Camille Perri: Die Assistentinnen

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Camille Perri: Die Assistentinnen
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Assistants
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783863960957

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Sie haben sicher schon mal von meinem ehemaligen Chef gehört.

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Handlungsort

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Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird ...

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Erfrischend frech

Tina Fontana ist 30 Jahre alt und nach einem erfolgreichen Studium, dass einiges an Schulden bei ihr angehäuft hat, seit mehreren Jahren die Assistentin von Robert Barlow, einem millionenschweren und sehr einflussreichen New Yorker Medienmogul.
Die Frage nach der eigenen Selbstverwirklichung steht über der teilweise erniedrigenden Arbeit im Vorzimmer eines CEOs - gehören doch solche Dinge wie Tischreservierungen, das Schneiden von Zitronen und die Spesenabrechnungen des Chefs dazu. Alles in allem hat das nur noch wenig mit dem ursprünglichem Sinn des eigenen Studiums zu tun, genauso wie die 40.000 $ Jahresgehalt...

Doch dann ergibt sich durch einen Zufall die Gelegenheit, all die Geldsorgen los zu werden: ein Spesenabrechnung birgt urplötzlich die Möglichkeit, alle Schulden zu tilgen und so eine sehr große Sorge los zu sein. Eine Summe, die für Robert Barlow unbedeutend ist, der Typ, der sich für ein paar Tausend Dollar eine neue Golfausrüstung kauft, weil er seine eigene im Hotel vergessen hat.

Doch was wie eine Versehen wirken könnte, zieht bald Kreise und löst eine Reihe von weiteren Aktionen aus... Kann das wirklich gut gehen?

Die Autorin hat mit "Die Assistentinnen" ein Thema aufgegriffen, dass vor allem in den USA immer bedeutender wird: die Verschuldung junger Menschen, die an teuren Universitäten für eine großartige Zukunft büffeln, nur um nach einem - selbst erfolgreichen - Abschluss festzustellen, dass es gar nicht genügend adäquate Jobs für sie gibt. Und so fristen zum Beispiel nicht wenige sehr gut ausgebildete junge Frauen ihr Dasein als Assistentin irgendeines wichtigen Mannes. So geht es auch der Hauptfigur Tina, die nicht nur an den Schulden ihres Studiums zu knapsen hat, sondern auch an den immensen Lebenshaltungskosten in New York City. Kein Wunder, dass sie da die Gelegenheit, die sich ihr unerwartet bietet, ergreift...

Camille Perri hat ihre Hauptfigur authentisch ausgestattet: bissig analysiert die ihre eigene Situation, frech ihre Umgebung. Und dennoch ist sie ein liebenswerter Charakter mit reichlich realistischen Sorgen.
Auch wenn die grobe Handlungsentwicklung keine riesige Überraschung ist, ist es der Autorin gelungen, durch einige kleine Kniffe die Spannung und mit einem flottem Stil den Roman super lesbar zu halten. Am überzeugendsten war in meinen Augen aber der Sprachwitz Perris. Selten habe ich bei einem Roman so viel gegrinst und gelacht - und das, obwohl es im Kern um ein wichtiges Thema ging.

Keine intellektuelle Lektüre, aber ein vor Witz sprühende Geschichte, die auf ein nicht unwichtiges gesellschaftliches Thema aufmerksam macht und prima zu unterhalten weiß.

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(Aktualisiert: 16 November 2016)
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Assistentinnen begehren auf

INHALT
Nach sechs Jahren an der Seite ihres mächtigen sowie ausbeuterischen Chefs Robert Barlow will seine Assistentin Tina (30) nun endlich auch einen Teil vom großen Kuchen ab haben. Mehr Lohn und eine bessere Stelle wären nicht schlecht.

Doch Barlow denkt gar nicht daran und parkt die Millionen, die er mit seinem Medienimperium Titan (Fernsehsender, Zeitungen, Buchverlage etc.) einnimmt, lieber auf den Cayman Inseln bzw. in der Schweiz. Und wie soll Tina da jemals ihren Studienkredit zurückzahlen?

Ein Firmenscheck stellt die Lösung dar. Zum ersten Mal hintergeht Tina ihren Chef und begeht Spesenbetrug; was allerdings nicht unentdeckt bleibt. Mit der Zeit melden sich bei Tina mehr und mehr Frauen, die bei Titan beschäftigt sind und auch ihre Studiengebühren zurückzahlen wollen. Daraus entsteht heimlich, still und leise eine Non-Profit-Projekt und man fragt sich, wann wird Barlow davon Wind bekommen?

MEINUNG
Camille Perris Geschichte ist wunderbar unterhaltsam und hat etwas von Robin Hood. Wobei der Held in diesem Fall weiblich ist und Tina heißt.

Tinas einmalige Betrugssache läuft mit der Zeit mehr und mehr aus dem Ruder. Ausschließlich Frauen wollen nicht länger im Schatten ihrer männlichen Chefs stehen und selbst Karriere machen. Die lautere Tina bietet ihnen ungewollt eine Plattform und gerät dabei immer stärker in einen Gewissenskonflikt. Selbst ihrer neuen Bekanntschaft, ihren Kollegen Kevin, kann sie sich nicht anvertrauen. Gut, dass es da noch neue Freundinnen gibt, die einen verstehen bzw. sogar noch antreiben.

Tina als Hauptperson des Romans fand ich sehr authentisch und sympathisch. Ihre neue Gerechtigkeitskampagne ist ihr selbst nicht geheuer. Auch die Nebenfiguren, allen voran Freundin Emily, Chef Robert Barlow und Freund Kevin konnten in ihren Rollen überzeugen. Besonders die Szenen zwischen Chef und Assistentin sind hierbei eine Lektüre wert gewesen. Denn so, wie Perri die Zustände in amerikanischen Großunternehmen schildert, kann man diese vor Ort sicherlich eins zu eins vorfinden. Diese Mauscheleien unter den Obersten und das Auspressen der Untergebenen sind keine Erfindung.

Der flotte und z. T. recht freche Erzählton passte perfekt zur anarchischen Story. Ich-Erzählerin Tina nahm kein Blatt vor den Mund und blieb bis zum Ende glaubwürdig.

Das minimalistische Cover ist ein Eyecatcher und lenkt den Blick des Lesers durch farbliche Unterscheidung der abgebildeten Assistentinnen sofort auf die Kernaussage des Romans: Frauen traut euch und schwimmt gegen den Strom :-)

FAZIT
Ein kurzweiliger Frauenroman nah an der Realität mit Witz und Verstand. Absolute Leseempfehlung.

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Wenn man einen kleinen Stein ins Wasser wirft,...

...zieht er weite Kreise. Das erlebt Tina mit ihren Kolleginnen. Anfangs veruntreut sie eine verhältnismäßig geringe Summe, binnen kurzer Zeit ist sie mitten im "Geschäft" und kann nicht mehr zurück. Ihr Leben wird total umgekrempelt, ob sie will oder nicht.
Klappentext:
Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird ...

Meine Meinung:
Camille Perri erzählt äußerst kurzweilig und unterhaltsam die Geschichte der braven Tina, die in eine Geschichte hineingerät, die sie nicht mehr steuern kann. Die biedere, kleine Assistentin entwickelt sich zu einer selbstbewussten, starken Frau, die weiß, was sie will.
Tina erzählt herrlich flott, lustig und teilweise frech selber ihre Geschichte. Vom ersten Moment an ist sie authentisch und sympathisch. Man ist sofort mittendrin im Geschehen. Teilweise ist die Handlung etwas überzogen, das stört aber in keiner Weise.
Auch die anderen Charaktere sind überzeugend und liebenswert beschrieben. Der über alles herrschende Robert Barlow, der trotz aller Macht auch liebenswürdig sein kann und Gefühle zeigt. Und die "Komplizinnen" von Tina - Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, wachsen durch ihre Geschichte zusammen und werden zu Freundinnen.
Tina kann ihrem neuen Freund Kevin natürlich nicht erzählen, was genau sie macht und es ist herrlich zu lesen, was sie ihm alles auftischt, um nur der Wahrheit nicht zu nahe zu kommen.
Am Ende wird aber alles gut!

FAZIT
Ein Frauenroman über einen weiblichen Robin Hood in der heutigen Zeit. Unterhaltsam, mit Witz, Verstand und Gefühl. Absolute Leseempfehlung.

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Was kostet die Welt?

Tina Fontana ist die persönliche Assistentin des einflussreichen Medienmogul Robert Barlow. Bisher hat sie immer alles richtig gemacht: Sie arbeitet gewissenhaft, ist eine ehrliche Haut, sie erahnt die Wünsche ihres Chefs bevor der selber weiß was er will.
Privat muss sie jeden Cent dreimal umdrehen. Was soll sie zuerst bezahlen? Die Miete oder die Stromrechnung? Und dann ist da noch ihr Studienkredit der ihr regelrecht den Hals zuschnürt.
Als dann der Spesenabteilung ihrer Firma ein Fehler unterläuft und ihr fälschlicherweise einen Scheck von über 20.000 Dollar zustellt, steht Tina vor einem Dilemma. Soll sie das Geld nehmen oder nicht? Mit einem Schlag wäre sie schuldenfrei.
Und ehe Tina weiß wie ihr geschieht steckt sie mittendrin im Strudel aus Betrug und Täuschung.

Die Autorin hat sich nicht lange aufgehalten mit langen Einführungen oder unnötigen Floskeln. Der Leser wird gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen. Die Handlung wird von Tina in der Ich-Form erzählt.
Tina ist toll. Sie ist zwar sehr unscheinbar, fast schon die graue Maus der Firma, aber sie hat einen tollen selbstironischen Humor der das Buch zum Vergnügen werden lässt. Überhaupt musste ich ständig über Tinas Äußerungen lachen, obwohl es doch um ein relativ ernstes Thema geht.
Mit ihrem handeln tritt sie eine Sache los in der immer mehr Menschen hineingezogen werden und obwohl Tina etwas verbotenes tut, muss man sie einfach gern haben. Ich als Leserin konnte ihr Handeln voll und ganz nachvollziehen. Denn wie läuft es ab in der Arbeitswelt (und nicht nur in den U.S.A): Da hat man endlich seinen hart erarbeiteten Abschluss in der Tasche, steht aber dadurch gleichzeitig vor einen Berg voll Schulden. Dann nimmt man die Arbeit die man kriegen kann obwohl man völlig überqualifiziert ist, und unterbezahlt ist die Stelle obendrein. Und obwohl man sich für den Chef quasi den Allerwertesten aufreißt wird man ja doch nie befördert, und eine Gehaltserhöhung kriegt man leider auch nie. Da versteht man Tina einfach die ihr Leben etwas besser machen will. Dass das ganze dann aus dem Ruder läuft und das ganz gehörig, war nicht geplant.
Der Stil der Autorin an sich ist flott und locker. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil es mich so mitreißen konnte. Ein sehr gelungener Debütroman wie ich finde und die Autorin werde ich jedenfalls im Auge behalten. Ich hoffe sie schreibt noch mehr solche Bücher.
Ein tolles Buch über Recht und Unrecht, witzig wie ernst gleichermaßen. Klare Leseempfehlung!

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