Stephen Fry: Der Lügner

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Stephen Fry: Der Lügner
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Liar
ISBN-13
9783453092877

Informationen zum Buch

Seiten
333

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Handlungsort

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Der fünfzehnjährige Arthur Healey ist ein Dandy und Schwerenöter wie er im Buche steht, von niemand kann er die Finger lassen, amouröse Abenteuer pflastern geradezu seinen Weg. Männlein wie Weiblein -- jeder erliegt seinem Charme. Begabt mit einer außerordentlichen Phantasie, bereitet Arthur seiner schulischen Umwelt nicht nur Freude: sein -- anonymer -- Artikel über homoerotische Anleitungen zum Gruppensex schockiert, gelinde gesagt, die Lehrerschaft, und seine pornographische Version von Oliver Twist, für die sich Charles Dickens im Grabe wälzen würde, erschüttert den ein oder anderen Dozenten im Glauben an die Reinheit der englischen Literatur. Zudem erschüttert er seinen Freundeskreis immer wieder mit haarsträubenden,tragischen Familiengeschichten.

Einzig Professor Trefusis ist begeistert von seinem Schützling Arthur. Doch nach einem prekären Zwischenfall in einer Männertoilette muß sich Trefusis aus dem Schuldienst verabschieden. Jedoch erklärt Trefusis Arthur den wahren Grund für seinen Ausstieg: Er muß zwecks einer gefährlichen Mission für das englische Vaterland nach Salzburg und nimmt Arthur mit auf die, wie es sich herausstellt, ziemlich riskante Reise. Schon bald werden die beiden gejagt, schließlich geht es um eine ungeheure Erfindung -- ein Lügendeflektor, der es ermöglicht, alle Wahrheiten ungefiltert von menschlichen Neigungen wie Lügen und Verdrängung ans Licht zu bringen. Ein Gerät, nach dem ziemlich viele andere zwielichtige Gestalten gieren und dessen Geschichte schon von Blut befleckt wurde.

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Stephen Fry – Der Lügner

Das vorliegende Buch ist das Erstlingswerk des britischen Autors Stephen Fry mit einer weltweiten Verkaufszahl von über einer Million. Das sollte zumindest etwas über die Qualität des Buches aussagen, oder nicht? Adrian Healey ist ein junger Mann im England der Nachkriegszeit. Ein hochtrabender Lügner, der es ohne Probleme mit dem Baron Münchhausen aufnehmen könnte, durchlebt eine turbulente Zeit, bewegt von den eigenen Trieben, den vereinzelt auftauchenden Selbstzweifel und den unmoralischen und gedankenlosen Spielchen, die er mit seinen Lehrern und Mitschülern treibt.

Als Hauptfigur des Romans ist Adrian eher unsympathisch. Durch sein auffallend störendes Verhalten, seine unglaublichen Geschichten, seine zwanghaft scheinende Lügnerei macht er einen äußerst verstörten und krankhaften Eindruck. Vielleicht ist es aber auch seine außergewöhnliche Intelligenz gepaart mit einem falschen Weltbild, einer verschobenen Realitätswahrnehmung, die diesen Eindruck beim Lesen erweckten, so wird der Leser doch in den Bann der Geschichte gezogen. Oftmals erscheint aber die wenig chronologische Widergabe der Geschehnisse verwirrend. Ausformulierte Textpassagen, Auszüge aus schriftlichen Ergüssen des Protagonisten lähmen den Lesefluss, ja führen sogar zu ablehnendem Weglegen des Buches. Kapitel in denen die handelnden Figuren namenlos bleiben, nur durch Kleidungsstücke oder Spitznamen bezeichnet werden, tragen nicht wirklich zu einem erhebenden Leseerlebnis bei.

Das Buch hält jedoch einige überraschende und ernüchternde Einblicke in das Leben des Adrian Healey bereit. So konnte dann auch das Ende des Buches mit einer spannenden Entwicklung aufwarten und einen letztendlich positiven Eindruck hinterlassen. Dennoch kann ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen, da ich mich selbst beim Lesen eher von der Person Healeys abgeschreckt fühlte und mich durch etliche Passagen gequält habe. Für ein Erstlingswerk ist es relativ ausgereift, und verspricht einiges Potenzial des Autors. Daher werde ich mir sicher das ein oder andere Folgewerk des Autors zu Gemüte führen.

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Ich bin durch Zufall an dieses Buch geraten und kann es nur jedem halbwegs aufgeschlossenem Mensch wärmstens empfehlen: ein wahrer Lesegenuss!

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