Constanze Wilken: Ein Sommer in Wales

Constanze Wilken: Ein Sommer in Wales

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Constanze Wilken: Ein Sommer in Wales
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442479627

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Etwas außer Atem kam Simon am Ende der unbefestigten Straße an, die an einem Gatter vor dem Herrenhaus endete.

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Die sechzehnjährige Ally Carter verbringt die Sommerferien mit ihren Eltern und ihrem zehnjährigen Bruder Simon im walisischen Küstenort Cardigan Bay. Als sie sich eines Tages heimlich mit dem Studenten David verabredet, anstatt sich um ihren Bruder zu kümmern, macht sich Simon auf, um das geheimnisvolle Morlan House zu erkunden. Doch Simon kehrt nie zurück; am Abend wird seine Leiche in der Bucht gefunden. Zehn Jahre später: Als Ally den Auftrag erhält, einen Reisebericht über Cardigan Bay und Morlan House zu schreiben, muss sie sich ihren Schuldgefühlen und Ängsten stellen. Doch bei ihren Recherchen macht sie eine schreckliche Entdeckung ...

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Ein spannendes Wohlfühlbuch

August 2002 an der walisischen Küste. Simon, ein wissbegieriger, sehr intelligenter Junge trifft sich mit einer unbekannten Person am Morlan House. Dort wurde - so will es eine Legende - einmal der Heilige Gral aufbewahrt und Simon interessiert sich für diese Geschichte. Doch am Ende des Tages ist klar, dass Simon im Meer ertrunken ist. Seine ältere Schwester Ally fühlt sich seitdem schuldig, denn sie hatte an diesem Nachmittag die Verantwortung für ihren Bruder, hat sich aber stattdessen lieber verabredet...
Zehn Jahre später arbeitet Ally in London bei einem Reisemagazin und erhält von ihrem Chef den Auftrag, gemeinsam mit Fotograf Nick nach Cardigan Bay zu fahren und eine Reportage zu schreiben. Ally sträubt sich mit Händen und Füßen - immerhin reißt dieser Ort alte Wunden auf und verstärkt ihr Schuldgefühle noch mehr. Schlussendlich bleibt Ally aber nichts anderes übrig und so macht sie sich mit Nick auf den Weg nach Wales.
Vor Ort ist Ally gefangen in ihren Selbstvorwürfen - alles erinnert sie an Simon und fördert dieses üble Gefühl, dass ihre Eltern sie für dessen Tod verantwortlich gemacht haben und letztlich auch die Ehe daran zerbrach. Und als wäre das nicht schon genug, begegnet Ally in ihrem Hotel auch noch David. Der David, der damals nicht zur Verabredung erschienen ist - an dem Nachmittag, an dem Simon ertrunken ist.
Doch Ally stellt sich nun der Vergangenheit und erfährt ganz allmählich durch ihre Recherchen und Gespräche Dinge, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Was ist damals, im Sommer vor zehn Jahren, eigentlich geschehen? Warum ist Simon, der als extrem guter Schwimmer galt, eigentlich ertrunken? Selbst wenn man die starke Strömung berücksichtigt: hätte der kluge Junge dies nicht wissen können? Und mit wem hat er sich zuvor eigentlich verabredet?
Auch David, der zwischenzeitlich als Architekt arbeitet und Mitbesitzer des Hotels ist, in dem Ally nächtigt, beginnt nun Nachforschungen anzustellen...

Der Autorin Constanze Wilken ist hier ein toller Roman gelungen, der mit wunderschönen Landschaftseindrücken, einer berührenden Vergangenheitsbewältigung, einer knisternden Liebesgeschichte und guten Krimi-Elementen glänzt. Besonders gelungen fand ich die emotionalen Schilderungen, die tief in Ally blicken lassen. Ich fand es einigermaßen schockierend, wie ein Mädchen mit seinen Schuldgefühlen alleine gelassen wurde... Umso besser, dass sie sich zehn Jahre später endlich stellen muss und von unerwarteter Seite Unterstützung bekommt. Dabei kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, denn was tatsächlich mit Simon geschehen ist, erfährt man erst relativ zum Schluss. Zumal mich die Auflösung - trotz gewisser Vorahnungen - durchaus überrascht hat! Die sich anbahnende Liebesgeschichte ist für mich dann noch das i-Tüpfelchen, das aus "Ein Sommer in Wales" für mich ein Wohlfühlbuch gemacht hat.

Fazit: Ein sehr unterhaltsames, spannendes und berührendes Buch, das mich von Wales hat träumen lassen.

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Was geschah am Tag von Simons Tod?

Ein Sommer in Wales von Constanze Wilken
Zum Inhalt:
Als Ally 16 Jahre alt ist und ihr kleiner Bruder Simon zehn, geschieht während eines Familienurlaubs in Wales etwas schreckliches. Simon, von allen liebevoll „kleiner Professor“ genannt, ertrinkt, obwohl er ein guter Schwimmer ist. Die Familie zerbricht und Ally gibt sich die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders. Anstatt auf Simon aufzupassen, traf sich Ally heimlich mit David. Nun, zehn Jahre später, reist Ally aud beruflichen Gründen in genau diesen Ort und muss sich der Vergangenheit stellen.
Meine Meinung:
Gleich mit dem Prolog hat die Autorin es geschafft mich zu fesseln. Ich mag den Schreibstil von Constanze Wilken sehr gerne und habe mich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut. Und meine Erwartungen sind nicht enttäuscht worden. Auch das zweite Buch der Autorin hat sich super gut lesen lassen und enthält für mich genau die richtige Mischung aus Spannung, Familiendrama und ein bisschen Liebe.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig gezeichnet. Es gibt sehr sympathische, aber auch kauzige und unsympathische Figuren in dieser Geschichte. Die Hauptcharaktere, Ally Carter, ist eine der sympathischen Figuren. Mit ihr muss man einfach mitfühlen. Die Rückkehr an den Ort der Tragödie löst in Ally viele verschiedenen Gefühle aus. Sie trifft ihre Jugendliebe David wieder und gemeinsam mit ihm, versucht sie herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist.
Ein toller Roman und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin.

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Was damals wirklich geschah...

Der Klappentext des Buches sprach mich so derbe an, dass ich es wagte mein erstes Buch von Constanze Wilken zu lesen und ich habe es nicht bereut.

In der Geschichte geht es um die 26 jährige Journalistin Ally Carter, die einen neuen Auftrag erhalten hat, den sie auf keinen Fall ausführen kann. Sie soll über Cardigan Bay, einen walisischen Küstenort schreiben, aber hier ist das Schlimmste ihres Lebens passiert: ihr kleiner Bruder starb dort. Seitdem quälen sie Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, doch irgendwann muss man sich wohl der Vergangenheit stellen. Kaum wieder am Ort des Geschehens entdeckt sie bei ihrer Recherche Erstaunliches. Was ist damals eigentlich wirklich passiert?

Die Ereignisse werden uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht, der alles genau im Blick hat. Das ist auch genau das wodurch dieser Roman am meisten besticht, denn ausführliche Beschreibungen der Landschaft und der Protagonisten sorgen dafür, dass man ein klares Bild vor Augen geführt bekommt. Mir hatten es gerade die Landschaftsbeschreibungen angetan, die meine Neugierde für Wales weckten.

Im Fokus steht natürlich Ally, die in meinen Augen eine tragische Figur ist, denn als junges Mädchen ist sie da in eine Sache geraten, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Als Leser konnte man sich intensiv in sie einfühlen und verstehen, warum sie so ist wie sie ist. Vor allem ihren Beweggrund nie wieder Morlan House besuchen zu wollen, war absolut klar. Die anderen Charaktere werden nicht so intensiv gezeichnet wie Ally, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Mir hat gefallen, dass der ein oder andere schon sehr ungewöhnlich war wie zum Beispiel Iorwerth.

Besonders glaubhaft dargestellt ist der Zerfall von Allys Familie aufgrund von Simons Tod. Man kann sich sehr gut vorstellen wie stark es Eltern belasten muss ein Kind so jung zu verlieren und nicht zu wissen, was da genau vorgefallen ist. Das bedrückt alle Beteiligten und sorgt für Schuldgefühle oder gar Schuldzuweisungen.

Die Auflösung des Falls kommt erst ganz zum Schluss und hat mich sehr überrascht. Man hätte darauf gewiss kommen können, aber ich hatte damit wirklich nicht gerechnet.

Der Roman bietet den perfekten Mix aus Krimi, Familiengeschichte und Liebesroman.

Fazit: Für mich die gelungene Unterhaltung für den Sommerurlaub oder um sich bei nasskalten Tagen auf dem Sofa einzukuscheln. Lesenswert, ich empfehle den Roman gerne weiter!

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