine berührende und oft auch traurige Geschichte

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass vorhersehbar ist, wie die Handlung verläuft. Doch da hatte ich mich getäuscht. Immer wieder hat mich die Autorin mit Wendungen überrascht.

Maggie ist eine bewundernswerte, hilfsbereite junge Frau. Trotz ihrer Sehbehinderung meistert sie ihren Alltag und ist als Aromatherapeutin tätig. Ihr ganzes Leben lang war ihre Mutter ihre Stütze, die ihr immer Mut gemacht hat und für sie da war. Doch seit sie nicht mehr lebt verlässt Maggie manchmal der Mut und sie fragt sich, wie sie es schaffen soll ihr Kind großzuziehen.
An ihrer Seite ist ihr Ehemann James. Er liebt sie über alles und ist ein gutmütiger Kerl. Leider zu gutmütig, denn er überhört gerne die spitzen Bemerkungen seiner Mutter Judith, die Maggies Zweifel schürt und richtig gemein und manipulativ ist. Gerade wenn es um Judith ging, wurde ich beim Lesen oft richtig wütend.

Neben Maggie ist Elsie eine weitere Hauptperson. Sie ist eine ältere Dame, die Maggie im Park kennenlernt. Immer wieder gleiten Elsies Gedanken zurück in die Vergangenheit, als sie noch Elsa genannt wurde und dramatische Ereignisse ihre Spuren in ihrem Leben hinterlassen haben. Maggie ist fasziniert von Elsie und ihrer Vergangenheit und sie macht es sich zur Aufgabe den Geheimnissen, die ihre Freundin umgeben auf den Grund zu gehen. Hierbei ist Maggie mehr als eifrig und ich hätte mir oft etwas mehr Zurückhaltung von ihr gewünscht. Es ist eine Sache jemandem helfen zu wollen, aber eine ganz andere sich ungewollt einzumischen, egal wie gut man es meint.

Die Autorin setzt sich damit auseinander, wie blinde bzw. sehbehinderte Menschen ihren Alltag meistern. Immer wieder hat es mich erstaunt, was Maggie alles kann und wie durchdacht sie alles organisiert hat.
Ein weiteres Thema ist Elsies Demenz. Es ist nicht leicht mitzuerleben, wie sie sich mehr und mehr verliert und wie schmerzlich ihr das in ihren klaren Momenten bewusst ist. Der Schrecken dieser Krankheit wird spürbar, wodurch die Lektüre für mich stellenweise sehr bedrückend war.

Die Lichtblicke waren für mich die männlichen Protagonisten wie Maggies Blindenhund Harvey, ihr warmherziger Ehemann James oder auch Ted, der sich liebevoll um seine Frau Elsie kümmert.

Das Buch ist sehr schön geschrieben mit viel Liebe zum Detail, doch genau dadurch zieht es sich in die Länge.

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3.0

Frühlingshafte Lektüre

Maggie, seit zwei Jahren mit James verheiratet, ist endlich schwanger. Das wäre an und für sich nichts besonderes.
Allerdings ist Maggie blind und deswegen ist die Schwangerschaft für sie eine neue Herausforderung. 

Maggies Mutter ist noch nicht lange tot und sie war es bisher immer, die ihrer Tochter auf beeindruckende Weise klargemacht hat, dass sie, trotz ihrer Einschränkung, alles machen kann, was sie möchte.
Durch den Verlust dieser Stütze in ihrem Leben, ist Maggie etwas verunsichert, wie sie als Mutter sein wird und ob sie eine „gute“ Mutter sein wird.

Auf einer Bank im Victoria Park sitzt Maggie besonders gerne, weil es sie an die gemeinsame Zeit mit ihrer Mutter erinnert und sie dadurch Kraft schöpfen kann. An einem dieser Nachmittage lernt sie dort eine Frau kennen. Durch die Unterhaltung kommen die beiden sich näher und treffen sich auch noch öfter. Maggie hat den Eindruck, dass Elsa eine ebenfalls schwangere, junge Frau ist. Trotzdem ist da etwas in ihren Erzählungen, was Maggie nicht richtig greifen kann, was sich  merkwürdig anhört. Bis sich dann herausstellt, dass Elsa eine über 80jährige Dame ist, die an Alzheimer leidet und sich zeitweise selbst in der Vergangenheit verliert und sich an früher erinnert.
So kommen die beiden sich ein wenig näher, denn auch Elsa hat Verletzungen zu verarbeiten und fühlt sich schuldig, denn auch sie war einmal schwanger, konnte jedoch ihre Tochter nicht bei sich behalten.

Die Geschichte hat mir gut gefallen. Ich fand es auf der einen Seite sehr schön herausgearbeitet, dass Maggie als Sehbehinderte so viel Acht gibt auf ihre anderen Sinne und sogar eine Berufung als Aromatherapeutin gefunden hat. Das alles war sehr achtsam und schön beschrieben. Ebenfalls gut beschrieben war die Skepsis von nicht-behinderten Menschen und auch die Vorurteile, die hier leider des öfteren vorherrschen, sowie die Taktlosigkeit, mit denen wir manchmal anderen Menschen begegnen.

Auf der anderen Seite die Schilderung der Erkrankung von Elsa und inwieweit hier auch die Familie mitleiden muss und hilflos ist. Dass durch eine solche Erkrankung auch die pflegenden Angehörigen oftmals an Grenzen stoßen.

Elsas „Geheimnis“ und die dahinterliegende Geschichte konnte man zuerst nicht richtig zuordnen. Aber dann kristallisierten sich nach und nach ein paar Vermutungen heraus, so dass die Auflösung des Rätsels nicht mehr ganz so überraschend kam. Trotzdem war die Geschichte gut gemacht.

Zu guter Letzt gibt es in diesem Roman nicht nur ein Happy End, sondern gleich mehrere.
Dazu passen auch das schön gestaltete Cover und die Innenseiten sehr gut. Alles in allem ein Roman, der gut zur frühlingshaften Jahreszeit passt und einige vergnügliche Lesestunden verspricht.

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