Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels

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Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels
ET (D)
2008
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
El Juego del Ángel
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783100954008

Informationen zum Buch

Seiten
720

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Ein Schriftsteller vergisst nie, wann er zum ersten Mal für eine Geschichte ein paar Münzen oder Lob empfangen hat.

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Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät - und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse.

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Begeisterung ist schwerer zu formulieren als ein Verriss, aber ich werde mein Bestes tun.

Carlos Ruiz Zafon hat einen großartigen Roman geschrieben, der sich mit seinem Vorgänger „Der Schatten des Windes“ durchaus messen kann. Eine unheimliche Spannung zieht sich durch das ganze Buch und man fühlt sich als Leser dem Spiel des Autoren ausgeliefert. Diese Spannung baut sich sehr langsam auf und steigert sich immer weiter, lässt aber auf keiner Seite nach. Über die ganze Zeit fiebert man mit der Hauptperson mit, die von einem Schlag nach dem anderen getroffen wird und die sich immer tiefer in etwas verstrickt, was sie selbst nicht versteht und aus dem kein Ausweg führt. Ruiz Zafon lässt den Leser sehr lange zappeln und bis kurz vor dem Ende im Dunkeln, bis er eine Lösung präsentiert, die sehr kunstvoll und höchst beeindruckend ist.

Das Buch lebt von spritzigen und ironischen Dialogen. Besonders Martíns Gespräche mit seiner Assistentin Isabella sind ein wunderbarer Schlagabtausch, den ich sehr gerne gelesen habe. Aber auch die Gespräche mit dem alten Buchhändler Sempere oder mit anderen Protagonisten ließen mich oft schmunzeln. Aber auch die ernsthafteren Dialoge haben mich sehr gefesselt, denn die Personen erzählen auf eine Art und Weise, dass man sich als Leser mit einbezogen fühlt.

Ruiz Zafon zeichnet seine Figuren sehr facettenreich und bildhaft, dass man sie stets gut vor Augen hat, obwohl er sie vom Äußeren her gar nicht so genau beschreibt. Doch er lässt sie so reden und gestikulieren, dass man sie einfach vor sich sieht.

Das Spiel des Engels hat über 700 Seiten, die ich in nur zwei Tagen verschlungen habe – besser kann ich nicht deutlich machen, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat.

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Ich habe von diesem Buch definitiv mehr erwartet. Sprachlich war es schön, zweifellos eine gute Leistung von Autor und Übersetzer, aber irgendwie blieben die Personen mir fremd und die Story hat mich nicht interessiert.

Hauptfigur Martin beginnt als etwas übereifriger, aber nicht unsympathischer junger Bursche, der dann in wenigen Seiten zu einem menschenfeindlichen Mann wird. Die Nebenfiguren bleiben eher schwammig und unausgegoren, es mangelt ihnen allen an echter Persönlichkeit

Ich habe voller Elan und Vorfreude angefangen zu lesen und habe mich dann lange gefragt, was denn nun schon echte Story und was Vorgeplänkel ist und habe mich dabei von Kapitel zu Kapitel immer mehr gelangweilt. Als dann schließlich doch ganz viel passiert ist, hatte ich keine Lust mehr alle Winkelzüge mitzudenken, ich war nicht wirklich in der Geschichte drin und habe nicht durchschaut, was Zafón eigentlich erzählen will. Der Autor hat zu viele Häkchen und Schnörkelchen gesetzt und darüber den roten Faden und vor allem so etwas wie Spannung vergessen. Es bleibt zuviel unaufgeklärt und ich habe, ehrlich gesagt, aber auch keine Lust darüber weiter nachzudenken.

Vielleicht war es nur das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt und es liegt an mir, dass ich nicht in die Geschichte hinein gefunden habe, aber ich war sehr enttäuscht vom "Spiel des Engels".

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Barcelona 1917. David Martín ist ein junger, begabter Schriftsteller und feiert erste Erfolge mit einem Fortsetzungroman in der Zeitung. Doch dann gerät seine Karriere ins Stocken und er findet sich in einem Knebelvertrag mit einem drittklassigen Verlag wieder, bei dem er auch noch unter Pseudonym schreiben muss und unter großem Druck steht. Hinzu kommen mit der Zeit besorgniserregende Symptome, die auf eine schwere Erkrankung hindeuten.

Da erhält er überraschend einen Brief von Andreas Corelli, einem Pariser Verleger, der ihm ein verlockendes Angebot macht, das David einfach nicht ausschlagen kann. Von da an verändert sich sein Leben immens. Merkwürdige Dinge passieren um ihn herum, er zieht in das düstere, aber faszinierende Haus, das ihn schon immer wie magisch angezogen hat und offenbar ebenfalls Geheimnisse hütet.

Bald stellt sich Corellis Angebot als zweischneidiges Schwert heraus, und David kann sich nicht sicher sein, wem er überhaupt noch trauen kann und wer Corelli eigentlich ist.

Die Ingredienzen für einen gelungenen Nachfolger des großartigen "Schatten des Windes" sind also gegeben: Literatur, merkwürdige Gestalten, mysteriöse Geschehnisse und leicht schaurige Handlungsorte.

Doch von Anfang an vermochte das Buch nicht denselben Zauber und Lesesog zu entwickeln, obwohl es flüssig geschrieben ist. Mit David wurde ich bis zum Schluss nicht richtig warm, und für meinen Geschmack blieben zu viele Fragen offen, wie etwa, was Corelli mit dem Buch, das David schreiben sollte, überhaupt bezwecken wollte. Auch die anderen Figuren konnten mich nicht wirklich berühren, außer dem äußerst sympathischen alten Buchhändler Sempere.

Die gruselig-faszinierende Atmosphäre des "Schattens" kam ebensowenig zustande, obwohl sämtliche Versatzstücke da waren. Doch was sich dort zu einem harmonischen Ganzen fügt, wirkt hier gewollt und aufgesetzt, als hätte man zwar die Zutaten in eine Schüssel geworfen, aber nicht ordentlich durchgeknetet. Die Grenzen von Realität und Phantastik verschwimmen auf irgendwie unklare Weise, nichts wird schlüssig erklärt. Gegen Ende wird es dann auch noch (für meine Begriffe unnötigerweise) ziemlich blutig.

Somit muss ich mich leider dem Kreis derer anschließen, die von diesem Nachfolgerbuch eher enttäuscht sind.

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Zuviele Fragen am Ende

Keine Frage, dieses Buch ist von Beginn an spannend, mystisch und teilweise auch ein wenig schaurig. Wortgewaltig, wie man es auch von dem ersten Roman Zafóns kennt, wird der Leser mit dem Protagonisten David Martín auf eine literarische Reise durch das Barcelona zu Beginn des 20sten Jahrhunderts geschickt. Leider hat mir das Ende des Buches einige Probleme bereitet. Wer offenen Enden zugetan ist, mag mit diesem Buch glücklich sein, mir allerdings war dies etwas zu viel. Zu viele Handlungsstränge blieben offen und ich hatte das Gefühl am Ende des Buches vom Autor am ausgestreckten Arm verhungern gelassen zu werden und das fand ich sehr schade, zumal mich dieses Buch wirklich bis fast zum Ende unglaublich gefesselt hat. Man fiebert unwillkürlich mit dem Protagonisten mit und hält mit ihm gemeinsam den Atem an, was wohl als nächste geschehen wird. Schade, dass der Epilog noch mehr Verwirrung stiftete, anstatt dem Leser letztendlich einige Erklärungen zu Teil werden zu lassen.

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