Lucinda Riley, Lucinda Edmonds: Das italienische Mädchen

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Lucinda Riley, Lucinda Edmonds: Das italienische Mädchen
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Aria
ET (Original)
1996
ISBN-13
9783442480098

Informationen zum Buch

Seiten
560

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Rosanna Antonia Menici stellte sich auf die Zehenspitzen und hielt sich am Waschbecken fest, um in den Spiegel zu schauen.

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Handlungsort

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Mit elf Jahren begegnet Rosanna Menici zum ersten Mal dem Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander – und gemeinsam treten sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt an. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt …

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Schnulziges Frühwerk der Erfolgsautorin

Bei „Das italienische Mädchen“ handelt es sich nicht um einen neuen Roman aus der Feder der Bestseller-Autorin Lucinda Riley. Im Vorwort erklärt sie, dass ihr Verlag sie gebeten hat, ihre früheren Werke zu überarbeiten und neu herauszubringen. Im Dezember 2014 wird auch noch „Der Engelsbaum“ erscheinen. Eine gute Möglichkeit, um mit einer erfolgreichen Autorin noch mehr Geld zu machen. Ältere Werke werden mit einem hübschen Cover neu aufgelegt und den Käufern auf den ersten Blick als Neuerscheinung präsentiert.
Entsprechend skeptisch bin ich an die Lektüre herangegangen, wurde allerdings angenehm überrascht.

Natürlich ist es eine totale Schnulze. Natürlich ist vieles absolut vorhersehbar und natürlich gibt es für fast alle Figuren ein Happy-End. Das ist aber auch bei den neuen Büchern der Autorin so und nicht nur bei ihr, sondern bei fast allen, die sich in diesem Genre tummeln. Also sollte man wahrscheinlich diese Rahmenbedingungen als gegeben hinnehmen und darf sich darüber nicht ärgern.

Die Geschichte an sich ist schnell erzählt: Rosanna, ein junges Mädchen aus Süditalien mit einer großartigen Stimme. Von ihrem großen Bruder gefördert, schafft sie es bis an die Mailänder Scala. Dort singt ebenfalls der Frauenschwarm und begnadete Tenor Roberto, der wie Rosanna aus Neapel stammt und den sie schon als kleines Mädchen bewundert hat. Dass er menschlich gesehen ein absoluter Mistkerl ist, ist dem Leser schon längst klar, Rosanna verliebt sich aber natürlich dennoch in ihn und er anscheinend auch in sie. Ob diese Beziehung eine Chance hat? Man kann es sich denken…
Drumherum spielen noch Rosannas Bruder, in den sich ihre beste Freundin unglücklich verliebt sowie ihre ältere Schwester, die ein folgenschweres Geheimnis bewahrt und eine intrigante Ex-Beziehung von Roberto ihre Rollen. Alles vorhersehbar und wenig überraschend.

Dennoch hat mir das Buch einige angenehme Lesestunden beschert. Wer angenehm sachte vor sich hin plätschernde Unterhaltung ohne allzu viel Spannung oder Überraschungen mag, ist hier gut bedient.

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Eine Besessenheit, die blind macht.

Liebe ist wohl eines der schönsten menschlichen Gefühle überhaupt und führt in den meisten Fällen zu positiven Handlungen und wundervollen Momenten. - Eine Liebe dieser Art ist selbstlos und alles annehmend und ruft im Normalfall auch jede Menge Verständnis und Akzeptanz hervor.
Auf der anderen Seite gibt es allerdings noch die egoistische, ausschließlich auf sich selbst bedachte Liebe, die auf Dauer nicht guttut - weder dem Umfeld noch einem selbst.
Bei Rosanna Menici, der Protagonistin im vorliegenden Buch, hatte genau so eine Liebe die Folge, dass diese junge begabte Frau mit der Zeit blind geworden ist für alles und jeden um sich herum. Und auf diese Weise hatten einige Menschen, die ihr sehr wichtig sind, das Nachsehen und letztlich hat sie damit nicht nur viele Leute vor den Kopf gestoßen, sondern auch noch zugelassen, dass jemand in ihrer Familie einen ernsthaften Schaden davonträgt.

~ »Liebe. Eine Liebe, so mächtig, dass sie mich für alles andere blind gemacht hat.« ~
(S. 539)

Wenn man bedenkt, dass wir Rosanna schon als junges liebes Mädchen im Alter von elf Jahren kennenlernen, sie bis ins Erwachsenenalter lesend begleiten und sie immer nur als sehr warmherzig und gutmütig erleben, wirkt ihre Entwicklung mit steigender Seitenzahl, je mehr sie sich in diese zerstörerische Liebe fallen lässt, ziemlich tragisch auf den Leser. Es mag sein, dass gewisse Menschen einem nicht guttun, das jedoch auch zu erkennen, fällt nicht immer leicht.
Rosanna liebt Roberto und er sie scheinbar auch - derweil hat der gute eine bewegende (Frauen-)Vergangenheit, die jede vernünftige Person eigentlich hellhörig machen sollte, hinter sich. Aufgrund von Robertos Leichtlebigkeit und Vorliebe für die körperlichen Genüsse, hätte Rosanna ahnen müssen, dass sie eventuell verletzt werden könnte. Ihr Umfeld hat sie genau davor ja auch gewarnt, aber in ihrer Blindheit wollte sie davon nichts wissen ...
Ich habe zwischen den Zeilen gelesen, dass Rosanna ebenso eine sehr unsichere Seite hat, sie erschien mir teilweise zu wenig von sich selbst überzeugt, hatte kaum Selbstbewusstsein. Dass sie sich mit einem solchen Wesen noch eher zu stark an einen Menschen hängt, den sie liebt, ist nur zu verständlich. Kurzfristig wirkt es sogar so, als wäre sie regelrecht besessen von Roberto. Doch der war leider sehr ungesund für sie und hat fast nur ihre schlechten Seiten zum Vorschein gebracht ...

~ Heute ist mir klar, dass man jemanden aus ganzem Herzen lieben kann, der nicht gut für einen ist. ~
(S. 445)

Rosannas Weg der Erkenntnis hat vergleichsweise lange gedauert. So lange, dass bereits etwas Schlimmes passieren musste, um ihr die Augen zu öffnen. Aber ist es nicht meist so? - Lernt man nicht erst, wenn man den Fehler gemacht hat und es schon (fast) zu spät ist?
Glücklicherweise ist es nicht in jedem Fall kurz vor knapp, aber vielleicht, wenn man sich das vor Augen führt, sollte man im Leben wirklich wesentlich öfter auf die Meinungen und Ansichten Außenstehender wert legen.

Dieser Roman bietet nicht nur eine fesselnde Geschichte mit großem Unterhaltungswert, sondern auch, wenn man die Botschaft erkannt hat, die die Autorin damit rüberbringen wollte, jede Menge Stoff zum Nachdenken.

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