Caroline Wallace: Das Fundbüro der Wünsche

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Caroline Wallace: Das Fundbüro der Wünsche
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Finding of Martha Lost
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783499271199

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in

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Martha hat ihr ganzes Leben im Bahnhof von Liverpool verbracht. Als Baby kam sie hier an – in einem Koffer. Sechzehn Jahre ist das her, und immer noch wartet Martha im Fundbüro darauf, dass endlich jemand kommt, um sie abzuholen. Der Bahnhof und all die besonderen Menschen, denen sie hier begegnet, sind Marthas ganze Welt: Cafébetreiberin Elisabeth, George, der immer eine römische Legionärsuniform trägt und der Mann mit dem Koffer, der vielleicht den Beatles gehört hat. Bis eines Tages ein Brief das Fundbüro erreicht: Der Absender behauptet zu wissen, wer Martha wirklich ist. Und so macht Martha sich auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte, einer Geschichte voller Rätsel, aber auch voller Magie und Glück.

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Außergewöhnliches Debüt - bezaubernd, traurig und phantasievoll

Das Buch:
Martha ist eine ungewöhnliche Sechzehnjährige. Sie bewegt sich am liebsten in Pirouetten fort, liebt Bücher und kennt Menschen wie den "römischen Legionär" oder William, den Mann, der in den Tunneln von Liverpool lebt.
Martha besitzt die Gabe, allein durch Berührungen die Geschichte eines verlorenen Gegenstandes sehen zu können, was ihr im Fundbüro ihrer Pflegemutter gute Dienste leistet. Sie wurde als kleines Kind in einem Koffer gefunden und hat seitdem den Bahnhof von Liverpool noch nie verlassen. Fragen über Marthas Herkunft hat ihr die fanatisch religiöse Pflegemutter schon lange mit dem Ledergürtel ausgetrieben.
Plötzlich erhält Martha einen geheimnisvollen Brief eines anonymen Absenders, der behauptet, Kenntnis über ihre Herkunft zu haben. Gleichzeitig wird Liverpool durch die Ankunft eines australischen Schriftstellers in Aufruhr versetzt, der ein Buch über den Lokalhelden Mal Evans schreiben will, den früheren Roadie der Beatles. Beide Ereignisse bringen Martha dazu, ihre eigene Phantasiewelt schrittweise zu verlassen und sich den Abenteuern zu stellen, die das wahre Leben jenseits des Liverpooler Bahnhofs für sie bereithält.

Meine Meinung:
Von der Beschreibung her hatte ich mir "Das Fundbüro der Wünsche" ein bisschen vorgestellt wie den Film "Die fabelhafte Welt der Amelie":
Versponnen, märchenhaft, romantisch und hoffnungsvoll. Das Erstlingswerk von Autorin Caroline Wallace ist alles das, aber noch viel mehr. Wer eine süßliche, leicht verdauliche Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.
"Das Fundbüro der Wünsche" wird gerade durch seine Ecken und Kanten lebendig. Schmerz, Trauer und Verlust spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte (passend zu Marthas Arbeit im Fundbüro) und haben Marthas Leben ebenso geprägt wie das der Menschen, denen sie begegnet. Märchen spielen in Marthas Leben eine wichtige Rolle; tatsächlich erinnert "Das Fundbüro der Wünsche" von den Themen und Charakteren her an die Märchen von Hans Christian Andersen, in denen auch die Traurigkeit immer ihren festen Platz hat:
Ein unschuldiges junges Mädchen wächst bei einer bösen Pflegemutter auf, unwissend in Bezug auf die eigenen Wurzeln. An der Schwelle zum Erwachsenwerden macht sie sich auf die Suche, um das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Eigenartige, aber herzensgute Menschen helfen ihr auf diesem Weg und auch der Prinz auf dem weißen Pferd lässt nicht lange auf sich warten - wird es aber auch der Richtige sein?

Anfangs fiel es mir schwer, mich auf die Geschichte einzulassen, weil es eben keine rosarote Disneywelt ist oder Montmartre an einem Sommerabend. Das Liverpool der 70er Jahre ist dreckig, laut und von Existenznöten geprägt. Auf den ersten Seiten des Buches wusste ich nicht mal, wie alt Martha überhaupt ist - eine Sechzehnjährige, die Pirouetten durch den Bahnhof dreht, den sie ihr ganzes Leben lang noch nie verlassen hat, kam mir zunächst seltsam vor, so als hätte die Autorin ihre Protagonistin bemüht "besonders" gestalten wollen.
Schnell wird aber klar, welche traurige Geschichte hinter Marthas irritierenden Äußerungen und ihrem kindlich wirkendem Verhalten steckt. Nur der Rückzug in ihre eigene Phantasiewelt und die Geschichten, die sie um die Gegenstände im Fundbüro spinnt, helfen ihr, die verbalen und körperlichen Misshandlungen ihrer Pflegemutter zu überstehen.
Hier muss der Autorin ein großes Lob ausgesprochen werden:
Obwohl Marthas Pflegemutter die Rolle der "bösen Stiefmutter" im Märchen perfekt ausfüllt, gelingt es der Autorin gleichzeitig, auch so etwas wie Verständnis für sie aufzubringen. Hinter ihrer fanatischen Religiosität und dem Eifer, mit dem sie Martha mit dem Teufel bedroht und ihr jeden Spaß im Leben verbietet, von Popmusik bis hin zu Ausflügen außerhalb des Bahnhofes, versteckt sich eine ebenso erschreckende und traumatisierende Kindheit.

Den roten Faden der Handlung bilden Marthas Plakate, die sie auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern im Bahnhof aufhängt ("Gehe ich recht in der Annahme, dass meine Mutter nicht meine leibliche Mutter war?") und die Antworten des anonymen Briefeschreibers darauf.
Ein zweiter Handlungsstrang entwickelt sich um einen geheimnisvollen Kofferfund: Der erfolglose australische Schriftsteller Max Cole hat auf einem Flohmarkt einen Koffer entdeckt, der aus dem Nachlass des verstorbenen Beatles-Roadies Mal Evans stammt und unschätzbare Erinnerungsstücke an die legendären Musiker beinhalten könnte. Die Authentizität des Fundes will Cole nun in Liverpool prüfen lassen, außerdem mit einem Buch über Mal Evans reich und berühmt werden und im besten Fall auch noch dessen verschollene Urne ausfindig machen.
Ich hatte gewisse Vermutungen, wie dieser Handlungsstrang mit Marthas Suche nach ihrer Herkunft zusammenhängt, wurde aber positiv überrascht. Die Autorin wählt hier nicht die konventionelle Lösung, die man zunächst vermuten würde.
Am Ende muss der Leser noch einmal richtig um Marthas Wohlergehen zittern, denn je mehr sie sich außerhalb der geschützten Welt um das Fundbüro herum bewegt, desto mehr kommt sie auch mit den Gefahren der Außenwelt in Kontakt, die sechzehn Jahre lang von ihr fern gehalten wurden und denen sie teilweise erfrischend vorurteilsfrei, manchmal aber auch erschreckend naiv begegnet.
Marthas Fundbüro und die Cafébar ihrer Freundin Elisabeth nebenan - von Marthas Pflegemutter nur als "Sündenpfuhl" bezeichnet - bilden einen Ruhepunkt inmitten der hektischen Welt und führen andere "Aussteiger" zu ihnen wie George Harris (Namensähnlichkeit mit dem Beatle beabsichtigt), einen jungen Mann, der das ganze Jahr über eine römische Uniform trägt oder William, der in den Tunneln unterhalb Liverpools lebt und sich hinter seinem schmuddeligen Äußeren vor den anderen Menschen versteckt. Es braucht schon zwei Märchenheldinnen wie Martha und Elisabeth, um durch äußere Erscheinungen hindurch das Gute in den besonderen Menschen zu sehen, die ihnen begegnen.
Besonders gefallen hat mir, dass sich um Martha, Elisabeth, George und William eine ganz eigene Welt spinnt, in der die üblichen Konventionen und Themen der Gesellschaft keinen Einlass finden: Wie verdiene ich möglichst viel Geld, damit ich mir ein tolles Haus, das neuste Auto, einen exotischen Urlaub etc. leisten kann? Wie wirke ich auf andere Leute? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Was werden die Leute dazu sagen?
Das ist beim Lesen unheimlich entspannend - fast wie eine Auszeit in einer Märchenwelt, die ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten hat und sich nicht um das geschäftige und kopflose Treiben der "wirklichen Welt" kümmert. Ich wünschte, es würde viel mehr solcher "Parallelwelten" geben und Autoren, die mutig genug sind, ungewöhnliche neue Pfade zu betreten! Ganz starker Einstand, Caroline Wallace!

Fazit:
"Das Fundbüro der Wünsche" ist ein kleiner Geheimtipp und als Debütroman eine absolute Überraschung! Wer etwas lesen möchte, das er nicht schon hundert Mal in ähnlicher Form irgendwo anders gelesen hat, dem sei "Das Fundbüro der Wünsche" ans Herz gelegt (Beatles-Fans sowieso).
Nicht so verspielt wie "Die fabelhafte Welt der Amelie", sondern ernster und tiefgründiger. Ich musste während des Lesens häufig an den Film "König der Fischer" mit dem leider viel zu früh verstorbenen Robin Williams denken. "Das Fundbüro der Wünsche" ist ähnlich: Phantasievoll, aber auch traurig und mitunter schmerzhaft zu verfolgen. Aber auch das gehört dazu, damit am Ende alles gut werden kann.

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eine wunderschöne, berührende Geschichte

Buchrücken: " Martha hat ihr ganzes Leben im Bahnhof von Liverpool verbracht. Als Baby kam sie hier an - in einem Koffer.
Sechzehn Jahre ist das her, und immer noch wartet Martha im Fundbüro darauf, dass endlich jemand kommt, um sie abzuholen.
Der Bahnhof und all die besonderen Menschen, denen sie hier begegnet, sind Marthas ganze Welt: Cafébetreiberin Elisabeth,
George der immer eine römische Legionärsuniform trägt, und der Mann mit dem Koffer, der vielleicht den Beatles gehört hat.
Bis eines Tages ein Brief das Fundbüro erreicht: Der Absender behauptet zu wissen, wer Martha wirklich ist. Und so macht
Martha sich auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte, einer Geschichte voller Rätsel, aber auch voller Magie und Glück."

Achtung Spoiler!!!
Wir lernen Martha Pirouetten drehend kennen, so eröffnet sie jeden Morgen das Fundbüro in der Bahnhofshalle. Martha
hat noch nie den Bahnhof verlassen, ihr ganzes Leben spielt sich in der Bahnhofshalle und in dem Fundbüro ab.
Eines Tages erhält sie ein kleines, braunes Päckchen, welches ein Buch enthielt mit der Widmung:
"MARTHA, DEINE MUTTER LÜGT."
Also geht Martha der Sache auf den Grund und fragt die Mutter, wie sie vor 16 Jahren hierherkam...
"Deine Geschichte begann mit einem Windstoß, Martha Lost, mein liebes Kind. Deine Geschichte begann im Night Ferry,
einem Schlafwagenzug, während der elfstündingen Fahrt von Paris Gare du Nord nach Liverpool Lime Street...
als die Fahrgäste frühstückten, stilvoll und mit allem Komfort fiel aus dem Gepäcknetz ein Koffer herunter...
In diesem alten Koffer, mitten im Gang, saß lächelnd und glucksend ein kleines Mädchen.
Ich hab dich hergebracht, in dieses Fundbüro, aber niemand wollte dich haben, und da habe ich dich schließlich
selber reklamiert."
Es kommt zu einem Streit, denn der besagt Zug ist laut dem Buch noch nie nach Liverpool gefahren! Die Mutter lügt!
Als Martha ihre Mutter kurz danach tot in der Wohnung auffindet, gerät Marthas kleine Welt aus den Bahnen. Doch nicht
wegen dem Verlust der Mutter. Martha hat keine eigene Identität, die braucht sie jedoch, wenn sie weiter im Bahnhof leben
und arbeiten will. Also macht sie sich auf die Suche, nach ihrem eigenen Ich...

Mit vielen Auf und Ab`s findet Martha schließlich das was sie ihr ganzes Leben lang gesucht hat und doch immer zum Greifen
nah war. Das Ende hat mich sehr berührt.
Alles in allem ein sehr gutes Buch, zeitweise hat mich Marthas Naivität und Unbeholfenheit etwas gestört, aber wenn man
bedenkt, wie sie bisher ihr Leben verbracht hat und dass sie ausser dem Fundbüro und dem Bahnhof nichts zu Gesicht bekommen
hat, ist das ja auch nicht verwunderlich.
Kann das Buch sehr empfehlen.

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Ein Fundbüro der etwas anderen Art...

Seit 16 Jahren lebt und arbeitet Martha im Fundbüro des Bahnhofs von Liverpool. Sie hat ihr ganzes Leben dort verbracht, seit sie als Findelkind – in einem Koffer – dort abgegeben wurde. Sechzehn Jahre lang hat Martha diese Geschichte geglaubt. Bis sie eines Tages einen Brief erhält, der ihre jetzige Welt gehörig ins Wanken bringt. Der anonyme Absender behauptet nämlich zu wissen, wer Martha wirklich ist. Zusammen mit Elisabeth, der netten Café-Besitzerin von nebenan, George, dem römischen Legionär und William, dem verschrobenen Streuner, macht sie sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität; eine Geschichte die einige Überraschungen mit sich bringt.


Es hätte so schön werden können! Das Buch klang ein wenig nach „Die fabelhafte Welt der Amelié“. Es klang nach einzigartigen Charakteren, Verwicklungen, aber auch viel Gefühl; eben eine schöne und zuckersüße Geschichte für zwischendurch. Was habe ich bekommen? Einzigartige Charaktere? Das Wort seltsam trifft es wohl eher... Verwicklungen? Ja, die gab es durchaus. Wenn auch nicht äußerst überraschende. Viel Gefühl? Jein. Ich bin ganz ehrlich: Es war nicht so wie ich mir das vorgestellt habe; nicht so leicht und tralalala wie ich – ehrlich gesagt – gehofft hatte. Ernstere Themen, Identitätsfindung, Misshandlungen. Und das bei diesem märchen- und mädchenhaften Cover...


Fangen wir doch mal mit den Charakteren an, denn die sind – wie soll ich es am besten sagen – nicht gerade die absoluten Sympathie-Träger, finde ich. Da ist einmal Martha. Die süße, kleine, liebe Martha. Diese drei Worte beschreiben sie eigentlich schon zu hundert Prozent. Denn mehr war da nicht. Sie ist die überall beliebte, absolut nette und zuvorkommende, immer nur Gerechtigkeit im Sinn habende, in Kleidchen Pirouetten drehende Martha, die absolut NICHTS über die Welt außerhalb des Bahnhofs kennt. Denn sie hat, durch die kranke Indoktrinierung ihrer Mutter, die wahnwitzige Vorstellung, dass der Bahnhof, sobald sie sich nur einen Schritt davon wegbewegt, zusammenbrechen und alle Menschen unter sich begraben würde. Wahnvorstellungen? Martha doch nicht! (Ich meine, sie denkt auch, dass der Teufel zusammen mit den Ratten im Keller wohnt, aber das nur mal so am Rande...) Ja, jetzt werden die ersten bestimmt rufen: „Aber das denkt sie doch nur, weil ihre Mutter ihr das so eingeflößt hat!“ Also, erstens: Wie krank ist die Mutter? Zweitens: Im Ernst, wie krank ist die Mutter? Die gehört in die Klapse! Und drittens: Wieso glaubt Martha das alles? Sein wir doch mal ehrlich: Ich hab meinen Eltern als ich kleiner war auch nicht alles geglaubt was sie mir erzählt haben. Und auch wenn Martha nicht allzu viel Kontakt mit anderen Personen hat, haben ihr doch noch eine Menge sagen können, dass ihre Mutter gehörig einen an der Waffel hat, und sie ja nichts von dem glauben soll, was die ihr so erzählt. Und was macht Martha? Lässt sich weiterhin die Ohren mit so einem Müll vollsülzen, lässt sich demütigen, mies behandeln, und erträgt das alles nur mit einem Lächeln und einem müden Schulterzucken, von wegen „Ich kenne es ja nicht anders von ihr?“. Warum wehrt sie sich nicht? Als ob sie sich nicht gegen eine alte klapprige Frau behaupten könnte? WO sind die starken Frauen nur hin? Mir ist schon klar, dass das Buch in einer anderen Zeit spielt - 1970 – klar, damals war es anders als heute. Aber wieso konnte sich Martha nicht mal eine Scheibe von Elisabeth abschneiden, die mit ihrer toughen und unabhängigen Art, selbstständig und ziemlich erfolgreich ein Café leitet? Sie hat sich nichts sagen lassen; sie ließ sich nicht so einfach unterdrücken! Vielleicht reagiere ich auch über, aber ich kann so eine verweichlichtes Verhalten echt nicht ab! Sowas macht mich einfach immer wütend!! Genauso wie Marthas permanent dümmliche (man kann es einfach nicht anders ausdrücken!) und naive Art, was Max anging. Max, bei dem man schon 10 Kilometer gegen den Wind riecht, dass bei dem was faul ist. Und ALLE haben ihr gesagt, dass sie sich vor ihm in Acht nehmen soll. ALLE!!! AAAARGH... Wie mich so etwas nervt! Martha denkt aber natürlich nur an das gute im Menschen, sie hat ja schließlich NIE böse Gedanken und selbst als Max sie (Achtung: Spoiler!) vergewaltigen wollte, hat sie am Ende trotzdem (!!!) Mitleid mit ihm, weil es Max dann ja sooooo mies ging (Spoiler Ende). Ganz Ehrlich: Der Arsch hat es echt nicht anders verdient gehabt :D. Ich fand es auch echt zum Haare raufen, wie Martha immer wieder die Augen vor der Tatsache verschloss, dass George einfach bis über beide Ohren in sie verknallt war! Okay, klar, der Kerl hat auch definitiv nicht alle Schweinchen im Rennen (Warum legt er nie seine Legionärs-Uniform an? Schläft er in dem Ding? :D), aber wer hat das in diesem Buch schon? William ist auch noch so eine Nummer für sich. Ich fand ihn ehrlich gesagt nur total seltsam, vor allem sein verwirrendes Gerede über den Tod seiner Eltern hab ich bis zum Ende nicht ganz verstanden. Ich hab mich auch ein ganz klein wenig vor ihm gegruselt (und vor seiner Erscheinung geekelt) und konnte irgendwie gar nicht verstehen, warum Martha ihn und sein Auftreten am Bahnhof so faszinierend fand... Und was ich mich auch mehrmals gefragt habe: Wie wusste William einfach über ALLES immer so gut und so schnell Bescheid? Das wird mir echt auf ewig ein Rätsel bleiben... Die einzige die bei mir hundertprozentig punkten konnte war Elisabeth – naja und George, weil der so liebevoll schusselig war :D. Ich fand Elisabeths starkes Auftreten auf wiederholte Weise echt beneidenswert. Ich wäre in manchen Situationen auch echt gerne so schlagfertig wie sie :D.


Dadurch, dass mich Martha eigentlich permanent mit ihrer Art genervt hat, konnte die Geschichte an sich mich leider auch nichts so wirklich mitreißen. Die Sache mit dem Koffer und die Suche nach der verschwundenen Urne fand ich ganz nett, war aber für mich nur bedingt spannend und eher nur Nebensache. Interessanter fand ich zu erfahren, wer denn jetzt der anonyme Absender der Briefe ist und wie Marthas Mutter damit zusammenhängt. Die Auflösung dazu fand ich wirklich schön. Ich hatte zwar schon länger eine leise Vermutung im Hinterkopf, die sich dann bewahrheitete, aber im Großen und Ganzen hat mir der Schluss der Geschichte gut gefallen und mich etwas versöhnlicher gestimmt.


Fazit: Anders als erwartet. Nicht so tralalala und eher mit ernsteren Hintergedanken. Martha hat mich mich mit ihrer Art in den Wahnsinn getrieben und auch die anderen Charaktere konnten, außer Elisabeth und George, nicht punkten. Insgesamt ganz nett, aber leider leider nicht mehr.

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