Mary Ann Shaffer, Annie Barrows: Deine Juliet

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Mary Ann Shaffer, Annie Barrows: Deine Juliet
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783499245930

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch

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Handlungsort

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London in den späten vierziger Jahren: Die temperamentvolle junge Schriftstellerin Juliet erhält eines Tages einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey. Er hat antiquarisch ein Buch erworben, das zuvor ihr gehörte. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von einem literarischen Club erfährt, den die Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen: der «Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf». Juliet wird neugierig. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth und deren großer Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen

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Herzerwärmend!

London 1946. Wie alle Menschen in London versucht die Schriftstellerin Juliet seit dem Ende des Krieges, ihr Leben neu zu ordnen. Ihre Wohnung wurde ausgebombt, und die Zeitungskolumne "Izzy Bickerstaff zieht in den Krieg", mit denen sie während des Krieges ihr Geld verdiente und zu einigem Ruhm gekommen ist, sind nun auch passé. Dafür hat sie einen Verehrer, den sie noch nie zu Gesicht bekommen hat, ein paar gute Freunde und eine spitze Zunge. Und als ihr ein Brief ins Haus flattert, der von einem ungewöhnlichen Literaturclub auf der Insel Guernsey erzählt, hat sie auch endlich wieder Stoff zum Schreiben.

Zwischen Juliet und einigen Menschen aus Guernsey entspinnt sich daraufhin ein reger Briefwechsel, in dem sie nicht nur die denkwürdige Entstehungsgeschichte der "Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society" erfährt (der Originaltitel ist sooo viel schöner als die Übersetzung "Guernseyer Freunde von Literatur und Kartoffelschalenauflauf, oder?), sondern nach und nach mit einigen Briefschreibern regelrecht Freundschaft schließt, nicht zuletzt mit dem Landwirt und Bücherliebhaber Dawsey Adams, dem Verfasser des allerersten Briefes. Und natürlich reift irgendwann bei ihr der Wunsch, ihre Korrespondenten persönlich kennenzulernen ...

"Entzückend" trifft es bei diesem Buch ziemlich gut. Was mir als erstes aufgefallen ist, war der herrliche Humor. Juliet ist gerne etwas sarkastisch und verfügt über eine gesunde Portion Selbstironie. Das ist zwar im Nachkriegsengland reichlich undamenhaft, aber ungemein sympathisch. 

Die skurrile Geschichte der Vereinsgründung auf Guernsey, die ihr per Brief ins Haus schneit, ist einerseits schräg und witzig, hat aber einen ziemlich ernsten Hintergrund - die strengen Restriktionen, die der Bevölkerung während der Besetzung durch deutsche Truppen über fast fünf Jahre hinweg auferlegt wurden. Der Literatur- und Kartoffelschalenauflaufclub ist eine originelle Spielart von "Not macht erfinderisch", während vieles andere, was die Menschen auf Guernsey zwischen 1940 und 1945 erlebt haben, alles andere als lustig ist, und so schlägt das Buch zwischendurch auch sehr ernste Töne an.

Ein paar Entwicklungen kamen für mich nicht gerade überraschend, aber nachdem Juliet, ihre englischen Freunde und die "Guernseyaner" mein Herz so schnell erobert hatten, konnte ich das ganz gut verschmerzen, auch wenn ich das Ende ein bisschen abrupt drangeklatscht fand - das hätte sich für meinen Geschmack gerne noch ein wenig langsamer zusammenbrauen können.

Alles in allem ist das Buch mit dem leider sehr nichtssagenden deutschen Titel jedoch eine wirklich schöne, herzerwärmende Geschichte über Menschen und Bücher, die ich gerne irgendwann einmal wieder zur Hand nehmen werde.

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Deine Juliet

Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten genossen. Warum dies so war? Weil dieses Buch die perfekte Mischung enthält, welche ein Buch kurzweilig und interessant macht. ?Diese Geschichte, obwohl fiktiv, könnte genauso geschehen sein, denn es gibt nicht nur die guten Seiten, sondern auch die, welche uns Schmerzen und Trauer bescheren. Trotz aller ernsten Dinge, werden diese immer wieder durch humorvolle und schlagfertige Dialoge von wirklich liebenswerten, witzigen und skurrilen Personen abgelöst. Auch wenn dieses Buch lediglich aus Briefen besteht, so haben doch alle diese Briefe jeden der Charaktere perfekt gezeichnet, mit allen Höhen und Tiefen. Auch die Sprache passt in die 40iger Jahre, so dass man den Eindruck gewinnt, dass diese Briefe von realen Personen geschrieben wurden. Mary Ann Schaffer bringt es auf den Punkt, was die Macht der Literatur bewirken kann. Wie sie auch in düsteren Zeiten Freude verbreiten kann und Menschen zusammenführt. ?Außerdem beschreibt dieses Buch die Werte von Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Mut, vor dem Angesicht des Bösen, wobei ich dieses Buch aber niemals als bedrückend empfunden habe. Trotz der teilweisen sehr ernsten Thematik, bewirkte dieses Buch durchweg positive und sogar fröhliche Gefühle und es erweckt eine unglaublich Lust, nach Guernsey zu reisen.??

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