Peter Hoeg: Die Frau und der Affe

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Peter Hoeg: Die Frau und der Affe
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Kvinden og aben
ISBN-13
9783499223150

Informationen zum Buch

Seiten
288

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Handlungsort

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Ein Affe nimmt Kurs auf London. Er sitzt im Segelboot eines Tierhändlers, doch kurz vor der Ankunft im königlichen Yacht-Club stößt er die Mannschaft über Bord, übernimmt selbst das Ruder und rast in krachender Fahrt mitten durch die Mahagoni- und Palisadenschiffe. Erasmus, so der Name des hundertfünfzig Kilo schweren Helden, wird aufgegriffen und Adam Burden übergeben, dem Direktor des Institute of Animal Behavioural Research. Dieser bringt ihn heimlich in seinem privaten Gartenhaus unter, um sich drei Wochen Vorsprung bei den Experimenten an einer neuen Art des Menschenaffen zu sichern.

Hier begegnet Adams schöne dänische Frau zum erstenmal dem Affen, der ihr tief in die Augen schaut und ihr als Geschenk - einen Pfirsich reicht. Madelene, nach ein paar Monaten Ehe schon dem Alkohol verfallen, nutzt die schwachen Momente ihres Mannes, um seinen Berufsgeheimnissen auf die Spur zu kommen. Als sie herausfindet, daß Adam im Begriff ist, dem Affen den Schädel aufzusägen, beschließt sie, Erasmus zu retten. Damit beginnt die abenteuerliche Flucht der beiden und eine aufsehenerregende Liebesgeschichte.

Denn für Madelene ist der Affe der bessere Liebhaber, und er läuft ihrem karrierebesessenen Mann nicht nur in erotischer Hinsicht den Rang ab. Erasmus ist nicht einfach ein Affe, er ist in der Evolution bereits einen Schritt über den Menschen hinaus. Mit seinem Erscheinen wird - im Zeitalter von Massenschlachtungen und geklonten Schafen - die Überlegenheit des Menschen über das Tier radikal in Frage gestellt...

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Ein sprachlicher Genuss

Ich habe das Buch im dänischen Original unter dem Titel "Kvinden og aben" gelesen.

Inhalt (von Amazon geklaut):
Ein Menschenaffe flieht vom Segelboot des Tierhändlers Bally. Bald wird er aufgegriffen und dem Direktor des Institute of Animal Behavioural Research, Adam Burden, übergeben. Dieser bringt den Affen, den er auf den Namen Erasmus tauft, in seinem Gartenhaus unter, wo er sofort mit Versuchen an dieser neuen Art des Menschenaffen beginnt. Burdens junge, schöne, jedoch alkoholsüchtige Frau Madelene kommt allerdings hinter das Geheimnis der Experimente und befreit den Affen. Dabei erkennt sie, daß es sich bei Erasmus um keinen gewöhnlichen Affen handelt, denn er hat die Fähigkeit zu sprechen. Beide verstecken sich wochenlang in einem Wald nördlich von London, und Madelene wird Erasmus' Geliebte.
Nachdem Adam Burden zum neuen Direktor des New London Regent's Park Zoological Garden bestellt worden war, verschafft Madelene sich Zugang zum Fest anläßlich des offiziellen Amtsantritts und Erasmus gelingt es, das Rednerpult zu entern...


Ja, ich gestehe es: eine Rezension sollte man besser nicht erst ein Dreivierteljahr nach der Lektüre schreiben .
Wie soll ich jetzt noch begründen können, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat? Hauptsächlich liegt es an der gelungenen Darstellung Madelenes, die mich sehr beeindruckt hat. Høeg gelingt es, sie lebendig werden zu lassen, und wenn ihre Darstellung auch beinahe aus einem ChickLit-Buch entsprungen sein könnte, so geht Høeg doch immer über die Klischees hinaus; er schildert mit viel Einfühlungsvermögen eine Frau, die keinen eigenen Platz auf der Welt hat und deren innerste Persönlichkeit von der Auslöschung bedroht ist.
Auch die Beziehung Erasmus/Madelene hat gewisse triviale Elemente. Parallelen zu King Kong sind nicht zu übersehen, aber Høeg denkt weiter, lässt die Grenzen Mensch und Tier verschwimmen.
Leider wird mir das Buch im 2. Teil zu actionlastig und weniger interessant, was meine Bewertung etwas nach unten drückt.
Was die sogenannte "Botschaft" des Buches angeht, bin ich zwiegespalten. Ist das jetzt genial, oder eher trivial? Mich ließ sie etwas kalt; für mich liegt die Stärke dieses Buches eben in der Schilderung Madelenes.
Sprachlich gefiel mir das Buch außerordentlich gut. Høeg schreibt nüchtern, berichtend, aber doch auch geheimnisvoll, und gerade auch die Freude an seiner Sprache lässt mich das Buch gut bewerten.

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Dieses Buch ist durch und durch seltsam: Angefangen von der Geschichte selbst, über die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen einer Menschenfrau und einem Menschenaffen entwickelt bis hin zum Schluß, den ich hier natürlich nicht verraten werde.

Die Moral von der Geschichte? Vielleicht ein bißchen mehr Toleranz? Vielleicht auch ein bißchen mehr Liebe?

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