Andreas Izquierdo: Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

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Andreas Izquierdo: Fräulein Hedy träumt vom Fliegen
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783458363095

Informationen zum Buch

Seiten
524

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Gegen drei Uhr in der Früh erwachte Fräulein Hedy aus einem herlichen Traum und verlor den Verstand.

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Handlungsort

Kontinent
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»Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« – Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Hedy von Pyritz, 88 Jahre, diszipliniert, scharfzüngig, eitel. Hellwacher Verstand, trockener Humor, zuweilen übergriffig. Eine alte Dame, die meist im Rollstuhl sitzt, sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert.

Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter. Vielmehr nötigt sie ihn förmlich dazu. Der junge Mann wird sie fahren. Basta!

Jan hat keinen Führerschein, dafür aber eine nie behandelte Lese-Rechtschreibschwäche, so dass Hedy den Unterricht übernimmt und sich schon bald eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden festigt. So vertraut sie ihm nach und nach die Geheimnisse ihrer schillernden Vergangenheit an und verändert damit auf ungeahnte Weise seine Zukunft ...

Andreas Izquierdo erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer alten Frau und einem jungen Mann, die beide für immer verändert – eine Geschichte, die federleicht beginnt und sich dann zu einem wuchtigen, mitreißenden Drama entwickelt.

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Ein tolles Lesevergnügen

Inhalt:
Die 88-jährige Hedy von Pyritz ist es gewohnt, dass sie ihren Willen durchsetzen kann. Und so zweifelt sie nicht daran, dass der junge Jan sie zum Nacktbadestrand fahren wird. Dass Jan keinen Führerschein hat, dafür aber eine ausgeprägte Lese-Rechtschreibschwäche, ficht die alte Dame nicht an. Sie wird mit ihm üben, bis er es kann.

So kommen sich der junge und der alte Mensch im Lauf der Zeit näher und entwickeln Vertrauen zueinander. Als Hedy dann Jan ihre Lebensgeschichte erzählt, kommen nicht nur gute Erinnerungen ans Tageslicht …

Meine Meinung:
Der vorliegende Roman ist mein erster des Autors Andreas Izquierdo, aber bestimmt nicht mein letzter, denn ich habe dieses Buch sehr genossen und mich einerseits amüsiert, aber auch von der interessanten Handlung fesseln lassen. Dabei hat es mir vor allem die Protagonistin Hedy sehr angetan, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Aber auch die anderen Charaktere muss man einfach mögen - jeden auf seine Weise.

Fräulein Hedy von Pyritz ist eine tolle Figur. Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Nach außen wirkt sie erst mal recht herrisch, zuweilen ziemlich unterkühlt. Aber sie weiß genau, was sie will und wie sie das durchsetzen kann. Dabei schreckt sie vor nichts zurück. Der Kombination von eisernem Willen und wachem Verstand sind ihre Gegner selten gewachsen - sehr zum Vergnügen der Leserschaft. Denn die daraus resultierenden Dialoge sind einfach köstlich. Und wenn man Fräulein Hedy einmal näher kennt, sieht man, dass sich unter ihrer rauen Schale ein weicher Kern verbirgt.

Beginnt der Roman noch leicht und humorvoll, schleicht sich schon bald eine gewisse Schwere und Ernsthaftigkeit ein. Die Rückblicke in Hedys Kindheit und Jugend führen uns unter anderem in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg und auch in den Krieg selbst, ohne dass zu sehr auf die politischen Aspekte eingegangen wird. Sie werden nur so weit thematisiert, wie sie für Hedys Entwicklung ausschlaggebend waren. Für mich war dieses Maß genau richtig.

Je weiter die Handlung voranschreitet, umso dramatischer wird sie, und zwar sowohl die Handlung in der Gegenwart als auch die in der Vergangenheit. Am Ende müssen sowohl Hedy als auch Jan eine schwerwiegende Entscheidung fällen. Wurde zuvor alles detailliert und ausführlich erzählt, schien mir dagegen die Entscheidungsfindung zu schnell und zu einfach. Hier hätte ich mir noch mehr Überlegungen der Protagonisten gewünscht.

Fazit:
„Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“ ist ein wunderbar warmherziger und vielseitiger Roman, der durch eine starke Protagonistin überzeugt. Auch der lockere und humorvolle Schreibstil trägt mit zum Lesevergnügen bei.

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