Lothar-Günther Buchheim: Die Festung

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Lothar-Günther Buchheim: Die Festung
ET (D)
1995
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783492244664

Informationen zum Buch

Seiten
1470

Sonstiges

Erster Satz
"Geleitaufnahme heute nachmittag", verkündet der Alte und wuchtet sich auf das Wachstuchsofa hinter der Back.

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Frühjahr 1944: Die Feindfahrten der deutschen U-Boote sind längst zu Himmelfahrtskommandos geworden, doch die U 96 ist noch einmal davongekommen. Der Kommandant wird Flottillenchef in Brest, der Kriegsberichterstatter Buchheim nach Berlin beordert. Die Reise ist der Beginn einer aberwitzigen Odyssee durch eine kriegsgeschüttelte Welt, von Berlin, München, Paris bis an die Invasionsfront und die Festung Brest. Lothar-Günther Buchheim erzählt von vier Monaten des Jahres 1944, am Vorabend des Zusammenbruchs.

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1463 Seiten ... ja zwischendurch hat der Roman definitiv seine Längen und weniger wäre hier manchmal mehr gewesen. Allerdings konnte mich Buchheim dennoch überzeugen. Seine sehr bildhaften Beschreibungen brachten mir das Jahr 1944 und die wirren des Krieges sehr nahe. Ich kam mit Zeitweise richtig wie in einem Film vor und konnte mir jedenfalls gut vorstellen das es so ähnlich wohl gewesen sein könnte. Allerdings wurde mir das Militär und die Wehrmacht insgesamt manchmal zu harmlos dargestellt und man merkt hier dann deutlich, dass der Autor nicht sehr objektiv ist. Sicher auch, weil er selbst damals in der Marine war.
Hin und wieder hätte der Autor sich eine Reise der Figuren sparen können, da sie eher unnütz war und die Geschichte auch nicht wirklich vorangebracht hat. Da der Roman eh schon sehr lang ist hätte das einige Male die Geschichte etwas kompakter erzählt. Dafür gefiel mir gerade seine Beschreibung der Zustände auf einem U-Boot ausgesprochen gut.

Die Figuren sind insgesamt eher weit weg. Man ist ein Beobachter, fast wie durch ein Fernglas. Der Ich - Erzähler Buchheim ist da schon etwas näher, aber dennoch eher distanziert. Seine Gefühle nimmt man wie durch einen Schleier war. Wichtiger sind hier seine Erlebnisse und die Beschreibungen seiner Umgebung, das Chaos des Krieges und überhaupt das Ganze durcheinander. Und wie schon erwähnt, das hat der Autor meiner Meinung nach ziemlich gut eingefangen.

Diesen Band kann man getrost ohne "Das Boot" gelesen zu haben verstehen. (Ich wusste vor dem Lesen gar nicht das die Bücher zusammengehören) Aber hi und da wäre es glaube ich ganz sinnvoll gewesen, da der Autor bei einigen Personen voraussetzt das man sie schon kennt und daher nicht mehr sehr viel zu ihnen sagt.

Insgesamt hat mir "Die Festung" ziemlich gut gefallen!
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Die Festung
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Das ist ein Kerlebuch, wie es im Buche steht. LGB entführt dich in eine Welt des letzten Kriegsjahr und die Wirrungen, auf einer Odyssee durch Deutschland und Frankreich. Wie auch schon in "Das Boot" beschreibt er so detailliert, dass man förmlich den alten "Holzvergaser" riechen-, den Französischen Landwein schmecken- und die Schlaglöcher auf den Feldwegen spüren kann. Und hinter jeder Biegung erwartet dich ein Abenteuer.

"Die Festung" beginnt mit einem alternativen Ende von "Das Boot". Man muss aber das Boot nicht zwingend gelesen haben, obwohl das ein verpasstes Erlebnis erster Kajüte ist. Während in "Das Boot" die Geschichte mit einem Fliegerangriff im "Heimathafen" La Rochelle im Bombenhagel endet, kommen hier die meisten unversehrt an. Übrig geblieben ist die Bezeichnung für den "Kaleun" der "Alte" und der Kriegsberichterstatter LGB selbst. Viel mehr taucht von U96 VII C und seiner Besatzung nicht mehr auf. So wie LGB in "Das Boot" auf mehreren Seiten die Farbe der Seen, der Kimm und den wechselnden Himmel, den Geruch unter Deck, die schwappende Bilge und die schaukelnde Back dich förmlich in diese stickige Enge unter Unrasierten hineingezogen hat, gelingt in das in gleicher Weise auch in seinem Buch " Die Festung".
LGB hat das alles selbst erlebt, und das unterstreicht er auch mit Fachbegriffen, Dienstränge und keiner Angst vor "Größen" wie einem Schergen und Großadmiral Dönitz. Ich persönlich nehme diesem Intellektuellen und Künstler LGB seine Abneigung gegenüber der Nazi-Größen größtenteils ab. Auch wenn es hier oder da ein wenig aufgehübscht erscheinen mag. Seine Erzählungen wirken wirklich und authentisch. Während in "Das Boot" im hinterem Teil noch Karten oder ein eigenes kleines ABC der Fachbegriff-Übersetzung zu finden war, sind auch in "Die Festung" leicht zu lesende Landkarten von Küstenabschnitten zu finden. Das hilft ungemein sich zurechtzufinden auf diesem Roadtrip.
Wer nach "Das Boot" sich verlassen fühlt, oder wer einfach ein Abenteuerbuch mit geschichtlichem Hintergrund "fressen" möchte, der ist hier in nahezu perfekter Manier unterhalten.
Das ist ein zugegebner Maßen ziemlicher "Schinken" aber ein Tummelplatz für große Jungs und jede einzelne Seite Wert. Versprochen...!
Ach so Männer, zieht euch mit dem Buch zurück und vermeidet den Schleudergang der Waschmaschine sowie das TV Geräusch von Cartoons oder Werbung. Was ihr aber ganz sicher braucht, ist ein Wein, ein Bierchen einen Cognac oder zumindest eine Flasche Wasser. Ganz sicher ist auch ein einfaches belegtes Brot, ein Stück Pizza oder Knabberzeug. Denn LGB versteht es wie kaum ein anderer, dir durch die detailreichen Beschreibungen immer wieder das Gefühl zu vermitteln kurz vor dem Verhungern oder Verdursten zu stehen. Oder dir einen "erbeuteten" Landwein so schmackhaft zu machen, dass du aufstehen mußt und zu suchen anfängst. Verschwendete Zeit, wenn du dich vorher eindeckst.
Viel Vergnügen auf dieser Zeitreise in einem Stück Geschichte, die du so noch nie erfahren hattest, es sei denn du warst unmittelbar dabei.
Absolute Empfehlung von mir...
VS
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