Mark Haddon: Der wunde Punkt

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Mark Haddon: Der wunde Punkt
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
A spot of Bother
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783896672926

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Alles fing damit an, dass George eine Woche vor Bob Greens Beerdigung einen schwarzen Anzug bei Alders ausprobierte.

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Handlungsort

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Als George Hall in der Kabine eines Kaufhauses einen schwarzen Anzug anprobiert, entdeckt er einen dunklen Fleck an seiner Hüfte. Sein erster Gedanke: Krebs. Sein zweiter: Wie bringe ich mich am besten um? Er erleidet einen Blackout, den er vor seiner Familie geheim zu halten versucht. Seine Tochter Katie hat da ein ganz anderes Naturell: Mit immer neuen Lebensentwürfen hält sie die Familie in Atem. Jetzt kündigt sie an, dass sie ein zweites Mal heiraten wird. Als das misstrauisch beäugte Paar bei George und seiner Frau seine Aufwartung macht, erwischt es den Familienvater zum zweiten Mal: Mitten in einer Unterhaltung bekommt er keine Luft mehr, und die Worte zerfallen ihm zu sinnlosen Geräuschkaskaden. Wenig später erwischt er auch noch seine Frau beim Seitensprung. Aber George ist nicht der einzige Hall, der leidet. Sohn Jamie hat endlich mal einen festen Freund, weiß aber nicht, ob er diesen auf die Hochzeit seiner Schwester mitnehmen soll. Er zögert so lange, bis der Geliebte Reißaus nimmt. Was umso absurder ist, als jetzt auch noch Katies Trauung ins Wasser zu fallen droht.

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Die Halls sind eine ganz durchschnittliche Vorstadtfamilie aus England - Mutter, Vater, Sohn und Tochter. Denkt man zumindest.

Schaut man genauer hin, hat jeder der vier so seine Macken und Probleme. Allen voran Vater George. Beim Anzugkauf für eine Beerdigung (ausgerechnet ...) entdeckt er an der Hüfte einen merkwürdigen verfärbten Fleck und ist sich sicher, dass das Hautkrebs ist. Von da an geht es bergab mit ihm, Panikattacken und Angstzustände häufen sich.

Mutter Jean unterhält, unbemerkt vom Rest der Familie, seit Jahren ein Verhältnis mit dem weltmännischen David, einem ehemaligen Kollegen von George, der all das ist, was ihrem biederen Ehemann fehlt.

Jamie, der Sohn, der es so gerne immer allen rechtmachen möchte, ist homosexuell, was seine konservativen Eltern gerne unter den Teppich kehren, und durchlebt gerade eine Beziehungskrise mit seinem Freund.

Und Tochter Katie, die einen unseligen Hang zu Wutausbrüchen hat, steht kurz vor ihrer zweiten Hochzeit. Der Vater ihres Sohnes war zwar hübsch, aber ansonsten eine Niete, und nun schickt sie sich an, den zupackenden, wortkargen Ray zu heiraten, was bei ihren Eltern auf wenig Gegenliebe stößt.

Diese vier Gestalten erzählen abwechselnd aus ihrem Blickwinkel, meist recht kurze Kapitel treiben die Handlung rasch voran. Auf dem Weg zu Katies Hochzeit (oder doch nicht?) begleiten wir sie durch diverse Krisen, Zweifel und Missgeschicke. Im Gegensatz zu vielen klamaukigen Chick-Lit-Büchern über chaotische Familien wirken die großen und kleinen Katastrophen hier zwar oft skurril, aber nie in unglaubwürdiger Weise überzeichnet, und die Protagonisten werden sehr lebensnah dargestellt. Man sieht sie förmlich vor sich - und wer kennt nicht einen schweigsamen Heimwerker wie George, der seine Sorgen mit sich selbst ausmachen will, oder eine stets besorgte und auf Anstand bedachte Mutter wie Jean?

Die Situationskomik hat mich mehrfach wirklich zum Lachen gebracht, und der lockere Erzählton bedeutet keineswegs einen Mangel an Tiefgang.

Ein witziges, aber nie plattes Buch für alle, die ab und an von ihrer Familie so richtig genervt sind und sie trotzdem nicht missen möchten.

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