Jeffrey Eugenides: Die Selbstmord-Schwestern

Jeffrey Eugenides: Die Selbstmord-Schwestern

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Jeffrey Eugenides: Die Selbstmord-Schwestern
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Virgin Suicides
ET (Original)
1993
ISBN-13
9783499234293

Informationen zum Buch

Seiten
251

Sonstiges

Erster Satz
An dem Morgen, als die letzte Lisbon-Tochter Selbstmord beging - Mary diesmal, mit Schlaftabletten wie Therese -, wussten die Sanitäter schon genau, wo die Schublade mit den Messern war, wo der Gasherd und wo im Keller der Balken, an dem man das Seil festbinden konnte.

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Handlungsort

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Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das "Jahr der Selbstmorde", das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird.

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„Die Selbstmord-Schwestern“ vom Pulitzerpreisträger Jeffrey Eugenides spielt in einem wohlhabenden US-amerikanischen Vorort irgendwann in den frühen 1970ern. Innerhalb eines Jahres töten sich alle fünf Töchter der Familie Lisbon, im Alter zwischen 13 und 17, selbst, auf die verschiedensten, teilweise bizarren Arten.

Die Erzählperspektive bleibt in gewisser Hinsicht lange ein Rätsel. Es scheint als hätten einige der Jungen, die zu der Zeit, als die Selbstmorde stattfanden, in der Gegend lebten, sich 30 Jahre später aufgemacht und versucht die Gründe herauszufinden. Der Autor erwähnt dabei häufig Informationsquellen, wie z.B. „der Zeitungsartikel in der X Gazette mit Datum vom x.x.“, „das Foto von Y beim Barbequeue“, „die Handtasche von Z“ und nennt sie dann „Beweisstück 1,2,3,…“, was diesen Eindruck noch verstärkt.

Im Grunde genommen passiert nicht viel in dem Buch, es ist eine melancholische „amerikanische Jugend im Sommer“ - Geschichte, berichtet vom ersten Todesfall, den Versuchen das Leben über den Tod siegen zu lassen und den letztendlichen Misserfolg: den Tod der restlichen Mädchen. Dies alles aus der Sicht gleichaltriger Jungen des Viertels, wobei der genaue Autor im Dunkeln bleibt. Ihrer eingeschränkten Perspektive versuchen die Männer, zu denen diese Jungen wurden, dadurch beizukommen, dass sie selbst Kleinigkeiten aus dem Leben der Mädchen zu einer Art Reliquien machten und als die oben beschriebenen Beweisstücke klassifizierten. Durch die Betrachtung aus 30 Jahren Abstand ist der Autor tatsächlich nur Beobachter und lässt einen nur zuschauen, nicht wirklich mitfühlen, es bleibt nur ein diffuser Eindruck der Stimmung, aber es gab für mich keine konkreten Szenen, die spezielle, eindeutige Gefühle weckten, nur traurige und überlange am Leben erhaltene Reminiszenzen an die eigene Jugend, melancholisch verklärt. Eine verlorene Jugend, der immer noch nachgetrauert wird, nur in diesem Fall verkörpert von einschneidenden Ereignissen, den Selbstmorden der Lisbon-Mädchen, die für die Jungen den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein kennzeichneten.

Ich kann die Qualitäten dieses Buches durchaus erkennen, bewundere die ausdrucksstarke Sprache, spüre ein Stück weit die Stimmung, die es verbreitet und nehme zur Kenntnis, dass man tiefe Wahrheiten darin entdecken kann… Ich konnte es allerdings nicht und habe nur das Gefühl, dass es ein Traum für einen Lehrer ist, mit all seinen Interpretationsansätzen, Spaß gemacht hat es mir aber nicht wirklich, zu undeutlich bleiben die einzelnen Personen, gehen in dem Gesamtbild unter. Und da das Buch im „Observer“ als ein „„Fänger im Roggen“ unserer Zeit“ bezeichnet wurde, mit welchem ich persönlich ebenfalls nichts anfangen konnte, und ich durchaus Parallelen zwischen den Büchern erkennen kann, möchte ich es den Fans vom „Fänger im Roggen“ als deutliche Lektüreempfehlung ans Herz legen. Alle anderen mögen selbst entscheiden, ob das Buch etwas für sie ist oder nicht, meine Bewertung ist diesmal besonders subjektiv, ich kann voll und ganz nachvollziehen, wenn andere das Buch besser beurteilten.

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