Sue Monk Kidd: Die Bienenhüterin

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Sue Monk Kidd: Die Bienenhüterin
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The secret life of bees
ET (Original)
1997
ISBN-13
9783442732814

Informationen zum Buch

Seiten
338

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Nachts lag ich im Bett und schaute zu, wie die Bienen durch die Spalten in der Wand meines Schlafzimmers schlüpften und in Kreisen durch mein Zimmer flogen, sie machten ein Geräusch wie Propeller, ein ganz hohes Ssssssss, das dicht um mich herum summte.

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Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor ...

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„Die Bienenhüterin“ ist ein Buch, das ich wahrlich wie Honig verschlungen habe – und ich liebe Honig! Ich habe nur ein paar Seiten gebraucht, um mich einzulesen und schon war ich eingetaucht in die Geschichte. Das Buch hat einen sehr starken Sog entwickelt, so dass ich kaum mit Lesen aufhören konnte, nachdem ich einmal angefangen habe.

Ein großer Pluspunkt war für mich die Hauptfigur Lily. In vielen Büchern, die aus der Sicht von Jugendlichen geschildert werden, reden diese altklug wie Erwachsene daher. Hier liest man aber die Angst und Unsicherheit, aber auch die Naivität und den Übermut der 14jährigen Lily deutlich heraus. Aber auch alle anderen Charaktere, vor allem die Boatwright-Schwestern, habe ich sofort ins Herz geschlossen und selbst T. Ray verrät am Ende so etwas wie Menschlichkeit.

Die kleinen Abschnitte über Bienen am Anfang jedes Kapitels, die die Autorin aus wissenschaftlichen Werken entnommen hat, haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, zum einen weil ich dadurch viel über Bienen gelernt habe, zum anderen weil sich im Nachhinein fast immer ein Zusammenhang zum Inhalt des jeweiligen Kapitels herauskristallisiert hat.

Es gab nur ein paar kleine Sachen, die mich gestört haben, wie z.B. die allzu schnelle Versöhnung zwischen zwei Figuren. Dies hat meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch getan. „Die Bienenhüterin“ ist die ideale Sommerlektüre, nicht nur weil die Handlung selbst im heißen Sommer der Südstaaten Amerikas spielt. Der Roman ist angenehm und flüssig zu lesen, aber nie so leicht, dass man die Handlung schon gleich nach Zuklappen des Buches wieder vergessen hätte. Es ist einfach die richtige Mischung aus herzerwärmenden und ernsten Themen.

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Südstaaten der USA in den 60er Jahren. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Lily allein mit ihrem gefühlskalten und brutalen Vater und der Haushälterin Rosaleen, ihrer einzigen wirklichen Bezugsperson. An die Mutter hat sie nur noch verschwommene Erinnerungen - insbesondere an ihren Tod, an dem sie sich die Schuld gibt.

Als Rosaleen aufgrund ihrer Hautfarbe verhaftet und später im Gefängnis zusammengeschlagen wird, ist Lily entsetzt. Und als der Vater wieder auf sie losgeht, flieht sie, nicht ohne vorher noch Rosaleen aus dem Krankenhaus zu holen, wo sie wie eine Schwerverbrecherin bewacht wird.

Diese Flucht führt die beiden zu den Boatwright-Schwestern, die in einem abgelegenen, knallrosa Haus leben und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Und Honig herstellen und verkaufen.

Die lebenskluge, naturverbundene Augusta, die spröde, musikalische June und die empfindsame, traumatisierte May bilden schon bald Lilys neue Familie. Sie lernt mit den Bienen umzugehen und Honig herzustellen und könnte rundum glücklich sein, wenn sie nicht immer noch die Frage quälte, was in der schrecklichen Nacht, als ihre Mutter starb, wirklich geschehen ist.

Ein warmherziges Buch über Familie und Freundschaft, die Liebe zur und den achtsamen Umgang mit der Natur und die Rassenproblematik in den USA der 60er Jahre (es erschreckt mich immer wieder aufs neue, dass noch vor nicht einmal 50 Jahren Menschen allein ihrer Hautfarbe wegen wie Untermenschen behandelt wurden).

Zu Beginn musste ich mich erst einmal einlesen, es dauerte eine Weile, bis ich mit dem Stil warm wurde. Ein paar Wendungen waren recht vorhersehbar, doch diese kleine verschworene Gemeinschaft von Frauen, die liebevollen Schilderungen über den Umgang mit den Bienen und der Natur im allgemeinen und die treffsichere Beschreibung von Lilys widerstreitender Gefühlswelt sorgten dennoch für ein schönes Leseerlebnis und haben mir Lust gemacht, auch den eventuell irgendwann geplanten 2. Teil von Lilys Geschichte zu lesen.

Allerdings hat mich das schlampige Lektorat geärgert. Neben ein paar kleinen Übersetzungsmacken fanden sich andauernd Fälle von falscher Getrenntschreibung à la "Mississippi Dampfer" - das darf in dem Ausmaß nicht passieren.

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South Carolina, Anfang der 60er. Die schwarzen Mitbürger erhalten erstmalig das Wahlrecht und dürfen sich nun in Wählerverzeichnisse eintragen lassen. Doch die Bevölkerung hält an alten Ansichten fest. Die weiße 14jährige Lily gilt in der Schule als Außenseiterin, der herrische Vater macht ihr das Leben zusätzlich schwer. Einzig von den Bienen, die nachts aus den Ritzen ihres Zimmers schlüpfen und um die Jugendliche wie in einem Traum schwärmen, fühlt sie sich fasziniert und getröstet. Vom Vater, den sie nur T-Ray nennt, erntet sie Verachtung, Spott und Strafe. Doch dann reicht es Lily und als ihre beste Freundin und Haushälterin, die schwarze Rosaleen, in ernsthafte Gefahr gerät, reißt sie von zu Hause aus. Sie will der Vergangenheit ihrer toten Mutter nachspüren und landet so bei Augusta und ihren beiden Schwestern May und June.

In ihrem neuen Heim erhält Lily etwas, das sie vorher nicht kennenlernen durfte: Zuneigung und Liebe. So wird aus dem schüchternen Mädchen innerhalb von kurzer Zeit eine selbstbewusste junge Frau, die bei der Bienenhüterin Augusta noch mehr über die geheimnisvolle Welt dieser Insekten und die Honiggewinnung lernt.

Ein schönes Buch! Ich kann fast nicht mehr dazu sagen. Es liest sich wie flüssiger Honig und hinterlässt ein Gefühl, ebenfalls geliebt zu werden. "Die Bienenhüterin" kommt ohne großartige Effekte oder übermäßige Spannungsspitzen aus. Dafür bietet es so viel Atmosphäre, dass es für ein einziges Buch schon fast zu viel ist. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen, fühlte die schwüle Hitze South Carolinas, die Verzweiflung der benachteiligten Schwarzen, Lilys Schmerz. Sehr oft fühlte ich mich an Fanny Flaggs "Grüne Tomaten" erinnert und tatsächlich scheinen einige Motive ähnlich zu sein: Bienen, Freundschaft unter Frauen und tragische Schicksale. Als tolles Bonbon gibt es am Ende des Buches noch ein Interview mit Sue Monk Kidd, in dem sie über ihre Ideen erzählt. Tatsächlich lieh sie sich die Geschichte nicht von anderen Autoren, sondern wurde inspiriert von ihrem Leben, ihren Träumen und Gedanken.

"Die Bienenhüterin" ist für mich ein Wohlfühlbuch, in das man eintaucht und das man lange Zeit mit sich im Herzen trägt.

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Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen.

Wow! Viel mehr fällt mir erstmal gar nicht ein. Ich habe wirklich selten ein so schönes Buch gelesen! Was für eine dichte Geschichte! Voller Atmosphäre, Tragödie, Glück, Trauer, Zufriedenheit... Und der Botschaft, dass wir alle geliebt werden. Manchmal muss man nur erst klar sehen können, um das zu erkennen. Auch ich möchte erstmal gar nicht mehr darüber verraten. Aber wenn man auch ohne Action oder Serienkiller auskommt, dann ist dieses Buch definitiv ein Geheimtipp.

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"Die Bienenhüterin" ist so ein Buch, in das man am liebsten hineinkriechen möchte, wenn man sich schlecht fühlt.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, dieses Leseerlebnis zu beschreiben. Sue Monk Kidd hat wohl einfach die Gabe, so mit der Sprache zu spielen, dass man sich als Leser einfach angesprochen und verstanden fühlt.

Lily, die Protagonistin, ist einem sofort sympathisch, vor allem durch ihre Ehrlichkeit. Diese ist wohl auch wichtig in einem Roman, in dem es unter anderem um die Feindschaft zwischen Schwarzen und Weißen geht.

In diesem Buch stimmt einfach jedes Wort. Mal lacht man, mal möchte man einfach mit Lily weinen, ein anderes Mal ist man gierig darauf, mehr über Bienen zu erfahren.

Selbst die Liebesgeschichte, die mehr angedeutet als wirklich beschrieben wird, geht einem nahe und man hat zusammen mit Lily Herzklopfen als wäre man selbst noch 14.

"Die Bienenhüterin" war mit Sicherheit eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe und ich bin gespannt auf Sue Monk Kidds neues Buch, das bereits den Weg in mein Regal gefunden hat.

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Die Bienenhüterin

Die Protagonisten des Buches sind überwiegend Frauen. Männer kommen nur am Rande vor. Es handelt von Vertrauen, Mutterliebe, Freundschaft, Rassismus, Lebensfreude und Toleranz. Eine sehr gelungene Mischung eingepackt in eine Geschichte, die nicht langweilig wird. Dieses Buch macht traurig, bringt einen zum schmunzeln, berührt und klagt an. Es handelt von den Päckchen der Vergangenheit, die jeder Mensch mit sich herumträgt, und die einen prägen und beeinflussen, ob man nun will oder nicht. ?Interessant an diesem Buch ist, dass am Anfang eines jeden Kapitels ein oder zwei Sätze über das Leben und Verhalten der Bienen geschrieben stehen, welche äußerst interessant sind und zum Nachdenken über unser eigenes kleines Leben anregen.??Ein schönes Buch über Freundschaft, Vertrauen und Toleranz. ?

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