Paul Murray: An Evening of Long Goodbyes

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Paul Murray: An Evening of Long Goodbyes
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
An Evening of Long Goodbyes
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783888974045

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Draussen vor dem Erkerfenster blies ein schwarzer Wind.

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Handlungsort

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Paul Murrays brillanter Gesellschaftsroman erzählt die Geschichte von Charles Hythloday, der im Herrenhaus seiner Familie den skurrilen Lebensstil eines Landedelmanns pflegt. Umsorgt von der bosnischen Haushälterin verbringt er seine Tage Cocktails schlürfend auf der Chaiselongue und schaut sich alte Schwarzweißfilme an. Als regelmäßige Arbeit sieht er die unregelmäßige Pflege der Pfauen seines verstorbenen Vaters. Allerdings müssen Charles und seine Schwester Bel bald feststellen, dass sie nicht so reich sind, wie sie dachten. Die von einem Alkoholentzug nach Hause zurückkehrende Mutter zwingt Charles, sich einen Job zu suchen, den Landsitz zu verlassen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Doch auf die harte Realität in Dublin ist er nicht vorbereitet. Andererseits ist das wirkliche Leben aber auch nicht vorbereitet auf einen wie Charles Hythloday.

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„An Evening of Long Goodbyes“ ist übrigens der Name eines Windhundes auf den eine der Figuren bei einem Windhundrennen wettet. Der Hund (auch auf dem Titel abgebildet) ist allerdings eine Niete und ziemlich symptomatisch für das Personal des Buchs.

Zitat:

Er hatte schlecht begonnen. Sein Kopf verklemmte sich im Gitter der Startbox, sodass ihn die Stewards befreien mussten. Was folgte, war eine Serie von demütigenden und für seine Gattung dezidiert unwürdigen Umwegen und Fehltritten, deren schändlicher, nie zu tilgender Höhepunkt sich in der dritten Runde ereignete. Der Maulkorb löste sich, und begleitet von der buhenden Menge beendete er das Rennen, indem er über die Reklametafeln sprang und einem kleinen Jungen den Hotdog aus der Hand schnappte. (S. 61/62)

Der Erzähler Charles führt das dekadente Leben eines Landedelmanns. Geld ist unwichtig und nur zum Ausgeben da, das Leben besteht nur aus gutem Essen, edlem Wein und Faulenzen und alte-Schwarzweißfilme-Schauen auf dem Sofa. Da sein Vater tot und seine Mutter aktuell in einer Entzugsklinik ist, gibt es niemandem der ihm Einhalt gebieten könnte – seine Schwester Bel interessiert sich nur für ihre Zukunft als Schauspielerin. Blöd nur, dass das Geld plötzlich alle ist und Charles rausgeworfen wird und er nur bei Bels letztem „ach-wie-unpassenden“ Freund, dem Schrotthändler Frank im Dubliner Ghetto Bonetown Unterschlupf findet. Das ist aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, auf die innere Einstellung kommt es an, wenn man die alten Ideale am Leben erhalten will, nicht auf die äußeren Umstände.

Charles Naivität und Ignoranz ist das Hauptmotiv des Buches, seine dem entsprechende, in aller Unschuld vorgetragene Betrachtungsweise der Welt ist Auslöser für einiges Amüsement beim Leser. Man denkt so manches Mal, dass doch niemand soooo weltfremd sein kann und dann beweist Charles einem erneut das Gegenteil. Dabei ist er nicht unsympathisch. Dadurch, dass er nicht absichtlich arrogant ist, ist man bereit, ihm so manches zu verzeihen und will ihn schon fast vor der bösen Welt beschützen, die er einfach nicht versteht – als Familienmitglied würde er einen aber vermutlich in den Wahnsinn treiben.

Mit dem Ende war ich nicht ganz glücklich, aber bis dahin habe ich mich von Paul Murrays Roman sehr gut unterhalten gefühlt.

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