Diane Setterfield: Die dreizehnte Geschichte

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Diane Setterfield: Die dreizehnte Geschichte
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Thirteenth Tale
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783896673282

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Erster Satz
Wir hatten November.

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Handlungsort

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Margaret liebt nichts mehr, als sich in alte Romane zu flüchten und Biografien über unbeachtete Persönlichkeiten aus früheren Jahrhunderten zu schreiben. Umso erstaunter ist sie, als sie eines Tages einen Brief erhält von Englands bekanntester Autorin: Vida Winter. Margaret soll die Erste sein, der sie nun am Ende ihres Lebens die Wahrheit über ihre geheimnisumwobene Vergangenheit preisgibt. Jahrzehntelang hat Vida Winter, die einstmals Adeline Angelfield genannt wurde, Stillschweigen darüber bewahrt, was an jenem Tag geschah, als der Familiensitz bei einer Feuersbrunst in Schutt und Asche gelegt wurde.

Vidas Geständnis führt weit zurück in die Vergangenheit; zu ihrem Großvater, mit dem der Niedergang der einst angesehenen Familie Angelfield begann; zu ihrer schönen Mutter, die am Schmerz Vergnügen fand. Und zu Adeline und ihrem Zwilling Emmeline, die eine zurückgeblieben, grausam und voller Wut, die andere gütig und immer zufrieden. Bei diesem Teil der Familiengeschichte angelangt, beginnt Margaret an Vidas Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Diese kluge Dame, deren Menschenkenntnis verblüfft - sie soll das zurückgebliebene Kind Adeline gewesen sein? Mehr und mehr fragt sich Margaret, wer Vida Winter eigentlich wirklich ist.

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Ich fürchte, ich bin mit etwas zu hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen.

Ich hatte etwas Mühe, in die Geschichte hineinzukommen, aber das gab sich dann doch noch. Von Anfang an gestört hat mich das „Doppelgeheimnis“. Also dass sowohl Margaret (die die Biografie schreiben soll) als auch Vida Winter (um deren Biografie es geht) ein Geheimnis mit sich herumtragen, das fand ich eines zuviel. Es wäre mir auch lieber gewesen, wenn ein Handlungsstrang etwas mehr Gewicht als der andere bekommen hätte – so laufen beide fast gleichwertig nebeneinander her, was an sich nicht negativ ist, aber in diesem Fall hatte ich das Gefühl, die Autorin konnte sich nicht für eine Geschichte entscheiden – und hat dann beide in einem Buch verwurstet.

Übertrieben fand ich auch die Schilderung der Angelfield’schen Familie. So viel Wahnsinn in einer einzigen Familie ist wirklich nicht mehr glaubwürdig, auch hier wäre weniger mehr gewesen. Überhaupt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass so viele Geschehnisse nicht so lange geheim gehalten werden könnten – irgendwann hätte mal irgendjemand einen Verdacht schöpfen müssen, denn sonderlich gut versteckt waren die Geheimnisse ja auch nicht. Ich hatte das Gefühl, hier sind die Überraschungen für den Leser recht plump gelegt worden.

Immerhin hat die Autorin es geschafft, einen guten und überraschenden Schluss zu schreiben. Ich hatte einen bestimmten Verdacht, wie das Buch enden könnte – und Gott sei Dank habe ich mich geirrt, denn dann wäre ich richtig sauer gewesen.

Mit den Personen konnte ich mich nicht anfreunden. Die Angelfields waren mir zu durchgedreht und Margaret fand ich nichtssagend. Da gab es also keine Sympathiepunkte.

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Margaret Lea ist quasi im Antiquariat ihres Vaters aufgewachsen, seit Kindesbeinen liebt sie Bücher über alles. Nebenbei schreibt sie kleine Biographien über eher unbekannte Menschen aus der Vergangenheit, und sie wundert sich sehr, als sie eines Tages einen Brief von der höchst erfolgreichen, sehr zurückgezogen lebenden Schriftstellerin Vida Winter erhält, die sie zu ihrer persönlichen Biographin machen möchte.

Also reist Margaret nach Yorkshire, um ihre Auftraggeberin zu treffen, eine streng wirkende, unberechenbare, todkranke Frau, die ihre Geschichte nur nach ihren eigenen Regeln zu erzählen bereit ist. Staunend und fasziniert erfährt Margaret von der Familie Angelfield, deren Anwesen vor über sechzig Jahren niederbrannte, von merkwürdigen Formen der Geschwisterliebe, von rätselhaften Zwillingsschwestern, die nach dem Tod der Eltern bei ihrem versponnenen Onkel und ein paar alten Dienstboten aufwuchsen, von verschwundenen Personen, (vermeintlichen?) Gespenstern und seltsamen Vorgängen in und um das Haus der Angelfields.

Welche Rolle Vida selbst bei alledem spielt, erschließt sich Margaret erst ganz allmählich, während sie immer wieder über ihr eigenes Leben nachdenkt, denn auch in ihrer Familie gab es ein Geheimnis, das sie nur durch Zufall herausgefunden hat.

Ein klassischer "Familiengeheimnis-Roman" mit allen Zutaten, die man sich vorstellt: ein düsteres altes Haus, schweigsame, undurchsichtige Personen, Tod, Krankheit und geistiger Verfall, das alles im kargen Hochmoor von Yorkshire. Lange Zeit tappt man als Leser im Dunkeln und kann nur Vermutungen über Vida anstellen, die sich wieder zerschlagen, bis sich am Schluss jedes, aber auch wirklich jedes Puzzleteilchen an seinen Platz fügt.

Vielleicht fast ein wenig zu perfekt komponiert und dadurch in Nebenhandlungssträngen ab und zu vorhersehbar, aber ein schöner, nicht allzu anspruchsvoller Schmöker, in dem mir besonders die bibliophilen Passagen am Rande gefallen haben.

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Obwohl die Antiquarin Margaret Lea bereits ein paar kleinere Biographien, zumeist unbekannter, längst verstorbener Personen, verfasst hat, ist sie mehr als überrascht, als sie von der bekannten Bestsellerautorin Vida Winter eine Einladung erhält, sie möge sie besuchen und ihre Biographie schreiben. Zum einen interessiert sich Margaret nicht für zeitgenössische Literatur, sie liest eher viktorianisches, sie kennt also nicht eines von Vidas Büchern, und zum anderen ist Vida Winter dafür bekannt, dass sie ein großes Geheimnis um ihre Kindheit macht und niemand jemals etwas darüber in Erfahrung bringen konnte. Auf direkte Fragen antwortete sie entweder gar nicht oder jedes Mal mit einer anderen erfundenen Geschichte.

Margaret selber trägt übrigens ebenfalls ein Geheimnis aus ihrer Kindheit mit sich herum, was sie so empfänglich für die Besonderheiten der Zwillingsbeziehung macht, von der Vida ihr dann erzählt. Margaret verbringt also die Vorweihnachtszeit in Vidas Haus und bekommt von der schwerkranken und alten Frau die Geschichte ihrer Herkunft erzählt. Dabei werden immer wieder Ereignisse beschrieben, deren Erklärung recht dürftig ist und die somit ein bisschen übersinnliche Andeutungen enthalten.

Der Titel „Die dreizehnte Geschichte“ bezieht sich auf eine solch, fehlende, in einem Band mit Erzählungen von Vida Winter, die die Neugier ihrer Leser geweckt hat. Als ich sie endlich teilweise lesen durfte, war ich nicht sonderlich beeindruckt, erschien sie mir zwar recht persönlich, aber auch enttäuschend schwach, so ließe sich Vida Winters schriftstellerischer Erfolg bestimmt nicht erklären.

Ich hatte von Diane Setterfield eine düstere Familiengeschichte erwartet, mit dunklen Geheimnissen, so etwas lese ich sehr gerne, aber hier war die Familie einfach nur krank und wahnsinnig und Sympathieträger nicht vorhanden. Selbst die, als alte Frau sympathische, Erzählerin konnte für sich selbst als Mädchen oder die Menschen, die sie als Kind liebte, keine Sympathien wecken und blieb mir fremd. Um dieses Buch wirklich zu mögen fehlte mir das Gefühl für die Personen. Dass die Kinder einem fern blieben, ist am Ende der Geschichte sogar verständlich, aber eine intelligente Erklärung am Ende macht die Geschichte nicht interessanter. Margaret selbst konnte ich gar nicht verstehen, sie hätte einfach nur beizeiten mal einen Psychotherapeuten oder sonstigen Aussprachepartner gebraucht, dann wäre sie nicht ganz so sehr von ihrem persönlichen Familiengeheimnis mitgenommen geworden. Schade um eine gute Idee.

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Die dreizehnte Geschichte

Das Buch welches in zwei Erzählebenen aufgeteilt ist, hat oftmals einen etwas düsteren Beigeschmack, was aber nicht stört, denn dieser passt sehr gut zu der Geschichte, welche Vera Winter Margaret erzählt.
Daneben sorgen die Passagen der Gegenwart für ein wenig Aufhellung. Natürlich ist die Rahmenhandlung nicht so spannend, wie die eigentliche Story, aber dennoch gehört sie dazu und ich mochte im Laufe des Buches die Protagonisten immer mehr, so dass es mich auch einfach interessierte.
Das Buch war spannend, stellenweise ein wenig mysteriös und durchweg kurzweilig.
Das Ende fand ich gelungen, denn nur wenige Handlungen blieben ein wenig offen, wobei jedoch die Hauptstory meiner Meinung nach, zufriedenstellend abgeschlossen wurde.

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