Brigitte Guggisberg: Willkommen in der Provence

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Brigitte Guggisberg: Willkommen in der Provence
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453359512

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Montagmorgen um acht, und Victor trödelt herum.

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Handlungsort

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Vivianne fällt aus allen Wolken, als ihr Mann Victor nach fünfundzwanzig Ehejahren einfach verschwindet und sie in ihrem Haus in Aix-en-Provence auf einem Berg Schulden sitzen lässt. Aus der Not macht sie eine Tugend, aus dem verwaisten Schlafzimmer eine Gästeunterkunft. Doch gerade als Chez Madame Vivianne zum heißen Tipp für Touristen wird und Vivianne dem gut aussehenden Félix begegnet, taucht Victor wieder auf …

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Eine absolute Wohlfühlgeschichte

Inhaltsangabe:
Von heute auf morgen steht Vivianne vor dem Nichts. Ihr Ehemann verschwindet einfach und räumt vorher noch das Bankkonto leer. So ist sie gezwungen, die leerstehenden Räume in eine Gästeunterkunft zu verwandeln.
Bald spricht es sich unter den Touristen herum und Vivianne hat viel Erfolg mit ihrem "Chez Madama Vivianne". Als sie auch noch Félix kennenlernt und die Sache ernster wird, glaubt sie, dass es nun wieder aufwärts geht. Doch dann steht Victor wieder vor der Tür.

Meine Meinung:
Schade, dass diese tolle Geschichte schon zu Ende ist. Ich habe mich so wohl gefühlt und hätte ewig weiterlesen können.
Vivianne mochte ich total gerne, sie erzählt aus der Ich-Perspektive und obwohl sie am Anfang als die Frau vom Bankdirektor ganz schön verwöhnt war und das Geld ausgeben konnte, sowie es hereingeflossen ist, hat sie all meinen Respekt.
Denn als ihr Mann weg war, hat sie sich der neuen schwierigen Situation gestellt und sich nicht vor der Herausforderung gescheut.
Mit an der Seite waren ihre Freundinnen. Sie halten stets zusammen und im Verlauf der Geschichte beichteten auch die anderen ihre Probleme und man konnte sehen, dass nichts so ist, wie es nach außen den Anschein hat.
Vivianne hat einen tollen Humor, ich konnte oftmals herzhaft lachen, vor allem, als sie ihre Pensionsgäste beschrieb, habe aber auch ihre Zweifel nachvollziehen können, als einerseits Félix in ihr Leben geschneit ist und dann unerwartet auch Victor wieder vor der Tür stand.

Eine rundum gelungene Geschichte, das Ende fand ich ebenfalls sehr schön und stimmig. So kann man sich selber ausdenken, wie man den weiteren Verlauf gerne hätte.
Auch das wunderschöne Cover verdient ein großes Kompliment, man kann den Lavendel richtig riechen und ich würde jetzt liebend gerne in der roten Ente sitzen.

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Bienvenue chez Madame Vivianne

Vivianne steht vor dem Nichts. Ihr Mann hat sich nicht nur einfach so, ohne Vorwarnung, aus dem Staub gemacht, er hat vorher auch noch das gemeinsame Konto leer geräumt.
Nun steht sie da, ratlos, wie es nun mit ihr weiter gehen soll.
Um nicht das Haus zu verlieren, beschließt sie, die leeren Zimmer an Touristen zu vermieten.
Aber das ist noch nicht alles womit sich Vivianne herum schlagen muss.
Und im ungünstigsten Moment steht Victor wieder vor ihrer Tür.

Was für ein schönes Buch! Da weiß ich ja gar nicht wo ich zuerst anfangen soll.
Vielleicht erstmal bei Vivianne, die wir im Roman in der Ich-Form begleiten dürfen. Dem Leser wird es anfangs schwer gemacht, sie direkt zu mögen. Immerhin ist sie die Frau des Bankdirektors und als solche wirkt sie ein wenig versnobt. Den Tag verbringt sie damit, ihr Haus noch schöner zu machen oder ihr Geld in die örtlichen Boutiquen zu tragen. Sie ist es gewohnt, immer den besten Tisch in ihrem Lieblingsrestaurant zu bekommen, auch wenn sie nicht reserviert hat. Aber das alles ändert sich schnell, denn auf einmal ist kein Geld mehr da, und Vivianne muss ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Ich finde, Vivianne ist mal eine tolle Figur. Sie reagiert schnell über, muss öfter als ihr lieb ist, über ihren Schatten springen. Sie macht schon mal aus einer Mücke einen Elefanten. Aber selbst in ihren größten Krisen behält sie doch immer ihren wunderbaren Sinn für Humor.
Dann gibt es noch Viviannes Freundinnen die sich gegenseitig, und mit einer stets bereiten Flasche Proscecco, in allen Lebenslagen unterstützen. Das was mir so an den Freundinnen gefiel, war das auch bei ihnen nicht immer alles eitel Sonnenschein ist. Und das auch ihre Geschichten mit in die Haupthandlung eingeflochten wurden. Somit steht nicht immer nur Vivianne im Mittelpunkt.
Vivianne muss also Zimmer an Touristen vermieten. Besonders über die ersten Gäste, erst die Pariser, danach die Amerikaner, habe ich mich köstlich amüsiert. Auch wenn gerade der Teil ein wenig klischeehaft rüber kam: Pariser sind arrogant, Amerikaner besonders laut, fand ich es doch jammerschade das danach kaum noch auf die Macken der Gäste eingegangen wurde. Schade, ich fand das waren erfrischend lustige kleine Nebenhandlungen. Davon hätte ich gerne mehr gehabt.
Die kleine Liebesgeschichte die es noch gibt, rückt zum Glück nicht zu sehr in den Vordergrund. Im Gegenteil, sie fügt sich wunderbar ein ohne den Rest zu erdrücken.
Der Stil der Autorin ist super. Man merkt geradezu welche Freude ihr Madame Vivianne bereitet hat. Und ständig haut die Autorin schlaue Phrasen raus, keine Ahnung woher sie die nahm, die aber immer passend gewählt waren. Der tolle Humor, die Feinheit der Figuren, die Schönheit der Provence... nichts wirkte zu überladen, es war immer glaubwürdig, immer genau richtig.
Das Ende empfand ich ein wenig zu abrupt. Ich kann mir aber gut vorstellen dass es da noch eine Fortsetzung geben könnte was ich sehr begrüßen würde. Dann hoffe ich aber mit mehr verrückten Gästen.

Ich weiß nicht ob die Autorin die Rezis ihrer Leser liest. Wenn sie es doch tut und irgendwann mal über meine stolpern sollte, muss ich ihr noch sagen dass die Antwerpenerin Rieke aus dem Buch mit ihrer Aussage über belgische Schokolade natürlich vollkommen Recht hat

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Probleme auf Französisch

Vivianne lebt mit ihrem Ehemann Victor, einem Bankdirektor, in einem großen Haus in Aix-en-Provence. Die beiden sind seit 25 Jahren verheiratet. Alles ist wie immer, als sie Victor morgens verabschiedet. Doch Victor kommt nicht mehr nach Hause. Nachdem sie ihn telefonisch nicht erreichen kann, weil er sein Handy abgestellt hat, meldet Vivianne ihn im Büro als schwerkrank ab und wird bei einem Mittagessen mit Victors Kollegen Emile darüber informiert, dass ihr Mann sie mit einem Berg an Schulden sitzengelassen hat: er hat sämtliche Konten leergeräumt und auch noch eine Traumwohnung in Paris gekauft. Was soll Vivianne jetzt machen ohne Geld und mit jeder Menge Schulden? Nach dem Schock erst mal ein Hèrmes-Täschchen kaufen und dann auf Freundin Aline hören, die sie sofort bei Airbnb anmeldet und Zimmer in ihrem Wohnhaus für Touristen öffnet. Ab jetzt hat Vivianne Begegnungen mit Gästen unterschiedlichster Couleur und lernt währenddessen auch noch den netten Arzt Felix kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Vivianne hat sich schon fast mit ihrer Situation als „Neu-Single“ angefreundet, da platzt auf einmal Victor wieder in ihr Leben…
Brigitte Guggisberg hat mit ihrem Buch „Willkommen in der Provence“ ihren Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist locker und flüssig, ab und an blitzt ein wenig Humor hervor. Die Handlung wird aus der Perspektive von Vivianne in der Ich-Form erzählt. Die Beschreibungen der Umgebung von Aix-en-Provence sind bildhaft und lassen vor dem inneren Auge diese wunderschöne Landschaft mit ihrer Vielfalt an Gerüchen, Farben und Eindrücken, die das Gefühl von Urlaubsstimmung hochkommen lassen. Der Spannungsbogen, der kurz nach Beginn gelegt wird, steigert sich im weiteren Verlauf nicht sehr und lassen die Handlung so vor sich her plätschern bis zum offenen Ende.
Die Charaktere sind unterschiedlich ausgestaltet und innerhalb der Handlung platziert worden. Vivianne ist nicht gerade eine sympathische Protagonistin, ihre Oberflächlichkeit ist oftmals regelrecht unerträglich. Sie schaut arrogant auf andere herab und dafür gibt es eigentlich keinen Grund. Sie wirkt wie die gelangweilte reiche Ehefrau, die nicht weiß, was sie mit sich anfangen soll. Auch ihre Freundinnen behandelt sie nicht immer nett, wobei die Frage ist, wie man in diesen Kreisen Freundschaft definiert. Da wird gelogen und versteckt, damit die anderen nicht erfahren, was einem gerade widerfahren ist. Victor ist auch nicht gerade eine Leuchte, er ist auf Selbstfindungstrip und denkt erst einmal nur an sich selbst, was ihn auch nicht gerade sympathisch macht. Dafür sind die Freundinnen Aline, Dodo, Eloise und Marcelle menschlicher als Vivianne wirkt. Die eine schreibt einen Sexroman, die andere leistet sich das eine oder andere Fettnäpfchen, eine will ihren Traum verwirklichen und die letzte ist Karrierefrau mit guten Ideen. Aber bei ihnen allen stimmt die Bezeichnung „Freundin“. Emile ist ein schmieriger Kerl, der sich einen Vorteil verschaffen will, wie auch immer. Und Felix ist ein netter Mann, der aber leider einfach zu blass bleibt, um wirklich Herzklopfen zu verursachen.
„Willkommen in der Provence“ ist ein Roman über neue Chancen, alte Freundschaften, verdrängte Träume und Veränderungen. An sich alles Themen, die einen wirklich gut unterhalten können. Leider ist die Umsetzung hier nicht ganz gelungen und landet nur im Mittelfeld, vor allem aufgrund der unsympathischen Hauptprotagonistin, die nicht mitreißen konnte.

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