Sylvia Plath: Die Glasglocke

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Sylvia Plath: Die Glasglocke
Verlag
ET (D)
1997
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Bell Jar
ET (Original)
1963
ISBN-13
9783518393543

Informationen zum Buch

Seiten
262

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte.

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Die Geschichte der erfolgsgewohnten 20jährigen Esther Greenwood, die im "schwarzen Sommer" von 1953 einen Fehlschlag nach dem anderen erleidet, hin- und hergerissen zwischen den Angeboten etablierter weiblicher Lebensformen und ihrer illusionslosen Verwerfung.

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Die Glasglocke

Das einzige, was ich vor der Lektüre dieses Buches über Sylvia Plath wusste, war, dass sie mit dem Kopf im Gasherd Selbstmord begangen hat. Dass die Frau höchst depressiv war, merkt man auch sofort an ihrem Schreibstil. Die Protagonistin Esther (der Name hat übrigens genau so viele Buchstaben wie Sylvia) hat eigentlich ein schönes Leben, kann sich aber nicht nur nicht richtig darüber freuen, sondern steckt irgendwie in einem Loch fest, vergräbt sich in ihren eigenen Gedanken und weiß eigentlich gar nichts mit sich anzufangen. Sie will gleichzeitig alles und nichts, hat keine wirkliche Bindung zu ihren Freundinnen und ist sich auch den Männern gegenüber nicht sicher, was sie eigentlich will oder nicht will.

Von einer verwirrten junge Frau, die ein Praktikum in New York absolviert zu einer depressiven Person, die im Krankenhaus liegt, war es zwar nicht schön, Esthers Welt zu entdecken, dafür aber wirklich spannend und faszinierend. Der Teil in New York und bei Esther zu Hause hat mir eigentlich am besten gefallen. Ihre Zeit im Krankenhaus fand ich dann etwas langweilig, obwohl da endlich rauskam, warum das Buch "The Bell Jar" heißt, und den Vergleich fand ich wieder sehr schön.

Ein besonderes Extra ist bei diesem Buch sicher, dass es sich um einen (halb-)autobiographischen Roman handelt. So habe ich jede Seite mit dem Gedanken im Hinterkopf gelesen, dass diese Worte von einer Frau stammen, die in der Wohnung, in der ihre beiden Kinder schliefen, den Kopf in den Ofen gesteckt hat.

Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen und die Tagebücher von Sylvia Plath sind sofort auf meine Wunschliste gerutscht.

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Die Glasglocke

Die ehrgeizige und talentierte Literaturstudentin Esther Greenwood hat ein vierwöchiges Volontariat bei einer New Yorker Modezeitschrift gewonnen. Die Metropole rührt sie in vielerlei Hinsicht auf: Das ihr anerzogene Pflichtgefühl passt nicht zu der ungewohnten Freiheit in der Großstadt. Sie sehnt sich nach ersten sexuellen Erfahrungen, möchte aber gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mutter und ihres Freundes Buddy nicht enttäuschen. Bei der Rückkehr aus New York erfährt sie, dass sie nicht zu dem Schriftstellerkurs angenommen wurde, auf den sie sich gefreut hatte. Esthers innere Zerrissenheit und die Langeweile in der Kleinstadt vergrößern die Depression des Mädchens, das schließlich von ihrer Mutter an einen Psychologen verwiesen wird.

Dieser Roman beschreibt mit erschreckender Klarheit die innere Zerrissenheit eines jungen Menschen, der nicht weiß welche Richtung er in seinem Leben einschlagen soll, der angst davor hat die falschen Entscheidungen für das Leben zu fällen, der so vieles möchte, sich aber für einen Weg entscheiden muss und an eben dieser Entscheidung fast zerbricht. Die Enttäuschung, die Erwartungen und der Druck sind für Esther so groß, dass sie nicht mehr adäquat damit umgehen kann und in eine schwerwiegende Depression verfällt als deren einzigen Ausweg Esther nur noch den Suizid sieht. Nachdem es ihr fast gelang sich das Leben zu nehmen, findet sie sich in einer psychiatrischen Einrichtung wieder und der Albtraum ihres Lebens geht weiter. Es wird geschildert, wie falsch angewandte Psychotherapie den Zustand eines Menschen verschlimmern kann und wie schwer es ist, einen intelligenten Menschen aus einer Depression wieder herauszureißen. Man bekommt einen Einblick, wie es überhaupt geschehen kann, dass ein junger Mensch so sehr an seinem Leben verzweifelt, dass der einzige Ausweg scheint, dass eigene Leben zu beenden.

Ich selbst bin, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, einfach nur dankbar dafür, dass ich eine solche Lebensfreude empfinde und noch nie in einer so verzweifelten und lebensmüden Situation war. Sylvia Plath hat einen sehr beeindruckenden Roman über ein psychisch labiles Leben eines jungen Menschen geschrieben. Er wirkt umso berührender, weiß man doch, dass sich die Autorin selbst im Alter von 30 Jahren das Leben nahm.

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Die Glasglocke

Dieser Roman beschreibt mit erschreckender Klarheit die innere Zerrissenheit eines jungen Menschen, der nicht weiß welche Richtung er in seinem Leben einschlagen soll, der angst davor hat die falschen Entscheidungen für das Leben zu fällen, der so vieles möchte, sich aber für einen Weg entscheiden muss und an eben dieser Entscheidung fast zerbricht. Die Enttäuschung, die Erwartungen und der Druck sind für Esther so groß, dass sie nicht mehr adäquat damit umgehen kann und in eine schwerwiegende Depression verfällt als deren einzigen Ausweg Esther nur noch den Suizid sieht. Nachdem es ihr fast gelang sich das Leben zu nehmen, findet sie sich in einer psychiatrischen Einrichtung wieder und der Albtraum ihres Lebens geht weiter. Es wird geschildert, wie falsch angewandte Psychotherapie den Zustand eines Menschen verschlimmern kann und wie schwer es ist, einen intelligenten Menschen aus einer Depression wieder herauszureißen. Man bekommt einen Einblick, wie es überhaupt geschehen kann, dass ein junger Mensch so sehr an seinem Leben verzweifelt, dass der einzige Ausweg scheint, dass eigene Leben zu beenden.
Ich selbst bin, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, einfach nur dankbar dafür, dass ich eine solche Lebensfreude empfinde und noch nie in einer so verzweifelten und lebensmüden Situation war.
Sylvia Plath hat einen sehr beeindruckenden Roman über ein psychisch labiles Leben eines jungen Menschen geschrieben. Er wirkt umso berührender, weiß man doch, dass sich die Autorin selbst im Alter von 30 Jahren das Leben nahm.

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