Barbara Dribbusch: Schattwald

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Barbara Dribbusch: Schattwald
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492307895

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Die Traurigen müssen ins Eis."

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Als Anne Südhausen nach Innsbruck reist, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte zu regeln, macht sie eine Entdeckung: Tagebücher aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Charlottes Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen – einem Ort, an dem schreckliche Dinge geschahen, die das Leben der Großmutter für immer veränderten. Auch in der Gegenwart passiert Unerwartetes: Ein außergewöhnlicher Mann tritt in Annes Leben, einige Personen entwickeln plötzlich großes Interesse an den Tagebüchern und Anne gerät immer mehr in Gefahr...

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Die Vergangenheit und ihr Einfluss auf die Gegenwart

Anne Südhausen bekommt die Nachricht, dass ihre Großmutter Charlotte im Alter von 92 Jahren in Innsbruck verstorben ist. Die Hamburger Journalistin macht sich nach Österreich auf - auch wenn sie Charlotte in den letzten Jahren nicht mehr gesehen hat. In der Wohnung der Verstorbenen angekommen, möchte Anne als einzig Hinterbliebene die Beerdigung organisieren und den Nachlass regeln, als ihr eine Reihe schwarzer Kladden in die Hände fällt. Es handelt sich um Tagebuchaufzeichnungen der zwanzigjährigen Charlotte aus dem Jahr 1943, die von einem Aufenthalt in einem Sanatorium erzählen.

Anne vertieft sich in die eng mit Bleistift verfassten Zeilen und merkt schon bald, dass sich damals Dinge ereigneten, die ihre Großmama für immer verändert haben. Aber auch in ihrem Leben kommt es zu Veränderungen: während sie in Hamburg erst ganz frisch von ihrem langjährigen Partner verlassen wurde, tritt nun ein interessanter Mann in ihr Leben - und Anne ist nicht nur auf der Suche nach einem Gesprächspartner, sondern auch nach Aufmerksamkeit und Bestätigung.
Doch dabei übersieht sie anfangs, dass aus verschiedenen Richtungen Interesse an den Aufzeichnungen ihrer Großmutter entsteht und sie selbst immer mehr in die Bredouille gerät...

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt: Annes, die die Tagebücher ihrer Großmutter liest, die Beerdigung Charlottes organisiert und gleichzeitig auch ein wenig Freiraum für sich sucht, und die von Charlotte, deren Erlebnisse wir nicht in der Tagebuch-Fassung lesen, sondern ebenso wie Annes erleben. Da mein Interesse schon seit langem dem Dritten Reich gilt, war für mich der Strang um Charlotte der interessantere, der mich deutlich mehr gepackt hatte. Aber Annes Erkenntnisse sind für den Verlauf und die Spannung ebenso wichtig, weshalb ich ihre Sicht der Dinge nicht wirklich weniger gerne gelesen habe.

Der Autorin Barbara Dribbusch ist mit Charlotte ein sehr guter Charakter gelungen, denn die junge Frau, die nach dem Tod ihres Zwillingsbruders in Stalingrad nach Schattwald kommt, ist in meinen Augen sehr stark, sympathisch und mutig - und dabei stets glaubhaft. Ihre Erlebnisse im Sanatorium Schattwald zeigen die menschenverachtende Haltung der Nazis ebenso wie die Menschlichkeit, die andere in dieser dunklen Zeit aufgebracht haben - trotz extremer Bedrohung und Lebensgefahr.

Im Gegensatz zu den alltäglichen Problemen Charlottes im Jahr 1942 wirken Annes geradezu banal. Nicht nur einmal wollte ich sie antippen und sie zu mehr Selbstachtung ermahnen und vor allem an ihr Bauchgefühl appellieren. So aber manövriert sie sich unweigerlich in eine gefährlich werdende Situation...

In meinen Augen hat die Autorin hier einen tollen Roman vorgelegt, der sich einem viel zu selten beachteten Thema widmet und vor dem Hintergrund dessen eine spannende Geschichte erzählt, die bis in die heutige Zeit Einfluss nimmt. Dabei wählt Barbara Dribbusch einen flüssig zu lesenden Stil und authentisch wirkende Figuren - vor allem mit Charlotte und den Personen in ihrer Umgebung.

4,5 von 5 Sternen

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