Alex Gräbeldinger: Bald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!

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Alex Gräbeldinger: Bald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783981277227

Informationen zum Buch

Seiten
180

Sonstiges

Schlagworte
Erster Satz
Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir uns an die Öffentlichkeit wenden sollten, um unsere Forderungen publik zu machen: Schnaps!

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Alex Gräbeldinger - ,,Punk, Opfer, Philosoph, Wahnsinniger, Vollidiot - zeigt sich unverbesserlich. Nach ,,Ein bekotztes Feinrippunterhemd ist der Dresscode zu meinem Lebensgefühl" schreibt er sich ein weiteres Mal um Kopf und Kragen. Geschichten über Schlafentzug, Rauschgift- und Irrenhauserfahrungen. Von Begegnungen mit der großen Liebe, den Hells Angels und Siegfrieds und Roys weißen Tigern. Der Weltuntergang kann kommen und die Hölle ist hoffentlich ein warmes Plätzchen, um sich zu erholen. »Der Grund, warum es bei mir mit dem Straßenleben nie so ganz funktionierte, lag darin, dass ich Kontaktlinsenträger bin. Ich hatte hygienische Bedenken bezüglich deren Handhabung, nächtlicher Aufbewahrung und Pflege. Zusammenfassend kann man festhalten: Mein Traum vom Leben in der Gosse scheiterte an meiner Eitelkeit.« - Alex Gräbeldinger »Solange ich Alexander Gräbeldinger als Chronisten des alltäglichen Wahnsinns auf meiner Seite weiß, fürchte ich mich nicht.« - Jörkk Mechenbier »Er schreibt nach wie vor über das, was andere lieber verdrängen würden.« - Alex Pascow »Ob Alex Gräbeldinger schreiben kann? Keine Ahnung, ich habe schon seit Jahren kein Buch mehr in die Hand genommen.« - Jan Off"

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(Aktualisiert: 30 März 2012)

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Geeignet zur Midlife-Crisis-Verarbeitung

Alex Gräbeldinger, „Punk, Opfer, Philosoph, Wahnsinniger, Vollidiot“, legt nach „Ein bekotztes Feinrippunterhemd ist der Dresscode zu meinem Lebensgefühl“ und "Sex, Drugs & Rock'n'Roll als Rechenbeispiel" eine weitere Kurzgeschichtensammlung wie sie sein Leben schrieb vor. Es handelt sich auch hier um eine Zusammenfassung von Kolumnen, die der Autor für das OX-Fanzine im Laufe von mehreren Jahren schrieb.

Ich hatte es bereits an anderen Stellen schon erwähnt: Ich lese selten Kurzgeschichten und gehöre deshalb eher zu den etwas undankbaren Leserinnen. Doch mein Interesse für dieses Buch weckten auf Anhieb zwei Dinge:

1. Die ansprechende Covergestaltung mit einem rauchenden Teddybären, der in eine Weltkugel eine Ladung Dynamit gestopft hat und offensichtlich kurz davor ist, unseren Planeten in die Luft zu sprengen.

2. Ein Zitat auf der Rückseite des Buches: "Der Grund, warum es bei mir mit dem Straßenleben nie so ganz funktionierte, lag darin, dass ich Kontaktlinsenträger bin. Ich hatte hygienische Bedenken bezüglich deren Handhabung, nächtlicher Aufbewahrung und Pflege. Zusammenfassend kann man festhalten: Mein Traum vom Leben in der Gosse scheiterte an meiner Eitelkeit." - Alex Gräbeldinger.

Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, vermutlich gehöre ich aber einfach nicht zur Zielgruppe, denn die Geschichten konnten mich leider nicht überzeugen. Zu viel Punk, zu wenig Sinn hinter den Erzählungen, zu viel schnoddrige Sprache:

"Der Verdacht, dass ich nicht bloß Drogenkonsument, sondern auch -dealer sei, musste dagegen wohl in meiner zweifelhaften Gesamtausstrahlung begründet liegen. Am heutigen Abend scheint mich das Muckibuden-Proleten-Security-Personal allerdings nicht mehr wieder zu erkennen. Aufgesetzt seriös erkläre ich den finster blickenden Jungs am Eingang, dass ich einzig und allein ein paar wenige Promille intus habe und von meiner Seite aus keinerlei Ausfallerscheinungen zu erwarten seien."

Also eigentlich schon das, was man von einem Ex-Punk und dessen Buch erwartet? Mag sein, aber ich interessierte mich einfach nicht genug für die Lebensanekdoten über Rauschgiftkonsum, Schlafentzug, Heavy-Metal-Festivals oder Hochzeitsvorbereitungen, als dass mich die Geschichten fesseln konnten. Fairerweise muss man aber sagen, dass er damit sehr sicher den Nerv der eigentlichen Zielgruppe treffen wird. Im Verlauf des Geschichten verlagert sich der Schwerpunkt immer mehr auf Alex Gräbeldingers jetzige Frau Jenny und das Gesamtton wird ... hm ... spießiger? Was das folgende Beispiel auch nochmals untermalt:

"Es mag konstruiert erscheinen, doch ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass ich während des ersten Versuchs, diesen Text zu schreiben, so besoffen war, dsas ich auf den Teppich in meinem Büro gekotzt habe.

Stolz bin ich darauf gewiss nicht. Ich erwähne es bloß, um weiterhin hip zu wirken und meine fortwährende Entwicklung zur Spießigkeit innerhalb der folgenden Zeilen entschärfen zu können."


Wie geschrieben: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe, was sich leider wieder einmal bestätigt hat. Nicht so sehr der Kurzgeschichten wegen, sondern eher der mir viel zu flappsigen Sprache wegen. Und auch das "Thema" selbst konnte mich nicht für sich gewinnen. Nett zu lesen für Zwischendurch und mit viel Freude sicherlich für Punks und Altpunks. "Bald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!" eignet sich vermutlich auch sehr gut für Männer, die gerade versuchen, mit ihrer Midlife-Crisis zurechtzukommen und deshalb mit 40 sich selbst das Gitarrespielen beibringen - bevor ihr eure Frauen und Freundinnen verlasst: Lest lieber dieses Buch!

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