Henning Mankell: Der Chronist der Winde

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Henning Mankell: Der Chronist der Winde
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783423129640

Informationen zum Buch

Seiten
267

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Handlungsort

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Eine magische Aura umweht den afrikanischen Straßenjungen Nelio: Noch nie hat jemand gewagt, ihn zu verprügeln. Vielleicht weil aus dem 10-Jährigen, dem sich die irdischen Abgründe viel zu früh erschlossen haben, eine greise Weisheit spricht. Jetzt aber liegt Nelio mit schweren Schusswunden auf dem Dach eines ärmlichen Theaters. Dort erzählt er -- zwischen kräftezehrenden Fieberschüben -- dem Bäckerjungen José Antonio Maria Vaz sein Leben. Das beginnt mit der Erinnerung an die Banditen, die sein Dorf niederbrannten, seine Schwester töteten und vor denen er geflüchtet ist, als sie ihn zwingen wollten, einen Verwandten zu erschießen. Und es endet bei den Straßenkindern in der Stadt, denen Nelio zu einem an Fairness und Reife geradezu übermenschlichen Anführer wurde: Gestohlen jedenfalls wird nicht unter seinem Regime; bestenfalls -- in der Villa eines verreisten Entwicklungshelfers -- der Kühlschrank leer gegessen.

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Henning Mankell hat mit "Der Chronist der Winde" ein wunderbares Buch geschrieben. Auf dem Buchrücken steht, daß man nach dem Lesen Afrika anders sehen würde. Ich sehe Afrika nicht anders. Ich sehe Afrika durch dieses Buch überhaupt zum ersten Mal. In diesem bemerkenswerten Buch steckt für mich aber noch sehr viel mehr: Mut, Hoffnung, Freude, Trauer, Freiheit.

Nelio erzählt seine Geschichte und weiß, daß er sterben wird. Doch ich erfuhr nicht nur Nelios Geschichte, sondern ich lernte auch Menschen kennen, die so skurril schienen, daß ich sie gerne kennengelernt hätte.

Ein bißchen würde ich die Poesie des Chronisten der Winde mit Antoine de Saint-Exupéry's "Der kleine Prinz" vergleichen, denn die Worte des zwölfjährigen Nelio sind unglaublich weise und lassen uns straucheln und uns über uns nachdenken. Meine Gefühle nach Beenden dieses Buches lassen sich schwer in Worte fassen, aber der Autor hat es eigentlich bereits gesagt: "Dieses Buch wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben".

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Brillinat und Herausragend an diesem Buch sind die vielen eingewobenen Weisheiten, die uns der Autor ins Bewusstsein streut. Meiner Meinung nach ist nicht Nelios Charakter der Kosmos, der ergündet werden soll, sondern das Leben an sich in all seinen kopmlexen und variablen Formen, gesehen durch Augen, welche ganz und gar nicht den unseren "weistlichen" entsprechen. Wer wie wir in einer Konsumgesellschaft lebt, geprägt von Wohlstand und getrieben von der Gier nach Erfolg und Reichtum, der sollte Bücher wie dieses Lesen, um seinen getrübten Blickwinkel zu klären und zu ändern. Die Afrikanische Kultur, die afrikanische Geschichte, die sozialen Umstände von Krankheiten, Kriegen, Kriminalität und Armut und die unverfälschte Ehrlichkeit, Auffassungsgabe und Gutherzigkeit eines Kindes (in diesem Falle Nelio) lassen uns das Phänomen "Leben" hier in einem beinahe herzzerreißend bekemmenden und doch befreienden Licht erkennen.

Wer kritisiert, dass Nelios Charakter hier als bloße "Heftklammer" für einen breit gefächerten Roman missbraucht wird, der hat den eigentlichen Sinn und die Botschaft dieses Buches, die ich darin finde, nicht erkannt. Denn um etwas über das Leben und vorallem über die Lebensliebe und Lebenslust zu erfahren, sollte man hier zwischen den Zeilen lesen und das Essentielle Gedankengut herausfiltern, anstatt nach perfekter Struktur und Gkaubwürdigkeit zu forschen. Denn der Hauptprozess beim Lesen dieses Buches findet im Geiste statt, in Form von Selbstbesinnung, Veränderung des Weltbildes, Erweiterung von global-sozialem Problemempfinden und Übernahme der liebevollen afrikansichen und kindischen Mentalität. Das Märchen Afrika mit all deinen brutalen Realitäten, Narben, Riten, und der geheimnisvollen und Naturverbundenen Kultur wird hier in einer von unendlich vielen Facetten wiedergespiegelt und sollte von einem jeden Leser in sein Herz aufgenommen werden.

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Ich schreibe gerade ein Referat über Henning Mankells "Der Chronist der Winde".

Somit habe ich mich scho einige Zeit mit diesem Buch auseinandergesetzt.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eines der gefühlvollsten das ich jemals gelesen habe. Wie kein anderer versteht es Mankell die wahren Eigenschaften und Wichtigkeiten des Lebens aufzuzeigen. Ich kenne Afrika etwas und habe nicht nur als Tourist dort verweilt, man sieht wie sehr sich der Autor mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Jemand der Afrika nicht kennen würde, dem wäre es auch nicht möglich solch ein Buch zu schreiben. Afrika ist in all seinen Facetten ein bemerkenswerter Kontinent, vor allem die Gesellschaft und die Menschen die darauf leben.

EIN MEISTERWERK!!!!

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Auch ich war anfangs der Meinung, dass dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Unwissend las ich das Buch für den Deutschunterricht und gab ebenfalls eine böse Kritik ab, wie alle anderen auch. Doch liest man dieses Buch, mit dem Hintergedanken im Kopf, dass dort eine politische Symbolik hintersteht und analysiert diese mal, bekommt der Inhalt eine ganz andere Bedeutung. Ich persönlich finde zwar dieses Buch immer noch nicht so umwerfend, dass es ein besonderen Platz in meinen Herzen bekommt, jedoch muss ich zugeben mich in dem Autor und seine Arbeit getäuscht zu haben. Es ist ein wirklich gut geschriebenes Buch, was auch interessant sein kann, wenn man sich mal mit dem Hintergrund und der wirklichen Bedeutung vertraut macht.

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Ich finde Nelios Geschichte als "Heftklammer" für den Rest des Buches abzutun ist etwas platt. Gerade ein solches Buch, dass mit seinem melancholischen, schwermütigen "Warheiten" über einen Aspekt des Lebens in Afrika, empfindlich wachrüttelt und zum Nachdenken anregen sollte, daran zu bewerten, wie gut ein Nebencharakter umrissen ist (Esmeralda), halte ich für die vollkommen falsche Herangehensweise. Es ist kein Krimi und auch kein Buch, dass ich zum puren Vergnügen oder Zeittotschlagen lesen würde, auch wenn es einfach geschrieben ist. Die leichten Worte tragen für den offenen Leser eine wunderbare Tiefe und menschliche Erfahrung in sich, es ist eben keine Geschichte die nur unterhält und zu hundert prozent Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Man muss sich auf die Bilder einlassen, weniger auf die Charaktere, bei denen ich auch nicht die Skurrilität hervorheben würde, sondern die Einfachheit denen Nelio ein starker Kontrast ist. Nelios Charakter mag schwer zu deuten sein, weil er vielseitig ist... Dona Esmeralda kommt viel seltener vor und macht es da schon einfacher, aber ich empfehle jedem Leser sich die Mühe zu machen und dem beim einmaligen Lesen relativ unscharf bleibenden Bilde Nelios eine genaue Betrachtung zu widmen. Mich hat das Buch, als Schullektüre gelesen, beindruckt und fasziniert.

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Auch ich bín der Meinung, dass der Titel des Buches mehr verspricht als letzlich der Inhalt hält. Wie auch bei "Die rote Antilope" gelingt es Mankell nicht, die Geschichte des Protagonisten (Molo bzw. im vorliegenden Falle Nelio) glaubhaft und nachvollziehbar darzustellen. Auch hier wieder brilliert Mankell in der Charakterisierung von Nebengestalten wie der des geistig umnachteten Dikators oder dessen Tochter Esmeralda. Ihr fitzcarraldoesker Wahn und ihre Besessenheit, ihr Theaterprojekt mit allen (untauglichen) Mitteln durchzupeitschen - brillant! Die Geschichte des Straßenjungen Nelio - eigentlich nicht viel mehr als eine literarische Heftklammer um das Ganze in (Roman-) Form zu halten.

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