Constanze Wilken: Sturm über dem Meer

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Constanze Wilken: Sturm über dem Meer
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442483495

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Cantre'r Gwaelod war einst ein mächtiges Königreich.

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Sie soll eine versunkene walisische Burg untersuchen – und stößt auf ein Rätsel aus ihrer eigenen Familie ...

Als die junge Archäologin Dr. Samantha Goodwin den Auftrag erhält, eine vor der walisischen Küste versunkene Burganlage zu untersuchen, sagt sie begeistert zu. Sie freut sich nicht nur auf die interessante Arbeit, sondern auch auf ein Wiedersehen mit ihrer Großmutter Gwen, die im nahegelegenen Fischerdorf Borth lebt. Dann stößt Sam bei ihren Untersuchungen auf ein Skelett, das seit höchstens sechzig Jahren auf dem Meeresgrund liegt. Gwen ist davon überzeugt, dass es sich um Sams Großvater Arthur handelt, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht auf dem Meer verschwand. Samantha beginnt nachzuforschen und begibt sich in große Gefahr. Denn manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen ...

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Das Fischerdorf Borth, nahe Aberystwyth in der Grafschaft Ceredigion, Wales.

Dr. Samantha Goodwin arbeitet als Archäologin für die Universität in Oxford und hat nun eine Auftrag angenommen, der sie an die walisische Küste führt. Durch die Trennung von ihrem Lebensgefährten, der nun eine andere Frau heiratet, möchte sich die Sam auf eine Aufgabe fokussieren, die dem aktuellen Auftrag ihres Ex-Freundes, der ebenfalls Archäologe ist, nicht allzu nahe liegt. In Borth wurde ihre Mutter Harriet geboren und ihre Großmutter Gwen lebt noch immer dort. So lässt sich die bevorstehende Arbeit mit einem Besuch bei der geliebten Granny verbinden und damit besteht bei Sam die Hoffnung, auch ein wenig abzuschalten und auf andere Gedanken kommen zu können...
Der Forschungsauftrag jedenfalls ist spannend, da er eine alte Legende der Gegend betrifft: ein Sturm hat größere Teile eines sehr alten Waldes freigelegt, so dass die Archäologin zur Ebbe die versteinerten Baumstümpfe untersuchen kann. Sind dies die Hinweise auf das versunkene Königreich Centre'r Gwaelod?
Während ihrer Arbeit lernt Sam Max kennen, einen Jungen, der als Einzelgänger immer wieder am Meer unterwegs ist. Ausgerechnet Max findet dann bei Ebbe einen Ring und menschliche Überreste. Was hat es mit dem Toten, der lange Zeit in eine Ölhaut verschnürt im Meer lag, auf sich? Könnte es sich um Arthur Morris, Sams Großvater und Mann von Gwen handeln?

Zusätzlich zu den Nachforschungen, bei der sie von zwei studentischen Hilfen unterstützt wird, spricht Sam mit ihrer Großmutter über die alten Legenden, aber auch über deren Leben, dass ausschließlich in Borth stattfand - und Sam lernt nicht nur den ziemlich interessierten Max kennen, sondern auch seinen Vater, der verwitweten Werftbesitzer Luke Sherman. Und sie trifft alte Bekannte aus den Tagen ihrer Kindheit, als sie so manche Ferien bei Gwen verbracht hat.
In Rückblenden erzählt Gwen Morris aus ihrem Leben, das nach dem II. Weltkrieg in dem kleinen Küstenort von einem arbeitsreichen, harten, aber auch glücklichen Leben zeugt. Bis zu dem Tag, an dem Arthur vermisst wurde...

Die Autorin Constanze Wilken hat einen spannenden Roman vorgelegt, der mich aufgrund von zwei Aspekten überzeugen konnte: zum einen gefällt mir die Legende, um die sich die Geschichte spannt, und die Antrieb für Sams Arbeit ist und Einblicke in die Archäologie zulässt. Zum anderen ist für mich die Begeisterung, die die Autorin für diesen Flecken Erde empfindet, wirklich spürbar: ich war noch nie in Wales, aber nach der Lektüre dieses Buches möchte ich am liebsten sofort hin - egal wie stürmisch oder regnerisch es dort gerade ist. Diese Landschaft, das raue Meer und die walisische Geschichte sind wirklich faszinierend!
Aber natürlich versteht es die Autorin auch, ihre Figuren zu zeichnen und sie mit der nötigen Tiefe und dem ein oder anderen Geheimnis und Ecken und Kanten auszustatten. Dazu kommt eine gut gewählte Spannung, die vielleicht nicht an einen Thriller erinnert, dafür aber umso passender ist - und bis zum Ende anhält.

Für mich ist "Sturm über dem Meer" einer dieser Romane, mit denen ich mich nicht nur prächtig unterhalten gefühlt habe, sondern die es mir auch erlaubt haben, in die Geschichte abzutauchen. Dabei hat mich besonders die Psychologie einzelner Figuren interessiert, aber auch die Hintergründe über das versunkene Königreich von Longshanks, Centre'r Gwaelod.

Fazit: Spannend, mit einem interessanten Hintergrund und einer beeindruckenden Landschaft, der richtigen Prise Emotion und flüssig zu lesen - dieses Buch hat alles, was man für mehrere Stunden richtig guter Unterhaltung benötigt!

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Schöne Unterhaltungslektüre

Dr. Samantha Goodwin, genannt Sam, ist Archäologin. Die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten bedeutet für sie auch beruflich einen Tiefschlag, denn es lässt sich nicht genau belegen, welchen Teil ihrer gemeinsamen Forschungs- und Ausgrabungsarbeiten sie betrieben hat. Somit kommt es ihr gerade recht, als ihr Vorgesetzter ihr vorschlägt, sich um ein Projekt an der Küste von Wales zu kümmern. Sam kennt den Ort sehr gut, ihre Großmutter Gwen lebt dort und sie war als Kind häufig dort zu Besuch. Aktuell gibt das Meer Überreste einer lange versunkenen Anlage frei und dies könnte die Chance für Sam sein, zu beweisen, dass es an dieser Stelle vor hunderten von Jahren einmal eine blühende Siedlung gegeben hat, um die sich schon lange Sagen und Geschichten ranken.

Vor Ort trifft sie auf Luke, den Besitzer einer kleinen Werft, der seit dem Tod seiner Frau allein mit seinem kleinen Sohn Max lebt. Sam und er fühlen sich auf Anhieb zueinander hingezogen, doch beide haben ihre Vergangenheit und sind vorsichtig. Als sich aber immer deutlicher zeigt, dass jemand mit Sams Anwesenheit vor Ort gar nicht einverstanden ist, ist sie froh über Lukes Unterstützung und Hilfe. Und dann findet Max etwas im Meeresschlamm…

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, zum einem in der Gegenwart, zum anderen geht es um das harte Leben in einem walisischen Dorf Ende der 40er und in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Hier erleben wir die Geschichte von Sams Großmutter Gwen mit, die sich in den Fischer Arthur verliebt und mit ihm eine Familie gründet. Doch es gibt Widerstände gegen ihre Beziehung, ihre Eltern sind nicht begeistert und einen weiteren Verehrer hatte Gwen damals auch. In ihrer Clique damals waren noch mehrere andere junge Leute und deren Kindern und Enkeln begegnet Sam dann auch im heute wieder. Sind es also alte Konflikte, die sich hier über Generationen hinweg aufgebaut und fortgesetzt haben? Wo ist der Zusammenhang zwischen den Geschehnissen damals und dem Fund heute?

Das Buch war spannend und gut zu lesen. Ich mag ja Geschichten auf verschiedenen Zeitebenen, möglichst mit einem Familiengeheimnis, sehr gerne. Dennoch muss ich leider sagen, dass es mich nicht restlos begeistern konnte, irgendwas fehlte mir, aber es fällt mir schwer, dieses Etwas genau zu benennen. Die Protagonisten sind sympathisch, die Liebesgeschichte relativ vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Es gibt ziemlich viele Nebenfiguren, von denen die Einzelnen für mich etwas blass waren. Vielleicht wären hier einige Personen weniger und diese dafür detaillierter dargestellt, besser gewesen?
Die Auflösung am Ende kam für mich etwas abrupt, nachdem die Geschichte sich vorher viel Zeit lässt und alles äußerst ausführlich beschrieben wird, geht es dann auf einmal Schlag auf Schlag.

Die Sage um das untergegangene Reich Cantre’r Gwaelod fand ich sehr interessant, von diesem walisischen Atlantis hatte ich vorher noch nie gehört.

Insgesamt eine schöne Unterhaltungslektüre, die mich jedoch nicht hundertprozentig überzeugen konnte.

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Warum wurde Arthur ermordet?

Die Archäologin Sam wurde von ihrem Partner Christopher, mit dem sie bisher immer gut zusammengearbeitet hatte eiskalt abserviert. Und so nahm sie von ihrem Chef den Auftrag an, an der walisischen Küste zu graben. Denn dort waren erneut nach einem Sturm Baumstümpfe gesichtet worden…. Außerdem wohnte dort auch ihre Großmutter Gwen, was einen zweiten Anreiz, den Auftrag anzunehmen, bedeutete…
Sam war früher öfter bei ihrer Granny gewesen, doch in letzter Zeit eher selten. Dazu war sie zu viel unterwegs. Inzwischen hatte sich ein verwitweter Mann mit seinem Sohn hier niedergelassen, und Sam wurden beide immer sympathischer. Doch sie hatte nicht nur Freunde hier am Ort….
Doch Sam fand dort nicht nur versteinerte Baumstümpfe, sondern auch eine Leiche, bei der es sich, wie Gwen gleich überzeugt war, um Arthur handelte. Doch er war ermordet worden…
Von ihrer Granny erfuhr Sam, wie es gekommen war, dass diese lieber einen armen Fischer als einen reichen Mann heiratete. Und was alles passiert war, bis eines Tages Arthur nicht mehr nach Hause kam…
Und dann kam Sam auch noch in Lebensgefahr….
Was hatte es mit diesen Baumstümpfen auf sich, war dort wirklich das versunkene Königreich Cantre’r Gwaelod? Es stelle sich ja die Frage, ob es das wirklich gegeben hatte, denn es war eine Legende. Doch Sam und auch Gwen waren davon überzeugt. Wer mochte Sam nicht? Wer war so fies, um ihr Schaden zuzufügen? Wieso war Arthur ermordet worden? Hatte er vielleicht etwas gefunden? Oder gab es einen ganz anderen Grund? Was hatte Gwen alles zu erzählen? Würde Arthurs Tod aufgeklärt werden? Wieso kam Sam noch in Lebensgefahr? Würden Sam und Luke ein Paar werden? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, es gibt keine Fragen, was die Autorin mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen, und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Ich habe mich mit Sam gefreut und habe mit ihr gelitten. Ebenso mit Gwen, Sams Granny. Das Buch wurde mit dem Auffinden der Leiche auch gleich spannend. Die Geschichte von Gwen und Arthur zog sich wie ein roter Faden durch das Buch, denn immer wieder wurde ein Stückchen ihrer Vergangenheit erzählt. Es hat mich sehr gefesselt, so dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und so bekommt das Buch von mir die volle Bewertungszahl, und natürlich eine Lese-/Kaufempfehlung.

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Die Legende von Cantre'r Gwaelod

Dr. Samantha Goodwin ist als Archäologin an der Universität von Oxford tätig und bereitet sich auf eine Exkursion in Baia vor, doch dann wird sie von ihrem Ex-Geliebten Christopher ausgebremst, der ihr wegen seiner neuen Verlobten den Auftrag entzieht. Kurzerhand übernimmt Samantha den Auftrag, in dem kleinen Fischerdorf Borth in Wales einen ehemals versunkenen und nun vom Meer freigelegten Wald zu untersuchen und so den Nachweis zu einer alten Burganlage zu belegen, von der in der Legende vom untergegangenem Königreich Cantre’r Gwaelod 600 n. Ch. die Rede ist. Da Samanthas Großmutter Gwen schon ihr lebenlang in Borth wohnt, fühlt sie sich sofort heimisch und macht sich mit ihren zwei Studenten ans Werk. Zu Hilfe bei den Ausgrabungen kommt ihnen der kleine Max, der Sohn des örtlichen Werftbesitzers Luke, der einen antiken goldenen Armreif findet – und einen in Wachstuch geschnürten Toten. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Samanthas Großvater Arthur handelt, den Ehemann von Gwen. Erst nach und nach kommt Samantha mit Hilfe von Luke und den Geschichten ihrer Großmutter aus der Vergangenheit den Geheimnissen auf die Spur. Doch irgendjemand möchte unbedingt verhindern, dass die ganze Geschichte ans Licht kommt.

Constanze Wilken hat mit ihrem Buch „Sturm über dem Meer“ einen sehr unterhaltsamen und spannenden Roman vorgelegt, der den Leser von Anfang an in Atem hält und zu fesseln weiß. Schon gleich zu Beginn die Legende von Cantre’r Gwaelod klingt mysteriös, traurig und unheilvoll. Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Handlungsebenen erzählt, zum Einen begleitet der Leser Samantha in der Gegenwart bei ihren Erlebnissen, zum anderen werden die Erinnerungen von Gwen aus den 1950er Jahren mit dem Handlungsstrang wieder lebendig, der sich mit der Vergangenheit befasst. Der Spannungsbogen wird schön aufgebaut und schraubt sich während der Geschichte immer mehr in die Höhe, um den Leser am Ende zu überraschen. Constanze Wilken hat während der Handlung einige Drehungen und Wendungen eingebaut, die den Leser dazu animieren, bei der Lektüre mit zu kombinieren und sich eigene Gedanken über den Ausgang des Geschehens zu machen, was die Spannung noch unterstützt. Die Landschaftsbeschreibungen, die auch mit einer kleinen Karte zu Beginn des Buches unterstützt werden, sind so bildhaft dokumentiert, dass man sich den versteinerten und moosigen alten Baumstammwald sehr gut vorstellen kann ebenso wie die raue Küste von Wales oder den örtlichen Pub.

Auch mit der Auswahl ihrer Charaktere hat die Autorin ein besonders feinfühliges Händchen bewiesen, so wirken die Protagonisten durchweg mit Ecken und Kanten sehr lebhaft und authentisch wie im richtigen Leben, weshalb es dem Leser schnell gelingt, sich mit ihnen zu identifizieren. Samantha ist eine sehr selbstbewusste, aber auch sture Frau, die das Herz am rechten Fleck trägt und sehr an ihrer Großmutter hängt aufgrund ihrer eigenen familiären Situation. Gwen ist eine freundliche alte Dame, die ein hartes und entbehrungsreiches Leben allein mit drei Kindern gemeistert hat und noch heute die Erinnerung an ihren geliebten verstorbenen Mann aufrechterhält. Luke ist ein Pfundskerl, der schon mal schnell aus der Haut fährt, jedoch immer hilfsbereit und interessiert ist. Auch die Nebencharaktere sind alle so wunderbar gestrickt, dass sie mit ihren kleinen Geschichten und Erlebnissen zur Untermalung des Romans beitragen.

Constanze Wilken ist mit „Sturm über dem Meer“ wieder ein außergewöhnlich spannender und sehr fesselnder Roman gelungen, der mit einem geheimnisvollen Familiengeheimnis und einer Liebesgeschichte aufwartet, die man schöner nicht erzählen kann. Absolute Leseempfehlung für alle, die sich durch Worte davontragen lassen wollen.

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Das versunkene Königreich Cantre'r Gwaelod

Vor der Küste von Wales, in der heutigen Cardigan Bay, liegt das versunkene Königreich Cantre'r Gwaelod.

600 n. Chr.
Das Königreich lag geschützt hinter einem mächtigen Deich. Es gab einen Wärter, der nichts anderes zu tun hatte, als das Schleusentor bei Ebbe zu öffnen und bei Flut zu schließen, um die Menschen von Cantre'r Gwaelod und ihr Hab und Gut vor dem Meer zu schützen. Eines Nachts, eine mächtige Sturmflut bahnte sich an, lag der Schleusenwärter liebestaumelnd und trunken vom Alkohol in den Armen seiner Liebsten. Das Schleusentor stand weit offen ......

Gegenwart
Die Archäologin Dr. Samantha Goodwin wird von ihrem Exfreund und Kollegen in beruflichen Misskredit gebracht, weswegen sich ihre geplante Exkursion nach Baia zerschlägt. Zufällig bekommt Samantha eine Ausschreibung für ein Forschungsprojekt in der Cardigan Bay in Wales in die Hand. Es handelt sich um die Untersuchung eines versteinerten Waldes, der nach dem letzten schweren Sturm freigelegt wurde und immer bei Ebbe sichtbar wird. Dieser Wald soll Teil des untergegangenen Königreiches Cantre'r Gwaelod sein. Zufällig lebt ihre verwitwete Großmutter Gwen in Borth und so packt Samantha ihre Ausrüstung zusammen und macht sich auf den Weg nach Wales.

Max, der Sohn des Werftbesitzers Luke, findet im Watt - ein Stück weit entfernt von der Grabungsstätte an der Samantha und ihr Team sich aufhalten - einen Ring und etwas, das in eine Plane eingeschlagen, im Meeresboden vergraben ist. Stolz berichtet Max Samantha von seinem Fund. Handelt es sich eventuell um den Schatz von Cantre'r Gwaelod?

Leider findet Samantha keinen Schatz sondern eine Leiche, die schätzungsweise 60 Jahre im Meeresboden vergraben war. Der Ring, verbunden mit der Tatsache, dass die Leiche ihres Großvaters nie gefunden wurde, lässt böses ahnen. Handelt es sich bei der Leiche um den Fischer Arthur, der vor 60 Jahren von einer Fahrt auf Meer nicht mehr nach Hause kam? Samantha wird von einem Unbekannten angegriffen und es sieht ganz danach aus, als ob irgend jemand nicht möchte, dass die Identität der Leiche festgestellt wird.

"Sturm über dem Meer" ist das zweite Buch, das ich von der Autorin Constanze Wilken lese. Wie auch schon in "Ein Sommer in Wales" führt sie uns in die Cardigan Bay nach Wales. Dass die Autorin ihr Herz an diesen Flecken Erde verloren hat, kann man beim Lesen spüren.

Ungefähr nach dem 1. Drittel des Buches, habe ich mir den Einband näher angeschaut, ob da nicht irgendwo "Kriminalroman" steht. Die Spannung, die zu Anfang aufgebaut wird, zieht sich durch das ganze Buch.

Die Geschichte wird in 2 Handlungssträngen beschrieben. Aus der Sicht einer Dritten Person erfährt der Leser die Ereignisse der Gegenwart, in denen Samantha im Mittelpunkt steht, und der Rückblick von Großmutter Gwen, der sich auf die Jahre 1949 bis 1955 bezieht. Beide Handlungen laufen am Schluss des Buches logisch ineinander.

Gwen hat sich und ihre Kinder alleine durchgebracht. Man könnte denken, sie wäre aufgrund dieser Tatsache verbittert oder hege einen Groll gegen ihren verschollenen Mann, aber ihre Liebe währt noch immer - auch nach 60 Jahren noch.

Samantha ist eine Frau der Gegenwart. Selbstbewusst und mit beiden Füßen im Leben stehend. Sie hat zu ihrer Großmutter einen besseren Draht als zu ihrer eigenen Mutter, wahrscheinlich, weil sie sich sehr ähnlich sind. Werfbesitzer Luke und sein Sohn Max schleichen sich nach und nach in Samanthas Leben ....

Auch alle anderen Nebencharaktere sind sehr bildhaft beschrieben und runden die Geschichten - damals wie heute - ab.

Genau wie "Ein Sommer in Wales" konnte mich die Autorin mit ihrem Buch überzeugen - wobei mir "Sturm über dem Meer" besser gefallen hat.

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