Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter

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Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Angela's Ashes
ISBN-13
9783442723072

Informationen zum Buch

Seiten
540

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Handlungsort

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Franks Vater Malachy ist ein begnadeter Säufer. Er stammt aus dem Norden Irlands und mußte das Land wegen irgendeiner "verzweifelten Tat" in den Zwanziger Jahren verlassen. Im New York der Prohibition lernt er Angela kennen, die von der eigenen Mutter wegen ihrer angeblichen "Nutzlosigkeit" in die Emigration geschickt wurde. Die beiden heiraten und das Elend beginnt: Nach vier Jahren Ehe und fünf Kindern von denen eines kurz nach der Geburt stirbt, muß die völlig mittellose Familie McCourt nach Irland zurückkehren. Seine neue Heimat kennt Frank, der Älteste, nur aus den Sagen von Cuchulain und dem englischen Todesvogel, aus den Liedern über heldenhafte Soldaten, die für die Freiheit Irlands lachenden Herzens in den Tod ziehen. Es waren die schönsten Stunden seiner Kinderjahre, als er auf dem Schoß des Vaters saß und seinen Erzählungen lauschte. Viel öfter jedoch kam der Vater nachts betrunken nach Hause, ließ die Jungs strammstehen und die Patriotenlieder von Roddy McCorley und Kevin Barry singen; hoch und heilig mußten sie ihm dann versprechen, für Irland zu sterben.

In den Slums von Limerick, wo es nur deswegen so viele fromme Menschen gibt, weil die Kirche der trockenste Ort ist, lernt Frank, was es heißt, arm, katholisch und ein Ire zu sein. Hier, zwischen Flöhen und Läusen, kirchlicher Fürsorge und Sozialhilfe, bierseligen Utopien und der Sorge um das nächste Stück Brot, verbringt er die ersten beiden Jahrzehnte seines Lebens, bis er kurz nach dem Krieg endlich wieder nach New York zurückkehren kann.

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Inhaltsangabe:

Frank McCourt erinnert sich an seine Kindheit und Jugend in Irland.

Das Buch spielt in den Jahren 1934 bis 1949.

Der erste Satz:

„Mein Vater und meine Mutter hätten in New York bleiben sollen, wo sie sich kennengelernt und geheiratet haben und wo ich geboren wurde.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich bin an dieses Buch mit sehr hohen Erwartungen heran gegangen – leider, denn obwohl mir das Buch gefallen hat, ist ein kleines Gefühl der Enttäuschung geblieben.

Was ich an dem Buch sehr gut fand, war die Sprache – sicher auch ein Ergebnis der hervorragenden Übersetzung. Man merkt nicht einmal, dass man eine Übersetzung liest, so flüssig kann man lesen, es gibt keine Stolperer und ungeschickte Redewendungen. Das war ganz große Klasse.

Obwohl McCourt ein für mich unvorstellbares Bild von Armut malt, hat mich der Humor beeindruckt, mit dem er seine Kindheit schildert. Er klagt nicht und macht damit deutlich, dass Kinder ein ganz anderes Lebensbild haben – für sie ist es einfach normal, dass man keine Schuhe hat oder die Kleider eben aus der Müllsammlung stammen, und es kümmert sie nicht.

Allerdings hatte ich mit der Zeit den Eindruck, dass McCourt mit seiner Armut prahlt bzw. sie sehr theatralisch darstellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man in Limerick nicht viel von ihm hält, wie ich hier im Thread gelesen habe. Mir kam die Schilderung des armen, katholisch drangsalierten Irlands irgendwann einmal übertrieben und unglaubwürdig vor, was mir den Spaß am Lesen dann doch genommen hat.

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Das Buch ist getragen von einem tiefen Hass gegen Irland. Es lebt nur von Klischees - es regnet unentwegt, alle Lehrer schlagen, ein Säufer, Dreck und die Sache mit den Schuhen, die auch nur halb richtig erzählt ist ... Man erfährt nichts und lernt nichts. Nicht einmal den Umstand, dass Flüsse immer weiblich sind, hat man in der deutschen Drehbuch-Version berücksichtigt. (Es ist DIE Shannon, nicht DER.) Für jemanden, der jahrelang in Irland gelebt und eine Saga über dieses Land publiziert hat, ist das Buch einfach unerträglich.

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Ich habe mir damals nur zufällig dieses Buch heraus gesucht und bin froh, dass das passiert ist!! Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch! Es hat noch keiner geschafft mich so zum Lachen aber auch gleichzeitig so zum Heulen zu bringen! Die Situationskomik ist so herrlich in Worten beschrieben, als ob man dabei gewesen wäre. Aber auch die miserablen Lebensbedingungen kann man regelrecht fühlen!
Wer sich diese Buch kauft, sollte sich die ersten 40 Seiten gedulden. Denn ab dann kann und will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen!!
(Die Fortsetzung jedoch, "Ein rundherum tolles Land", war leider nicht annähernd so gut.)

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Ich habe mir das Buch von einer Freundin ausgeliehen und finde es bewaeltigend. Es hat etwas sehr trauriges an sich. Aber ich bewundere es wie Frank McCourt trotz solch grauenhafter Geschehenisse so froehlich darueber erzaehlen kann, und es schafft ueber seine Kindheit mir so viel Humor zu erzaehlen. Also ein ganzes Grosses Lob!!

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Es war am Anfang für mich ein Schock, als ich das Buch zum ersten Mal in der hand hatte. Ich hatte es, ohne jemals davon gehört zu haben, mir zur Buchvorstellung der 11. Klasse am Gymnasium ausgesucht. Als ich anfing es zu lesen wurde ich immer und immer mehr hineingezogen. Ich finde es einfach unbegreiflich wie der junge es schreibt.Ich komme gar nicht mehr davon weg, ich lese sogar im Unterricht an diesem Buch, weil es so fazinierend ist und einen in einen Band zieht. Sehr traurige,sehr gut veranschaulichte Erzählung. Empfehlenswert!

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Ein hervorragender Einblick in die unvorstellbar ärmlichen Verhältnisse des irischen Arbeitermilieus der dreißiger und vierziger Jahre. Und ein Einblick darin, wie stark eine streng religiöse Gesellschaft Einfluss auf das Leben eines jungen Menschen nimmt... Der Autor schafft es mit einem fröhlichen Schreibstil und einem guten Mass an Galgenhumor der Materie so weit die Bitternis zu nehmen, dass man überhaupt weiterlesen mag. Und zwischen den Zeilen kann man herauslesen, dass es auch Auswege aus scheinbar hoffnungslosen Verhältnissen gibt, wenn man sich nur nicht hängen lässt. "Die Asche meiner Mutter" ist ein Meisterwerk.

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