Thomas Willmann: Das finstere Tal

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Thomas Willmann: Das finstere Tal
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548283685

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Als der Fremde mit seinem Maultier das Hochtal erreichte, lag in der Luft schon der Geruch des ersten Schnees.

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Die Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Winterbeginn. Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf.

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Das finstere Tal - ein Alpenwestern

Ein abgeschiedenes Alpental, Ende des 19. Jahrhunderts im Spätherbst. Das Tal wird von einer bestimmten Familie beherrscht und so ist sie es auch, die entscheidet, ob und wer dem Fremden, einem Maler, der kurz vor Wintereinbruch im Tal ankommt, das gewünschte Winterquartier anbietet.

Thomas Willmann dankt in seinem Nachwort Ludwig Ganghofer und Sergio Leone und tatsächlich ist ihm mit „Das finstere Tal“ eine äußerst lesenswerte Mischung aus Heimatroman und Western gelungen. Die Kulisse in diesem Roman entspricht einem typischen Heimatroman: hohe Berge, ein einfaches Leben, Gottesfürchtigkeit, verschlossene Einheimische. Dem gegenüber stehen die Westernelemente: die alles beherrschende Rancher-/Bauernfamilie, gegen die sich aufzulehnen, die Vorstellungskraft der Bewohner sprengt und der Fremde, der ins Dorf kommt und dessen Intentionen und Pläne der Dorfgemeinschaft nicht nur unbekannt, sondern auch fremd sind.

Das Buch beginnt langsam, der Autor beschreibt in aller Ruhe das Tal und seine Bewohner, alles aus dem Blickwinkel eines Fremden und somit distanziert, der Erzähler maßt sich nicht an, die Gefühle seiner Figuren zu kennen, sondern schlussfolgert sie höchstens aus ihrem Verhalten, wobei der Fremde ebenso von außen beschrieben wird, so, wie er den Dorfbewohner erscheinen muss. Doch ab der Mitte erfährt man etwas aus seiner Vergangenheit und plötzlich ergeben sich ganz neue Interpretationen für bestimmte Geschehnisse und Verhaltensweisen und die Geschichte nimmt Tempo auf.

Ich hätte nicht vermutet, dass dieser Genremix tatsächlich funktioniert und dass er es so gut tut, liegt zu einem großen Teil sicherlich an Willmans Stil. „Das finstere Tal“ ist für mich auch ein sprachlich sehr gelungener Roman, dessen Beschreibungen den Leser tief in die Welt dieses Alpentals abtauchen lassen. Die Wortkargheit der Talbewohner spiegelt sich auch im Mangel an Dialogen und deren Kürze wieder, wobei der verwendete Dialekt den Eindruck der Abgeschiedenheit noch verstärkt.

Der Autor erklärt in einem Interview, sein nächster Roman würde etwas völlig anderes, ich bin mir aber fast sicher, dass seine Qualitäten genreunabhängig sind und ich bin jetzt schon neugierig, was noch von ihm erscheinen wird.

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