Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße

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Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783847905790

Informationen zum Buch

Seiten
240

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs.

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Handlungsort

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Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen - Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

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Magisches (Horror-)Märchen für Erwachsene

Ein Ich-Erzähler, dessen Namen der Leser während des gesamten Buches nicht erfährt, kommt als erwachsener Mann an den Ort zurück, wo er als 6-jähriger einige schauerlichen Dinge erlebt hat. Während er sich dem Teich nähert, an dem er als 6-jähriger mit seiner damaligen Freundin Lilly auch gewesen ist, kommen nach und nach die Erinnerungen zurück und was er da zu erzählen hat, erinnert mit der Zeit immer mehr an ein Gruselmärchen.

Der Roman beginnt schon sehr geheimnisvoll und wird im Laufe der Zeit immer düsterer und unheimlicher. Die Dinge, die sich bei dem Ich-Erzähler als Kind abspielen, können zum Teil gut für Alpträume dienen. Mich zog aber diese dunkle und unheimliche Erzählart in ihren Sog und das kleine Büchlein war schnell ausgelesen.

Der Autor baut dabei nach und nach immer mehr magische und märchenhafte Elemente in seine Erzählung mit ein und nach Ende des Buches würde ich diesen Roman als (Horror-)Märchen für Erwachsene einstufen. Verwirrend blieb für mich bis zum Schluss, warum er dem Erzähler keinen Namen gibt und das Buch ohne Erwähnung von diesem enden lässt. Interessanterweise störte mich jedoch dieser fehlende Name irgendwann nicht mehr und ich akzeptierte das einfach. Genauso wie ich die magischen Elemente einfach akzeptierte.

Zum Teil werden die magischen Elemente erklärt, zum Teil werden aber keine weiteren Erklärungen geliefert und einiges blieb offen. Einige Dinge hätte ich mir schon noch genauer erklärt gewünscht, jedoch auch ohne diese funktioniert der Roman sehr gut.

Immer wieder hat der Autor vergleiche zur Erwachsenenwelt eingebaut und es finden sich einige schöne Sätze darüber, wie Kinder noch die Welt betrachten und was sie dann im Laufe des erwachsen werdens irgendwie vergessen oder einfach verlieren. Dazu gibt es einige schöne Aussagen, die so wahr sind und die mich zum Teil auch wieder in meine Kindheit zurück versetzt haben.

Gut gefallen hat mir, dass es am Ende eine Erklärung dafür gibt, wieso der Ich-Erzähler scheinbar so normal leben kann, obwohl er als kleines Kind so schreckliche Dinge erleben musste.

Alles in allem ein magisches Buch, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat und ich sehr gerne gelesen habe. Aufgrund der paar Schwächen vergebe ich insgesamt vier Sterne.

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Eine fantastische Geschichte für Erwachsene

In der „Ozean am Ende der Straße“ begleiten wir den namenlosen Ich-Erzähler zurück in seine Kindheit. Eine Beerdigung bringt ihn an den Ort zurück, an dem er als kleiner Junge lebte und nach und nach tauchen wir gemeinsam ein in seine Vergangenheit. Alles beginnt damit, dass seine Familie aus finanziellen Gründen Untermieter in ihrem Haus aufnehmen muss. Daraufhin gibt es ein einschneidendes Erlebnis nach dem anderen für den Jungen, beginnend mit dem Tod seiner geliebten Katze. Mysteriöse Dinge passieren und dadurch lernt er eine sonderbare Nachbars-Familie kennen und gewinnt eine neue Freundin, die ihn in eine fantastische und doch beängstigende Welt mitnimmt…

Der Roman ist ein perfektes Märchen für Erwachsene und jetzt, nachdem ich es gelesen habe, wundert mich die Altersempfehlung „ab 16 Jahren“ auch nicht mehr. Teilweise ist es ganz schön harter Tobak, was der Ich-Erzähler da durchmacht und ich musste das Buch so manches Mal kurz zur Seite legen, um mal eben durchzuatmen. Es gibt immer wieder Szenen, in denen man mit dem Jungen Todesangst durchsteht und dann wiederum Szenen, in denen man sich selber richtig geborgen fühlt. Dieser Kontrast zwischen beidem hat für mich gerade den Reiz ausgemacht. Die Art, wie Neil Gaiman seine Geschichten erzählt hat einfach etwas „Traumhaftes“, im wahrsten Sinne des Wortes. Und keinem Erwachsenen kaufe ich es so sehr ab, wenn er sich in die Lage eines Kindes versetzt. Gaiman ist ein großartiger Geschichtenerzähler und immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich einzelne Sätze unterstreichen möchte, weil sie so perfekt sind.

Neil Gaiman schafft eine fantastische Welt, über die ich gerne mehr erfahren hätte mit unglaublich liebenswerten Charakteren. Das ist für mich auch der große Wermutstropfen: Ich hätte so gerne noch viel mehr erfahren von allem! Daher ist es aber ein Buch, was ich unbedingt noch einmal lesen möchte.

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Ein wunderbares Märchen für Erwachsene

Ein Mann, schätzungsweise in den Vierzigern, kehrt anlässlich eines Begräbnisses zurück an den Ort, wo er seine Kindheit verbracht hat, und fängt beim Anblick des Ententeichs auf der Nachbarfarm auf einmal an, sich immer stärker an damals zu erinnern. An Lettie, für die der Teich kein Teich war, sondern ein Ozean, an das alte Haus, in dem er damals mit seinen Eltern und seiner nervigen kleinen Schwester wohnte, an eine Reihe Untermieter, die seine Familie aus Geldnot aufnehmen musste ... und an eine Kette von höchst merkwürdigen Ereignissen, die der Junge dort erlebt hat.

Es beginnt mit einem traurigen, aber vollkommen diesseitigen Unglücksfall, der die Welt des kleinen Jungen vorübergehend erschüttert - sein Kätzchen wird von einem Auto angefahren, der Kleine trauert und vermisst seinen Spielgefährten. Doch noch bevor er diesen Verlust verdaut hat, geschehen wie Paukenschläge andere Dinge, mysteriöse, beängstigende Dinge, denen sich der namenlose Erzähler ganz alleine stellen muss. Oder fast alleine. Es gibt ja noch die Hempstocks nebenan: Lettie, ihre Mutter und ihre Oma, die über einige höchst besondere Fähigkeiten verfügt ...

Neil Gaiman erzählt hier eine absonderliche Geschichte, in der sich die Grenzen zwischen Realität und Märchenwelt auf eine Art verwischen, die mich als Leserin immer wieder überrascht hat. Was wie eine "handelsübliche" Kindheitsgeschichte über Traumata, Verluste und ganz normale Alltagskonflikte anfängt, entwickelt sich zu einem phantasievollen, oft surrealen Märchen.

Gaiman trifft dabei den Tonfall und die Gedankenwelt eines Siebenjährigen nahezu perfekt und lässt uns atemlos mitfiebern, denn er schont seinen kleinen Protagonisten wahrlich nicht. Widerwärtig, zauberhaft, unheimlich und mitreißend ist dieses wundervolle Buch, das auf wenigen Seiten so viel mehr sagt als mancher dicker Wälzer. Gaimans Sprache ist zum Niederknien schön und lässt einen selbst wieder zum Kind werden, mit Kinderaugen sehen und mit einem Kinderherzen fühlen.

Wer am Ende lauter sauber verknüpfte Fäden erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Einige Fragen bleiben unbeantwortet, anderes offen für Interpretationen. Trotzdem kommt das Buch für mich zu einem "runden" Schluss, und ich habe jetzt schon große Lust, es noch einmal zur Hand zu nehmen - zum einen, weil ich manche Dinge sicherlich mit dem Wissen um den gesamten Plot anders interpretieren würde und zum anderen, weil es sprachlich einfach so ein Hochgenuss war und ich Gaimans schöne, kluge Sätze, vor allem über die Kindheit, unbedingt noch einmal genießen möchte.

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Lesen...reinplumpsen lassen und wohlfühlen.

Zumindest ist es mir bei dem Buch so gegangen. Auch wenn ich mir vorstellen kann, daß dieser Roman nicht für jeden Menschen passt.
Es passieren in diesem Buch soviele kleine fantastische und fantasievolle Dinge, daß man eigentlich nicht möchte, daß das Buch überhaupt ein Ende hat und bei Einigem wünscht man sich der Autor hätte sich ein wenig mehr Zeit genommen und die Geschichte und seine Gedanken etwas weiter gesponnen. Trotzdem bin ich mit dem Ende der Geschichte zufrieden.
Schon in seinen anderen Büchern hat Neil Gaiman eine wunderschöne Sprache und faszinierende Sätze die einen in seine Geschichte einlullen und genauso ist es mir hier auch wieder gegangen.
Die Geschichte an sich wäre wahrscheinlich noch kürzer erzählt, als Gaiman es hier getan hat. Junge trifft auf Monster und schöne Hexe, Monster ist böse zu Jungen, große Verwicklungen und dramtische Szenen und am Schluss wendet sich doch Alles so einigermaßen zum Guten.
So ist es auch in diesem Buch quasi, aber dann doch so viel mehr.
Wer Bücher mag, die vielleicht ein wenig verschrobener sind und fantasievoll erzählt sind, der ist bei diesem Buch genau richtig.

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(Aktualisiert: 01 Januar 2015)
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Tief wie der Ozean, genial!

Neil Gaiman - "Der Ozean am Ende der Straße" - Eichborn-Verlag

..schon allein der Titel verführt zum Lesen dieses herrlichen Buches

Der Ozean am Ende der Straße ist ein kleiner Ententeich, so groß und tief wie es nur der Fantasie eines Neil Gaiman entspringen kann. Der Erzähler, ein erwachsener Mann, der in seine alte Heimat zurückkehrt und nach den Spuren seiner wundersamen Kindheit sucht und eins ums andere, fast wie aus einem verschollenem Tagebuch wiedergibt, erzählt wie ein Märchen, von dem er selber nicht weiß, ob es so auch stattgefunden hat.
Eine ganz normale Familie, Vater, Mutter, er, ein siebenjähriger Junge und seine kleinere Schwester, leben in einem kleinen Haus in ländlicher Gegend. Als die finanzielle Situation etwas kippt, nehmen sie einen Untermieter auf, ein Opalschürfer aus Südafrika übernimmt jetzt des Jungen geliebtes Dachzimmer, ein seltsamer Mann, der Junge hat Bedenken, seine Ankunft stand unter keinem guten Stern. Als seine Mutter Arbeit in einer Apotheke findet, erobert die neue Haushaltshilfe, das familiere Regiment, die junge Schwedin übt auf alle eine ungewöhnliche Anziehungskraft aus, nur einen kann sie nicht täuschen - unser kleiner Held weiß, sie gehört nicht in seine Dimension..
Doch der Junge hat eine tollkühne Freundin, Lettie Hempstock, die mit ihrer Mutter Ginny und ihrer Großmutter genannt "Gramma" am Ende der Straße wohnt, ein magisches Trio aus uralten Zeiten, die den jungen Helden mehr als einmal retten müssen.
Ihre Farm hat einen kleinen Ententeich, in dem ein tiefer Ozean rauscht..
Tauchen sie ein, in eine Geschichte, die es eigentlich nicht gibt, grandiose Fantasy, die sich leise anschleicht, sich zu einem faszinierenden Abenteuer wandelt.
Atemberaubende pfadlose Poesie, die in jedes Bücherregal gehört! Ich bin begeistert, bitte mehr davon!
Liebe Lesegrüße, SABO
Zitat:
"Ich konnte dich nicht zum Ozean bringen, aber nichts hinderte mich daran, den Ozean zu dir zu bringen!"

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Zauberhafte Geschichte - am Ende viel offen

Anfangs war ich verwundert. Neil Gaiman steht für mich für Fantasy pur. Und hier? Ich fing an zu lesen und es hätte auch bei mit in der Nachbarschaft spielen können. Ganz geschickt werden dann Fantasy-Elemente eingeflochten. Ist es Fantasy oder Sinnestäuschung oder nur falsche Erinnerungen eines Kindes? Ich war mir anfangs nicht sicher. Das hat mir richtig gut gefallen, denn ich habe diese verzauberte Welt stehen lassen können, wie sie ist. Zauberhaft.

Die Personen sind alle so real, da konnte ich gut in die Geschichte eintauchen und mitfiebern. Von Wohlfühlmomenten bis Grusel ist alles dabei - innerhalb eines Absatzes ändert sich alles. Wahnsinn.
Wenn ich beginnen würde, zu zitieren, könnte ich wohl nicht mehr aufhören. Es gibt so viele tolle Sätze in diesem kleinen Buch.

Am Ende wurde ich leider etwas hängen gelassen. Ich hätte mir gerne ein paar mehr Antworten gewünscht.

Für mich lohnt sich auf jeden Fall ein Re-Read und morgen ziehe ich bei den Hempstocks ein ;-)
* 3.5 *

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Eine wundervoller, schaurig-märchenhafte Geschichte

INHALT
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen – Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. (Quelle Eichborn-Verlag)
MEINE MEINUNG
Sehr spannend ist es immer wieder sich auf einen Roman von Neil Gaiman einzulassen, weiß man doch nie genau, was einen bei der Lektüre vor allem hinsichtlich Gaimans einzigartiger, überbordender Fantasie erwartet.
Mit „Der Ozean liegt am Ende der Straße“ ist dem englischen Autor Neil Gaiman erneut ein sehr außergewöhnlicher und zugleich faszinierender Roman gelungen, der mit seiner schaurig-düsteren Stimmung und einer Vielzahl bemerkenswerter, märchenhaft-übersinnlicher Elemente den Leser zu fesseln weiß. Mit ihrer vielschichtigen Handlung und dem großen Reichtum an mehrdeutigen Details, die es beim Lesen zu entdecken gilt, regt die wundersame, ergreifende und fantasievolle Geschichte zum intensiven Nachdenken an und lässt vielerlei Deutungen zu.
Beim Besuch seiner früheren Heimat anlässlich einer Beerdigung gelangt der Ich-Erzähler und namenslose Protagonist an einen für ihn einst magischen Ort, der Farm der Hempstocks und einem kleinen Ententeich, wo früher seine Freundin Lettie mit ihrer Mutter und Großmutter lebte. Die Geschichte beginnt zunächst als ein wehmütiger Rückblick des Ich-Erzählers auf seine Kindheit. In der für ihn so bedeutsamen Umgebung kehren plötzlich all seine bereits verdrängten Erinnerungen an die Vergangenheit und seine rätselhafte Freundin Lettie zurück, und so begibt er sich auf eine sehr emotional aufwühlende, abenteuerliche Reise zurück zu den seltsamen Erlebnissen in seiner Kindheit. Schon bald schleichen sich in die anfangs harmonische Handlung mysteriöse, unerklärliche und beängstigende Ereignisse ein. Allmählich nimmt die Handlung einen mystischen und teilweise albtraumhaften, ja grausamen Charakter an und wird von einer düsteren, gruseligeren Grundstimmung überlagert. Die Grenzen von Realität, Traum und Fantasie scheinen immer mehr zu verschwimmen und geben dem Leser zunehmend Rätsel auf. Viel e unerklärliche Geschehnisse mit angsteinflößenden Monstern steigern sich immer weiter und gipfeln schließlich in einem für den Erzähler sehr aufwühlenden und verstörenden Höhepunkt. Das sehr offene Ende lässt viel Raum für unterschiedliche Interpretationen, ist dennoch geschickt gewählt und in sich schlüssig.
Sehr differenziert und liebevoll sind auch die wichtigen Figuren der Geschichte wie der Ich-Erzähler und drei außergewöhnlichen Hempstock-Damen gezeichnet, die mit ihren Eigenheiten sehr sympathisch wirken und dem Leser mit ihren wundervollen Charakteren ans Herz wachsen.
Herausragend ist auch Gaimans eindringlicher, bildgewaltiger und teilweise sehr poetischer Schreibstil, der mich vollauf begeistern konnte und mich mühelos in seine märchenhafte, mysteriöse Welt eintauchen ließ.
FAZIT
Ein wundervoller, schaurig-märchenhafter Roman über die Macht von Freundschaft und Vertrauen, über widersprüchliche, kindliche Reminiszenzen an die Kindheit und die vielfältigen Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Sehr lesenswert!

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Neil Gaiman at his best ;)

Das Buch ist wie gewohnt wunderschön geschrieben und an der Story gibt es kaum etwas auszusetzen. Neil Gaiman beschreibt viel, erklärt aber wenig und überlässt den Zusammenhang der Dinge oft den Lesern.
Ich mag das sehr an ihm, er kreiert schöne Bilder, gibt nur grob die Richtung des Geschehens vor und man kann sich noch viel selber dazu denken.

Allerdings ist genau das mein Knackpunkt hier gewesen. Wahrscheinlich habe ich schon zu viel von ihm gelesen, aber abgesehen von den Namen, den Orten und dem genauen Ablauf lesen sich seine Bücher mittlerweile für mich immer gleich. Wie gesagt, es kommen immer wieder andere Namen und Orte vor, aber ich habe das Gefühl, die Charaktere, die in seinen Büchern auftauchen, bleiben immer gleich, reagieren immer gleich.

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