Amy Reed: Abschied für immer und nie

Amy Reed: Abschied für immer und nie

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Amy Reed: Abschied für immer und nie
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783959670104

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
"Kommt, wir gehen in die Cafeteria", sagt Stella.

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Handlungsort

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Ein Leben außer Kontrolle. „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern … Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht …

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Zwei Seiten einer Medaille

Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort gepackt. Ein solch schwieriges Thema wie eine Krebserkrankung - und das in jungen Jahren - als Grundidee für ein Jugendbuch? Das wollte ich unbedingt lesen! Auch wenn ich selbst keine Erfahrung mit Krebs habe, so wurde ich innerhalb der Familie und im Freundeskreis schon häufig mit dieser - mit Verlaub - Scheisskrankheit konfrontiert. Auch deshalb habe ich mich etwas gerüstet, bevor ich mit der Lektüre losgelegt habe.

Evie bekommt nach einem Beinbruch eine zutiefst erschütternde Nachricht: sie ist am Ewing-Sakrom erkrankt, einer Form von Knochenkrebs. Ihre Prognose ist äußerst schockierend, denn ihre Überlebenschance liegt noch nicht einmal im zweistelligen Prozentbereich. Von ihrem früheren Leben als beliebte Cheerleaderin bleibt ihr Will, ihr bester Freund. Während er und auch ihre Eltern sich sehr sorgen, bekommt man ein sehr gutes Gefühl dafür, wie hilflos und verzweifelt sie sich fühlen - können sie letztlich nicht wirklich etwas für die 17jährige tun. Auch Evie begreift sehr schnell schon anhand der Anzeichen, wie es um sie steht und hält anfangs dennoch am Leben fest: sie selbst versucht Trost zu spenden und zudem hat sie mit Caleb, der an einem Gehirntumor leidet, und Stella, die mit Leukämie kämpft, zwei außergewöhnliche Freunde auf der Kinderonkologie- Station des Krankenhauses gefunden. Als sich Evies Überlebenschancen noch weiter verschlechtern, akzeptiert das starke Mädchen seine schwere Krankheit, verweigert weitere Therapieversuche und wünscht sich, friedlich sterben zu können. Doch die rebellische und selbstbewusste Stella hat anders vor: gemeinsam mit einem Kumpel 'entführt' sie ihre Freundin aus der Klinik - und verschafft Evie so noch einmal die Chance, das Leben zu spüren.

Hier beginnt so etwas wie der zweite Teil des Buches, denn Evie wird schon bald nach dem gemeinsamen Ausflug aus dem Krankenhaus als geheilt entlassen. Doch sie kommt mit einem 'normalen' Leben nicht mehr zurecht. Sie vermisst ihre Freunde Stella und Caleb - und die Tatsache, dass es Stella zunehmend schlechter ging und sie schließlich verstorben ist, macht die Sache nicht einfacher. Dass Evie nach all diesen Erfahrungen kein Verständnis für die in ihren Augen banalen Teenager-Sorgen ihrer alten Freunde hat, konnte ich gut nachvollziehen. Aber nach und nach driftet das Mädchen ab: sie mit dem wohlgemeinten Ratschlägen ihrer Eltern nicht mehr umgehen und belügt sie immer mehr, außerdem nimmt sie immer exzessiver Medikamente... Am schlimmsten finde ich jedoch, dass Caleb dringend ihrer Unterstützung bedarf, Evie ihm aber keine gewährt. Gemeinsam mit Marcus, den sie nach ihrer Krankenhausentlassung kennengelernt hat und der nichts von ihrem Kampf gegen den Krebs weiß, stürzt sie sich ins Leben oder besser gesagt das, was sie nun darunter versteht...

Der erste Teil des Buches hat mich sehr beeindruckt: diese triste Atmosphäre der Kinderonkologie, diese schrecklichen Sorgen, die Evies Eltern und Will hatten, die unfassbar bedrückenden Gefühle, mit denen Evie fertig werden muss... Wie kann man das als 17jährige, die bis vor kurzem Everybody's Darling war, verkraften? Wie kann man am Leben festhalten - wenn es einem durch die Finger gleitet? All das war berührend und für ein Jugendbuch wirklich gut eingefangen.
Auch der Wandel der Hauptfigur ist verständlich. Vermutlich kann kein Mensch, der sich bereits ernsthaft mit seinem eigenen Tod beschäftigen musste, der bleiben, der er einmal war. Zumal als so junger Mensch! Wenn man schon so nahe am Ende war, interessieren einen belanglose Teenager-Problemchen vermutlich nicht mehr die Bohne. Auch diese ständigen Tipps und Sorgen Nahestehender nerven dann wahrscheinlich gehörig... Dennoch muss ich gestehen, dass ich mit dem zweiten Teil der Geschichte meine Probleme hatte.
Zum einen ist da diese Spontanheilung, die mir etwas Bauchschmerzen bereitet hat, aber auf die ich mich eingelassen habe - immerhin wird sie ja sogar im Klappentext angekündigt. Zum anderen ist das aber der Werdegang Evies, der mich ratlos gemacht hat: wie gesagt, ich kann verstehen, dass sie nicht wie früher weitermachen kann. Aber dass sie derart in einen Medikamentenmissbrauch abrutscht und vor allem ihren Freund Caleb in der Klinik vergisst... Nein, damit bin ich nicht klargekommen. Und mit dem doch ziemlich offenen Ende auch nicht, leider.

Kurzum, das Potential der Geschichte ist enorm, die Umsetzung zu Anfang ist ziemlich gut, doch dann verliert sie zunehmend und hat mich immer weniger erreicht. Mir ist klar, dass das, was Evie durchgemacht hat, kein ausschließlich körperlicher Kampf ist, sondern natürlich auch ein Kampf des Geistes, ein Zehren am eigenen Willen. Aber Evie ging mir irgendwann verloren, was ich sehr schade fand.

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Abschied

Krebs ist eine wirklich schlimme Krankheit, daher wundert es mich nicht, das immer mehr Bücher über dieses Thema schreiben. Der Jugendroman " Abschied für immer und nie" ist aber ganz anders als Bücher die ich bisher darüber gelesen habe. Eigentlich haben mich die anderen Bücher immer sehr traurig und nachdenklich zurückgelassen, aber "Abschied für immer und nie" hat mich irgendwie nicht erreicht und ich verstehe auch zu viele Handlungen nicht.

Evie war eigentlich immer sehr beliebt, ist Cheerleaderin und hat einen wirklich guten besten Freund Will. Die Diagnose von sehr seltenen Krebs mit sehr geringer Überlebenschance verändert ihr Leben abrupt. Die Eltern sind so verzweifelt und es ist nicht einfach für sie, bei ihren Besuchen optimistisch zu klingen.
Sie schließt auf der Kinderonkologie verschiedene Freundschaften bis plötzlich ein paar unerwartete Dinge geschehen und Evie aus der Bahn werfen.

Die krebskranke Evie möchte noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren und flieht aus der Klinik. Endlich fühlt sie sich wieder frei, aber ob der Preis nicht zu hoch ist?


Der erste Teil des Romans hat mir noch sehr gut gefallen und Amy Reed hat die typische Krebsthematik gut beschrieben und ich konnte wirklich mit Evie mitfühlen.

Die Geschichte an sich bekommt mir dann eine zu abrupte Wendung die ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann und ab diesen Zeitpunkt hat mir die Geschichte nicht mehr so gut gefallen. Manche Seiten habe ich dann wirklich nur noch überflogen, da ich auch Evie nicht mehr wirklich mochte und die ganze Geschichte in eine Richtung ging, die mir nicht mehr gefallen hat.

Das Ende war mir dann auch noch zu offen und hat mich eigentlich unzufrieden zurückgelassen.

Leider kein Buch, mit dem ich richtig Warm wurde.

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(Aktualisiert: 15 Februar 2016)
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Deprimierende Geschichte, die okay ist - aber mehr nicht..

"Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?"

Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern …
Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht …

Das Buch fand ich vom Inhalt her sehr interessant. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass es grob um ein krebskrankes Mädchen geht, das noch ein letztes großes Abenteuer erleben möchte. Da habe ich wohl aber den Klappentext etwas schlampig gelesen. Die Geschichte beginnt zwar in einem Krankenhaus mit der krebskranken Evie, diese wird aber wieder gesund, was wie ein Wunder scheint. Nach diesen nicht ganz 100 Seiten war ich deswegen etwas überrascht fand aber den weiteren Verlauf von Evies Leben interessant. Es dreht sich also nicht um eine krebskranke Jugendlich, sondern darum wie man wieder leben kann, wenn man eigentlich schon mit seinem eigenen Leben abgeschlossen hat.
Evie hat ihren Kampf gegen den Krebs aufgegeben, als sie erfährt, dass sie gar nicht mehr krebskrank ist. Ihre Familie und Freunde sind darüber überglücklich und gehen davon aus, dass jetzt wo Evie geheilt ist, sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. Sie hat überlebt und sollte dankbar dafür sein, ihre Eltern umsorgen sie sehr und bei den Lehrern hat sie einen Freifahrtschein. Doch Evie ist nicht glücklich! Sie beschäftigt sich mit der Frage warum manche Leute leben und manche sterben. Sie weiß nicht was sie mit ihrem wiedergewonnen Leben anfangen soll. Sie hat sich verändert und scheint mit den Leuten in ihrem Umfeld nicht mehr klar zu kommen. Evie fühlt sich eingeengt allem. Als sie beginnt mit Gras und Schmerzmitteln zu experimentieren, werden die Probleme mit ihrer Familie und ihren Freunden immer größer. Mitten in diesem Chaos, lernt Evie Marcus kennen, von dem sie sich verstanden fühlt.
Zu Beginn fand ich das Buch etwas langatmig, für mich ist es zwar besser geworden, aber es gibt immer wieder -für mich- gefühlt ein bisschen Langeweile, da entweder nicht wirklich etwas passiert oder immer wieder das gleiche passiert, darauf werde ich aber später noch genauer eingehen.
Als Leser erlebt man alles aus Evies Perspektive, wodurch man auch eigentlich automatisch auf ihrer Seite stehen müsste. Anfangs mochte ich Evie auch sehr gern, ich konnte auch gut verstehen, dass man mit Krebs nicht auf einmal philosophisch wird und den ganzen Tag lächelt, sondern eben auch genervt oder wütend ist. Aber nachdem Evie die Diagnose über ihre "Wunderheilung" erhält und sie sich noch mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinander setzen muss, kommt sie aus diesem Loch nicht mehr raus. Und das meinte ich vorhin mit dem, dass immer das Gleiche passiert: Evie schleicht sich aus dem Haus, kommt heim, ihre Mutter macht sich Sorgen und weint, ihr Vater schreit sie an, sie geht auf ihr Zimmer und alles geht von vorne los..
Evie scheint es unmöglich zu sein wieder ins Leben zurückzufinden, was einerseits verständlich ist, andererseits zieht es einem beim Lesen extrem runter. Evie verliert damit auch dann alle Sympathiepunkte, die sie anfangs hatte und ich bin stellenweise leicht genervt von ihr gewesen. Hauptsächlich gestört hat mich, wie sie mit Caleb "umgeht", aber auch Marcus behandelt sie zum Schluss hin nicht sehr nett. Und damit komme ich dann zu meinem größten Kritikpunkt: wenn das Buch schon so ernst ist und "depressiv" ist, hätte ich mir einen positiveren Schluss gewünscht. Das Buch hätte zum Schluss noch einen Epilog oder so vertragen können.

Fazit:
Das Buch hat mich beim Lesen stark mitgenommen. Natürlich ist es ein ernstes Thema, aber trotzdem gibt es Bücher, die es besser schaffen ernste Themen trotzdem noch mit einem gewissen Lesesgenuss zu vermitteln. Ich für meinen Teil hatte etwas schlechte Laune danach und mit dem Schluss kann ich mich nicht anfreunden. Das Buch an sich ist nicht ganz schlecht, ich würde es aber auch nicht unbedingt weiterempfehlen.

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