Rachel Joyce: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

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Rachel Joyce: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Perfect
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783596195374

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
1972 wurden der Zeit zwei Sekunden hinzugefügt.

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Handlungsort

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Die Freunde Byron und James sind elf Jahre alt, als sich alles für immer verändert. Niemand sieht das Mädchen mit dem roten Fahrrad. Nur Byron, der mit seiner schönen Mutter im Wagen sitzt, als der Unfall im dichten Nebel geschieht. Byron weiß sofort: Er darf keinem etwas davon erzählen. Doch in nur zwei Sekunden ist die ganze Welt aus den Fugen geraten, und er braucht James an seiner Seite. Können zwei Sekunden existieren, die es vorher nicht gab? Und wird ihre perfekte Welt jemals wieder in den Takt kommen?

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Originelles Familiendrama

Byron Hemmings ist elf Jahre alt, als sein belesener Freund James ihm erzählt, dass dem aktuellen Jahr (1972) zwei zusätzliche Schaltsekunden hinzugefügt werden müssen. Wann das genau passieren wird, konnte James jedoch nicht herausfinden.

Byron ist gleichermaßen fasziniert und verstört von diesen zwei Extrasekunden - und dann ist er sich plötzlich ganz sicher, dass er weiß, welche Sekunden das sind: die, in denen seine Mutter mit dem nagelneuen Luxusauto in einem heruntergekommenen Viertel das kleine Mädchen auf dem roten Dreirad angefahren hat, ohne es zu merken, und einfach weitergefahren ist.

Dieser Moment, diese Sekunden sind der Auslöser für eine Kette von Ereignissen, die Byrons Leben (und das seiner ganzen Familie) für immer grundlegend verändern werden.

Was so spoilerfrei zusammengefasst etwas banal klingt, erzählt Rachel Joyce aus der Perspektive des Jungen mit viel Einfühlungsvermögen und scharfem Blick für die Dynamik innerhalb von Familien und Freundschaften. Hinter der wohlhabenden Fassade der Hemmings' - der Vater ist beruflich sehr erfolgreich, die Mutter eine gepflegte Schönheit, das Familienheim eine Villa auf einem weitläufigen Grundstück - verbirgt sich eine ziemlich dysfunktionale Familie, der Vater entpuppt sich als Tyrann und die Mutter als labil. Eine ganz schöne Last, die Byron alleine zu tragen hat, denn er spricht darüber nicht einmal mit James.

Der zweite Handlungsstrang in der Gegenwart rund um Jim, einen Mann in den Fünfzigern, der an Zwangsstörungen leidet und ein ewiger Außenseiter ist, scheint lange Zeit nicht ins Bild zu passen, bis erste Hinweise auf den Zusammenhang auftauchen. Jims Welt voller Gefahren, die nur er selbst sieht, und voller Rituale, die die Gefahr bannen sollen, ist gleichermaßen faszinierend und beklemmend. Und so traurig es oft ist, quasi mit anzusehen, wie Jim immer wieder an der Gesellschaft zu scheitern droht, für die er nur irgend so ein Bekloppter im Wohnwagen ist, so empfand ich es gleichzeitig als Aufruf, solche Menschen nicht achselzuckend abzutun oder einfach zu ignorieren.

Ab und zu war gerade in Byrons Handlungsstrang vielleicht ein bisschen viel Drama im Spiel, insgesamt hat mir aber dieser unterhaltsame und auch stellenweise nachdenklich machende Roman über Familie und Freundschaft, Schuld und Vergebung, Außenseiter und Standesunterschiede gut gefallen.

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