Helen Abele: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

Helen Abele: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

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Helen Abele: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442382002

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
In meinem Kopf ist eine Schlange.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Architektin Agnes erhält den Auftrag, die Ca’More, ein altes Haus in den Hügeln des Veneto, in Apartments umzuplanen. Während der Arbeit entdeckt sie alte Radierplatten des verstorbenen Vorbesitzers, eines exzentrischen Malers. Die verstaubte Druckerpresse bringt surreale Bilder zutage, die sich wie ein Puzzle zu einer unglaublichen Geschichte zusammensetzen. Immer tiefer verstrickt sich Agnes in die Vergangenheit des Hauses – und in ihre eigenen Gefühle. Denn sie hat sich nicht nur in das Anwesen verliebt, sondern auch in den undurchsichtigen Gärtner Matteo …

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Die Vergangenheit ist spannender als die Gegenwart

Rezension bezieht sich auf: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum (Taschenbuch)

Agnes ist seit Jahren verheiratet, hat eine fast erwachsene Tochter und arbeitet im Architekturbüro ihres Mannes mit, dabei hat sie selbst auch Architektur studiert. Durch Zufall lernt sie einen charmanten Italiener kennen, der eine Architektin für ein ungewöhnliches Bauprojekt sucht. Ein altes Haus in den Hügeln des Veneto soll umgestaltet und zu modernen Appartements umgebaut werden, ohne den Zauber der ursprünglichen Anlage dabei ganz zu zerstören. Agnes ist begeistert und nimmt die Herausforderung an.

Die Ca‘ More fasziniert sie vom ersten Moment an, Agnes widmet sich voll der neuen Aufgabe, doch das alte Haus hat seine Geheimnisse, die sie ergründen möchte. Und welche Rolle spielt hierbei der attraktive Matteo, der sich selbst als Gärtner des Anwesens vorstellt?

Neben der Handlung im heute wird eine weitere Geschichte in der Vergangenheit erzählt. Hier lernt der Leser das Mädchen Elisa kennen, die als Dienstmädchen zu entfernten Verwandten gebracht wird, nachdem ihre Eltern gestorben sind. Eine Liebesgeschichte zum Sohn des Hauses bahnt sich an, doch diese Mesalliance wird von seiner Familie natürlich nicht gerne gesehen. Wie geht diese Geschichte aus? Und wo ist die Verbindung zu den Ereignissen heute?

Ich mag Bücher, die eine Handlung auf zwei Zeitebenen erzählen, sehr gerne. Meist kristallisiert sich bei mir aber dann eine Ebene heraus, die ich beim Lesen bevorzuge, so auch hier. Elisas Geschichte hat mich mehr berührt und gefesselt als die von Agnes. In der Gegenwartshandlung konnten mich die Figuren weniger überzeugen, Agnes war noch in Ordnung, aber mit Matteo sowie den beiden anderen Männern, die hier eine Rolle spielen, konnte ich nur sehr wenig anfangen. Die Auflösung am Schluss, wie alles zusammenhängt, fand ich überraschend und erstaunlich, aber so werden die Fäden zusammengeführt und es ergibt ein stimmiges Ende.

Insgesamt eine Geschichte, bei der mir der eine Part deutlich besser gefallen hat und ich die Rahmenhandlung in dieser Ausführlichkeit gar nicht unbedingt gebraucht hätte. Dennoch sehr schöne Unterhaltung!

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Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

Agnes ist Architektin und glücklich über ihren Auftrag ein altes Gemäuer im italienischen Veneto in Luxusappartements umzubauen. Diesen Auftrag verdankt Agnes einer eher zufälligen Bekanntschaft. Nun aber ist sie froh dem täglichen Einerlei in München zu entfliehen und Mann und Büro einmal den Rücken zuzukehren. Endlich kann sie anderen und sich selbst beweisen was in ihr steckt, denn Anerkennung hat sie in den letzten Jahren kaum erfahren und sich mehr wie eine Hilfskraft im Büro des Mannes gefühlt. Vor Ort angekommen muss Agnes sich aber mit viel mehr als dem ursprünglichen Auftrag dieser Planung auseinandersetzen. Für sie werden Reise und Auftrag zu einem Wendepunkt in ihrem Leben und dabei lüftet sie ganz nebenbei noch ein großes Familiengeheimnis.

Der Leser des Buches nähert sich parallel mit Agnes eben genau diesem Geheimnis, denn er begleitet in einem zweiten Handlungsstrang zwischen 1925 und 1937 das Leben und die Beziehung zwischen der jungen Elisa aus einfachem Hause und Arturo, dem Erstgeborenen einer angesehenen italienischen Familie.

„Das Haus hinter dem Maulbeerbaum“ ist eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte mit herrlichem Flair und Urlaubsgefühl. Aber in dieser Geschichte steckt noch so viel mehr. Beide Handlungsstränge habe ich persönlich als sehr ausgewogen empfunden. Während die Geschichte zwischen Elisa und Arturo eher geheimnisvoll anmutet und teilweise auch traurig stimmt, so ist der Erzählstrang rund um Agnes mehr eine Geschichte über eine starke Frau, die sich gerade wieder selbst entdeckt. Dabei verbinden sich die Handlungsstränge irgendwann miteinander und bilden eine schöne Einheit, obwohl dennoch jede Erzählung für sich steht und dem Leser etwas ganz besonderes gibt, was zur jeweiligen Zeit einfach passt.

Alleine Agnes selbst und ihr Aufenthalt in der Ca’ More, sowie ihre Erlebnisse dort, die Ausflüge, die Natur und die geschilderten italienischen Köstlichkeiten verlocken zu einem Trip nach Italien. Vielleicht steckt dort tatsächlich in einem Gemäuer hinter einem Maulbeerbaum ein großes Geheimnis, das gelüftet werden will. Die Autorin selbst jedenfalls hat sich durch eine solche Entdeckung zu diesem Roman inspirieren lassen und ich muss sagen: Das hat sich gelohnt.

Die Ca’ More, das Haus hinter dem Maulbeerbaum, hat viel erlebt. Für Menschen gab es dort traurige und glückliche Momente und genau diese Momente darf auch der Leser dieser Geschichte auf sich wirken lassen.

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Familiengeheimnisse

Agnes Behrend steht vor dem Aus ihrer Ehe. Als sie das alte Haus Ca’More in den Hügeln des Veneto umgestalten soll, kommt ihr das gerade recht. Was bergen die Druckplatten, die sie bei der Arbeit dort findet, für ein Geheimnis?
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Wir erfahren, was Agnes in der Gegenwart erlebt. Daneben geht es um das Schicksal von Elisa in den Jahren von 1925 bis 1937.
Als Agnes in Ca’More ankommt, begegnet sie dort Matteo. Agnes hat sich jahrelang von ihrem Mann Hans unterdrücken und kommandieren lassen. Ihre Fähigkeiten hat er ständig klein gemacht und sie hat sich nicht gewehrt. Da ist es kein Wunder, dass sie sich gleich in Matteo verliebt. Matteo, der vorgibt, der Gärtner zu sein, ist ziemlich geheimnisvoll. Aber auch der Auftraggeber Michele zeigt sein Interesse an Agnes.
Elisa ist noch ein Kind, als ihre Nonna sie in das Haus der Familie Visentin gibt. Der älteste Sohn Arturo und Elisa fühlen sich zueinander hingezogen. Aber Elisa wird kurzerhand gezwungen, Andrea zu heiraten, der sie sehr schlecht behandelt. Warum hat Arturo sich nicht zu ihr bekannt? Beide sind unglücklich in ihren jeweiligen Ehen und treffen ich immer wieder in Ca’More. Elisa bekommt einen Sohn, der eines Tages verschwunden ist. Von wem ist dieses Kind?
Das Kind ist mit diesem alten Haus verbunden. Wie? Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass der vorige Besitzer des Anwesens, der Maler Volo, hier von Bedeutung ist. Leider ist sein Part nicht so ausgearbeitet, wie ich mir das gewünscht hätte, denn er war wohl eine interessante Persönlichkeit. Agnes wird von den Bildern auf den Druckplatten in Bann gezogen und will dem Geheimnis des Hauses unbedingt auf die Spur kommen.
Der Handlungsstrang um Elisa und Arturo hat mir gut gefallen, dagegen konnte ich mit der Geschichte von Agnes nicht so viel anfangen. Elisas Leben war von Anfang an nicht einfach, auch bei der Familie Visentin erlebt sie nur Schikane und Verachtung. Sie hat mein ganzes Mitgefühl. Erst mit Arturo gibt es jemanden, der sie mag. Aber Arturo ist ein schwacher Mensch, der sich gegen seine Mutter nicht durchzusetzen vermag.
Überhaupt sind die Männer in diesem Buch nicht sehr sympathisch. Aber auch Agnes kam mir nicht nah, ihr Verhalten ist für mich oft nicht nachvollziehbar.
Das Cover hat mich von Anfang an begeistert. Es passt sehr gut zu dieser Geschichte.
Zum Schluss fügen sich die Handlungsstränge logisch zusammen. Das Geheimnis von Ca’More ist gelüftet.

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Eine Liebe die nicht sein darf

Zwischen Agnes Behrend und ihrem Ehemann Hans kriselt es gerade ein wenig. Grund genug für Agnes einen Auftrag anzunehmen in den Hügeln des Vèneto die Pläne für den Umbau eines altes Hauses zu erstellen. Auch wenn sie ausgebildete Architektin ist, führte sie in den letzten Jahren überwiegend die Arbeiten einer Sekretärin im Büro ihres Mannes aus. Nun bietet sich ihr eine Chance zu zeigen dass sie ihren Beruf noch immer beherrscht.

Die Ca’More gehörte einst dem exzentrischen Maler Volo. Während der Vermessung der einzelnen Räume findet Agnes alte Druckplatten, die nur von Volo stammen können. Bei Betrachtung der Bilder fällt Agnes etwas auf, aber sie kann es nicht benennen, nicht greifen. So beginnt sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen um die Geschichte herauszufinden, die sowohl die Bilder als auch die Mauern der Ca’More erzählen.

Im Mittelpunkt des Buches steht das alte Anwesen Ca’More.

In 2 parallel erzählten Handlungssträngen begleitet der Leser Agnes sowie Elisa und Arturo, deren Schicksal eng mit der Ca’More verknüpft war.

Agnes Ehemann Hans ist ein Despot. Auch wenn Agnes viele Kilometer von ihm entfernt ist, lässt er sie noch immer spüren, dass er denkt sie könne nix. Kein Wunder, dass Agnes sich Hals über Kopf in den Gärtner Matteo verliebt, der das Anwesen der Ca’More pflegt. Ebenso wie die alten Mauern der Ca’More hütet jedoch auch Matteo ein Geheimnis.

Der 3. Mann ist Michele, Agnes Auftraggeber, der sich ebenfalls für Agnes interessiert. Zwischen ihm und Matteo gibt es Differenzen die jedoch nicht mit Agnes zu tun haben.

Parallel zu den Dingen die in der Gegenwart passieren, umfasst der 2. Handlungsstrang die Jahre 1925 bis 1937. Die junge Elisa arbeitet im Hause der angesehenen italienischen Familie Visentin und zwischen ihr und dem ältesten Sohn Arturo erwacht die zarte Pflanze der Liebe. Zu dieser Zeit und in dieser Konstellation konnte ihre Liebe jedoch keine Zukunft haben. Elisa wird kurzerhand zwangsverheiratet aber weder Elisa noch Arturo können den anderen einfach vergessen. Als ein schreckliches Unglück passiert wird ihre Liebe einer harten Prüfung unterzogen.

Mir persönlich hat der Handlungsstrang von Elisa und Arturo sehr viel besser gefallen als die Geschichte der Gegenwart. Schon als Elisa von ihrer Großmutter bei den Visentins abgegeben wurde um dort zukünftig zu arbeiten und ihr nicht mehr zur Last zu fallen, flog Elisa mein Herz zu. Was sie ertragen musste über all die Jahre ist unglaublich. Immer wieder bin ich dankbar, hier und heute leben zu dürfen und frei über mich selbst entscheiden zu können.

Agnes Handlungen in der Gegenwart erscheinen mir oftmals unrealistisch, überzogen. Aber nur weil Agnes sich in den Kopf gesetzt hat das Geheimnis der Ca’More zu lüften, erfährt der Leser was es mit Volo, dem Maler, auf sich hatte und wie Elisa, Arturo, Matteo und Michele in die Geschichte des uralten Anwesens verstrickt sind.

Beide Handlungsstränge laufen logisch ineinander und zum Ende des Buches bleiben keine Fragen mehr offen.

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Solider Schmöker mit schwächelnder Gegenwartshandlung...

Cover und Klappentext ließen mich neugierig werden auf dieses Buch, habe ich doch bisher von Helen Abele noch nichts gelesen.

Im Buch geht es um Agnes Behrend, die gerade vor den Trümmern ihrer Ehe steht. Da hilft Arbeit als Ablenkung doch sehr. Bei den Arbeiten am Haus in den Hügeln stößt sie auf alte Radierplatten. Was verbergen diese für ein Geheimnis? Kann Agnes das Rätsel der Radierplatten lüften?

Die Handlung des Romans spielt auf zwei Zeitebenen. Mal begleiten wir Agnes in der Gegenwart und mal erleben wir in der Vergangenheit das Schicksal von Elisa. Ein Erzähler führt uns durch die Geschichte.

Das Buch ist in sechs Teile untergliedert und diese wiederrum in kurze Kapitel, die im Wechsel mal die Gegenwart und mal die Vergangenheit beleuchten.

Während mich das Schicksal von Elisa berührt hat, konnte mich die Handlung um Agnes nicht wirklich fesseln. Agnes war mir als Charakter einfach nicht sympathisch und sehr oft konnte ich ihr Handeln einfach nicht verstehen.

Allgemein erschien mir die Gegenwartshandlung als recht unrealistisch. Zudem fand ich es schade, dass alle Männer im Buch böse und durchtrieben sind. Es gab nicht einen, den ich mochte oder der gezeigt hätte, dass nicht alle Männer gleich sind. Solch ein Männerbild verfälscht die Realität, denn nie sind alle Männer schlecht.

Gut gefallen hat mir die Erzählweise der Autorin. Zwischen den Handlungssträngen zu wechseln machte die Handlung spannender und die detaillierten Beschreibungen sorgten dafür, dass man sich als Leser alles gut vorstellen kann.

Fazit: Ein solider Unterhaltungsroman, der mich leider nicht vollends überzeugen konnte. Ich kann den Roman nur bedingt empfehlen. Als Urlaubslektüre für Frauen gut geeignet.

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