John Boyne: Das späte Geständnis des Tristan Sadler

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John Boyne: Das späte Geständnis des Tristan Sadler
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Absolutist
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783492302555

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Die ältere Dame mit dem Fuchs um den Hals, die mir im Zugabteil gegenübersaß, erinnerte sich an einige der Morde, die sie über die Jahre begangen hatte.

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London, September 1919: Der junge Tristan Sadler steigt in einen Zug. Er fährt nach Norwich, um sich dort mit Marian Bancroft, der Schwester seines toten Kameraden Will, zu treffen. Will und Tristan waren Freunde, die Seite an Seite im Ersten Weltkrieg gekämpft haben – bis Will eine folgenschwere Entscheidung traf, die er für den Rest seines Lebens bereuen sollte ...

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Im September 1919 fährt Tristan Sadler nach Norwich, ein Bündel Briefe im Gepäck, Briefe, die sein Kriegskamerad Will Bancroft von seiner Schwester Marian an die Front geschickt bekam.

Will ist tot, hat den Krieg nicht überlebt, und Tristan möchte Marian die Briefe zurückbringen, auch wenn er weiß, dass sie ein schwacher Trost sein werden.

Tristan selbst hat den Krieg zwar äußerlich einigermaßen unbeschadet überstanden, doch psychisch ist er völlig am Ende und wird nicht fertig mit dem, was er erlebt und getan hat, und auch Dinge, die er nicht getan hat, quälen ihn.

John Boyne gelingt hier ein unglaublich eindrucksvoller Roman über den 1. Weltkrieg und die jungen Männer, die in diesem Krieg gekämpft haben. Ungeschminkt schildert er den erbarmungslosen Drill bei der Ausbildung der jungen Rekruten und die furchtbaren Zustände auf den Schlachtfeldern, das sinnlose Töten, den Dreck und den Schlamm  und das Ungeziefer. Dabei reichen ihm wenige eindringlich gezeichnete Szenen, um das Grauen in den Schützengräben zu vermitteln. Und es geht auch um diejenigen, die nicht kämpfen wollen, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigern - zur damaligen Zeit ein absolutes Unding, "Vaterlandsverräter" noch eine der netteren Bezeichnungen.

Die Freundschaft, die sich zwischen Tristan und Will entwickelt, hat Boyne auch ganz wunderbar beschrieben, wie auch das Zusammentreffen zwischen Tristan und Marian. Alle drei sind sehr "echte" Charaktere - jeder auf seine Art sympathisch, aber auch in gewisser Weise sperrig, was für Konflikte sorgt, die teils heftige Konsequenzen haben. Mehrmals hätte ich mir gewünscht, einer von ihnen hätte anders gehandelt, damit die Geschichte anders ausgeht, aber andererseits war gerade diese traurige Authentizität das, was mich so sehr berührt hat an diesem Buch, in dem auf nur gut 300 Seiten so viel passiert und dieser schreckliche Krieg fast 100 Jahre später noch so greifbar wird.

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