Anne Weiss, Stefan Bonner: Wir Kassettenkinder

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Anne Weiss, Stefan Bonner: Wir Kassettenkinder
Untertitel
Eine Liebeserklärung an die Achtziger
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426655986

Informationen zum Buch

Seiten
272

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sonntagnachmittag, Anfang der Achtziger.

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Handlungsort

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Heute sind sie legendär: die Achtziger. Es war das Jahrzehnt, als wir mit dem Kassettenrekorder Mix-Tapes aus dem Radio aufnahmen und Dallas-Frisuren und Hawaiihemden trugen. Wer in dieser Zeit zwischen Bandsalat und Neuer Deutscher Welle, Indiana Jones und YPS-Heft, Atomwaffen und Ententanz aufwuchs, erlebte ein epochales, seltsam unbekümmertes, oft albernes Jahrzehnt, in dem alle trotz des drohenden Weltuntergangs durch sauren Regen und Kalten Krieg den Eindruck einer lustig-bunten Zeit hatten. Und: irgendwie fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an! Mit einem Augenzwinkern schauen Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, zurück auf das Jahrzehnt, das uns prägte wie kein anderes.

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Eine Liebeserklärung an die Achtziger

Ich bin Jahrgang 1969, habe also meine komplette Teenager-Zeit in den Achtzigern verbracht, die mich in vielen Dingen geprägt haben. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich gerne in Erinnerungen schwelge, wenn von diesem Jahrzehnt die Rede ist. Aber nicht nur auf uns Kassettenkinder üben die Achtziger einen besonderen Reiz aus, sondern auch auf diejenigen, die sie nicht persönlich miterlebt haben. Warum ist das so, wo liegt die Faszination der Achtziger?

Um dieser Frage nachzugehen, nehmen die beiden Autoren, selbst Kassettenkinder, die Leser mit auf eine unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit. Schon bei der Widmung, die eine Vielzahl der Helden der Achtziger aufführt, kamen die ersten Erinnerungen. Für meine Verhältnisse habe ich das Buch ziemlich langsam gelesen, weil ich immer wieder unterbrochen habe, um den eigenen Erinnerungen nachzuhängen, die meistens den Erfahrungen der Autoren entsprachen.

Wir Kassettenkinder standen an der Schwelle vom analogen zum digitalen Zeitalter und können daher in nostalgischen Erinnerungen an Tastentelefone, Kassetten- und Videorekorder schwelgen. Ebenso erinnern wir uns noch an Fernsehen mit nur drei Programmen, welches mit so wichtigen Fragen wie „Wer schoss auf J.R.?“ die ganze Nation beschäftigte.

Musikalisch nehmen die Achtziger bis heute eine besondere Rolle ein, was man auch an der Beliebtheit der „Achtziger Tage“ in heutigen Radiosendungen erkennen kann. Einer der musikalischen Höhepunkte waren damals die Benefizkonzerte im Rahmen des Live Aid-Projekts.

Die Achtziger sind jedoch auch das Jahrzehnt von Tschernobyl und AIDS. Ebenso rückt die bis dahin sorg- und rücksichtslose Umweltverschmutzung immer mehr in das Bewusstsein der Menschen.

Unterlegt ist das Buch mit Illustrationen typischer Gegenstände aus den Achtzigern. Fotos aus der damaligen Zeit gibt es nicht im Buch, was mich persönlich nicht gestört hat, weil ich über meine eigenen Erinnerungen verfüge. Für jemand, der das Jahrzehnt jedoch nicht persönlich miterlebt hat, könnten Fotos vielleicht hilfreich sein.

Was mir besonders gut gefallen hat, dass das Buch schon längst eingestaubte Erinnerungen hervorgeholt hat, an die ich sonst nicht mehr gedacht hätte – ich war überrascht, wie viele das doch waren. Ich habe die gemeinsame Zeitreise mit den Autoren sehr genossen und bin schon gespannt auf das nächste Projekt der beiden.

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Ein kurzweiliges Buch, mit dem man in Erinnerungen schwelgen kann

Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss führt uns mit diesem Buch in die bunten 80er Jahre zurück, genauer gesagt: in die Kindheit in den 80er Jahren, als selbst aufgenommene Musik- bzw. gekaufte Hörspielkassetten das Leben ein Stück weit bestimmten.

Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert. Die Autoren zeichnen ein witziges Bild dieser Zeit, sicher manchmal satirisch überzogen, und vielleicht gerade deshalb erscheinen uns die 80er Jahre in diesem Buch so nah, als wären sie gerade erst vorbei gezogen. So viele Erinnerungen kamen in mir wieder zum Vorschein: der erste Walkman, der erste Videorekorder, der erste PC, der Mauerfall, Fernsehserien, die großen Familien-Samstagabend-Shows, Punks und Popper, der kalte Krieg, Aerobic und und und. Je nach eigener Kindheit und eigenem Erleben stechen die einen Stichpunkte deutlicher hervor als andere, aber ich bin sicher, dass auf jede/n Leser/in in diesem Buch schöne Erinnerungen warten. Es lohnt sich, diese mal herauszuholen und am besten in Gemeinschaft mit anderen 80er-Jahre-Kids darüber zu schwärmen und zu lachen. Der Untertitel "Eine Liebeserklärung an die Achtziger" steht nicht umsonst da.

Zu lesen ist das Buch sehr leicht und es macht riesigen Spaß. Auf jeder Seite warten viele Einzelthemen und manchmal muss man eine Pause machen, um dem Dauerfeuer der Erinnerungen stand zu halten. Aber man kann das Buch nicht lange aus der Hand legen, zu sehr freut man sich auf die nächsten Seiten.

Auf jeden Fall ist das Buch auch ein tolles Geschenk und ich überlege mir schon, wem ich damit was Gutes tun kann. Allein schon deswegen, damit ich noch jemanden habe, mit dem ich zusammen über diese Zeit schwatzen kann.

Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung.

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Zeitreise in die 80er

Die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss haben dem schillernden Jahrzehnt der 80er Jahre einen Roman gewidmet.
Jene heutigen Erwachsene, die diese Zeit bewusst miterlebt haben, werden an diesem anekdotenreichen Roman ihre Freude haben. Von Dallas über Aerobic bis zu Walkman, alle Trends und technischen Errungenschaften sowie das damalige Unterhaltungsprogramm werden aufgegriffen. Hierbei dient die Kindheit und Jugend der Autoren, also das selbst Erlebte, als roter Faden, um den die Vielfalt der 80er gesponnen wird. Ich habe mich beim Lesen oft wiedererkannt und herzlich über damalige Modesünden sowie Musikinterpreten gelacht. Man denke nur an David Hasselhoff und den Mauerfall. Dieses handliche Buch bietet auf 272 Seiten alles, was Fans der 80er Jahre berührt. Bei dem ein oder anderen Beitrag hat mir "abschreckendes" Bildmaterial, d.h. Fotos der corpora delicti, gefehlt.
Sprachlich haben mich vor allem die eingestreuten Zitate prominenter Zeitgenossen mitreißen können. Der unaufgeregte, lockere Erzählton passte gut zum Sujet.
Alles in allem hat mir diese kurzweilige Zeitreise, die als "Generationenroman" angelegt ist, sehr gefallen. Auch das bunte Kassetten-Cover traf meinen Geschmack.

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DAS waren noch Zeiten!

Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss nimmt uns mit zurück in die 80er Jahre. In der Ich- bzw. Wir-Form erzählen sie von vielen Ereignissen und Dingen, die dieses Jahrzehnt geprägt haben. Positive (z. B. der technische Fortschritt, der Mauerfall) wie negative (z.B. Aids, Umweltverschmutzung, Tschernobyl).
In vielem habe ich mich wiedergefunden und es genossen, die ausführliche Beschreibung zu lesen. Manches war so hautnah beschrieben, dass ich wieder in die Zeit zurückversetzt wurde. Es wurden Erinnerungen geweckt, die ich zutiefst im Gedächtnis verborgen hatte. Um nur ein Beispiel zu nennen - bei der Schilderung des Turnunterrichts in den Schulen hatte ich den Geruch der Umkleidekabinen förmlich in der Nase! Duschen nach dem Sportunterricht war zu der Zeit noch keine Option (zumindest an unserer Schule).
Manches hat in mir keine persönlichen Erinnerungen geweckt, denn z. B. Computer- bzw. Videospiele oder amerikanische Fernsehserien haben mich damals nicht interessiert.
Die sporadisch eingestreuten Zitate mehr oder weniger prominenter Zeitgenossen haben gut ins Buch gepasst und mich zum Schmunzeln gebracht.

Da dem Buch eine Handlung im eigentlichen Sinne fehlt, ist es nach meiner Meinung nur für Leute geeignet, die die 80er bewusst miterlebt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es für jemanden, der nicht "dabei" war, nicht so interessant und teilweise langweilig ist. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Für alle, die in der 80ern Kind oder Jugendliche(r) waren, ist es aber ein Hochgenuss! Wir waren wirklich Helden damals, oder?! Heutzutage ist es doch kaum vorstellbar, ohne Smartphone, Facebook, Internet und mit nur 3 (in Worten: drei) Fernsehprogrammen die Jugendzeit zu überstehen!

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