Michael Frey Dodillet: Die Toskanamänner

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Michael Frey Dodillet: Die Toskanamänner
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453410640

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Die Toskana ist ein Traum", sagte Markus, schaltete in den sechsten Gang und ließ den knallroten Bulli die lange Gerade hinter San Quirico d'orcia hinunter schnurren.

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Handlungsort

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Echte Kerle, tierische Liebe und große Gefühle

Markus, Rudi, Thomas und Alain sind beste Freunde, teilen Freud und Leid und, seit die Gelenke nicht mehr so geschmeidig funktionieren, die Liebe zum mittwöchentlichen Schnitzel. So weit, so gut – bis Alain kurz vor dem Fünfzigsten seiner Jugendliebe Claudia in die Toskana hinterherreist. Die Freunde sind fassungslos: Ausgerechnet Alain, die alte Beamtenseele, spielt sich als liebeskranker Rebell auf? Da muss man doch hinterher! Und so machen sich die Jungs zusammen mit Terrier Otto gen Süden auf. Auf diese Truppe hat die Toskana gerade noch gewartet ...

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Auch ohne Krawallmaus herrliche Unterhaltung!

Nach mehreren Büchern über seine Krawallmaus Luna widmet sich Autor Michael Frey Dodillet nun einem anderen Thema: einer Männerfreundschaft. Ganz ohne Hund geht es natürlich nicht, denn Terrier Otto ist immerhin mit von der Partie und sorgt sicherlich zumindest bei Hundebesitzern für die eine oder andere Situation mit hohem Wiedererkennungswert (bei allen anderen wahrscheinlich eher für Entsetzen und erhöhten Ekelfaktor).

Aber mal zum Inhalt: Markus, Thomas, Rudi und Alain sind beste Freunde. Obwohl alle völlig unterschiedliche Typen, sind sie seit Jahren eine fest eingeschworene Männerclique und treffen sich jeden Mittwoch Abend zum Schnitzelessen in ihrer Stammkneipe. Als eines Mittwochs Alain nicht auftaucht und nur eine kryptische SMS schickt, schrillen bei Kumpel Markus die Alarmglocken. Er versucht mit allen Mitteln, Alain zu erreichen, um herauszufinden was da los ist. Aber weder Alain noch seine Frau Heike gehen ans Telefon, die Kinder sind auf einer mehrwöchigen Schulfreizeit, keiner zuhause. Was ist da los? Markus findet heraus, dass Alain kürzlich auf dem Klassentreffen ihrer früheren Schule war und dort seine Jugendliebe Claudia wiedergetroffen hat. Er wird doch nicht...? Alles, was Markus über Claudia weiß, ist, dass sie mittlerweile in der Toskana lebt und dort Olivenöl produziert. Markus überredet seine beiden Kumpels Thomas und Rudi zu einem Trip in die Toskana, um Alain zu finden und dafür zu sorgen, dass er keine Dummheiten macht. Neben den 3 Männern und Terrier Otto sitzt noch der junge Ben mit im VW-Bus, dessen Verwicklung in die ganze Aktion erst im weiteren Verlauf klar wird.

Ich muss gestehen, ich war anfangs etwas skeptisch, ob ich als Frau Mitte 30 diesen Roadtrip 50jähriger Männer wirklich unterhaltsam finden würde. Aber schon die ersten Seiten zeigten mir, dass es so ist. Ich amüsiere mich beim Schreibstil des Autors jedesmal köstlich und habe die Toskanamänner schnell ins Herz geschlossen.

Wunderbar geschildert ist auch das italienische Flair der Toskana. Das beschrieben Ferienhaus klingt traumhaft, da möchte ich im nächsten Urlaub am liebsten auch hin!

Einzig die Abschnitte um Alains Frau Heike konnten mich nicht ganz so sehr fesseln, aber eine Fortsetzung rund um die Toskanamänner, ihre Familien und neue Bekannte würde ich jederzeit sehr gerne lesen!

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Wein, Weib und Gesang - und Otto

Als sich Markus, Rudi und Thomas, die seit vielen Jahren die besten Freunde sind, wie jeden Mittwoch zum Schnitzelessen treffen, bekommen sie von dem Vierten in ihrer Runde, Alain, eine SMS, daß er eine zeitlang weg wäre und sie sich keine Sorgen machen sollen. Von wegen keine Sorgen machen: schließlich ist Alain als brave Beamtenseele bekannt, der nichts Ungeplantes macht. Schnell findet Markus heraus, daß Alain auf der gestrigen Abi-Feier seine Jugendliebe Claudia getroffen hat und ihr nachgereist ist. Die Nachricht läßt beim Familienmenschen Markus alle Alarmglocken schrillen und er beschließt, zusammen mit den anderen Männer und Terriermix Otto Alain nachzureisen, um ihn zur Vernunft zu bringen und ihn an seine Verantwortung als Ehemann und Familienvater zu erinnern.

Das Buch ist wie ein lauer Sommerabend in der Toskana mit Focaccia, Oliven und einem schönen Glas Wein: man fühlt sich einfach wohl. Es handelt von herrlich normalen Menschen und Themen, die in ihrer Normalität überhaupt nicht langweilig bei mir angekommen sind. Gewürzt wird das Ganze durch die humorvolle Schreibweise des Autors. Der Humor ist wohldosiert, so daß auch auch ernste Themen zur Sprache kommen und verhindern, daß das Buch zu einer lächerlichen Slapstick-Komödie mutiert.
Die Handlung wird nicht durchgehend chronologisch erzählt, sondern springt teilweise in der Zeitebenen, was mich aber nicht verwirrt hat, da nach wenigen Sätzen klar war, wo man sich als Leser befindet.

Die Darstellung der Charaktere ist besonders gut gelungen, mir sind die Figuren alle ans Herz gewachsen, weil sie mit ihren Stärken und Schwächen einfach nur sympathisch sind.

Alain, der kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag auf der Abi-Feier seine Jugendliebe Claudia wiedertrifft und mit ihr in Erinnerungen von früher schwelgt – willkommen, Midlife-Crisis! Da seine Kinder sich momentan im Urlaub in Skandinavien befinden, hält ihn nichts, um Claudia in die Toskana nachzureisen. Diese Entscheidung erstaunt seine Freunde, die ihn als braven Finanzbeamten kennen, der sein Leben vollständig durchplant.

Heike, Alains Ehefrau, ist verschwunden und kann von Alains Freunden nicht erreicht werden.

Markus kennt Alain seit dem Kindergarten und ist sein bester Freund. Er ist mit Sabine verheiratet und hat, seit die Kinder da sind, den Job des Hausmannes übernommen, den er gewissenhaft ausübt und der ihm sehr viel Freude macht, da für Markus die Familie an oberster Stelle steht; darum ist er über Alains Entschluß, Claudia nachzureisen, so entsetzt, da Alain in seinen Augen seine Familie im Stich läßt. Daher beschließt er prompt, seinem Freund nachzufahren, um ihn zur Vernunft zu bringen. Da Markus gutes Essen liebt, was sich leider auf seine Hüftenniederschlägt, ist er für das leibliche Wohl der Toskanamänner zuständig.

Thomas ist zusammen mit seiner Frau Ulrike Werbetexter und da er sich momentan mit Milchbrüsten voller Orangensaft und der Kunst, eine 12-Sekunden-Rede in einem 7-Sekunden-Spot unterzubringen, rumschlägt, ist er nicht böse, als Markus ihn fragt, ob er ihn in die Toskana begleitet.

Rudi ist der Single in der Männerrunde, dafür hat er den Chaosterrier-Mix Otto – mit Otto wird es Rudi nie langweilig. Otto hat eine bissige Vorliebe für schwarze Hosenbeine (warum nur tragen italienische Kellner immer schwarze Hosen?), mit Katzen treibt er nur Unanständiges und außerdem hat er das Talent, sich die teuersten Delikatessen zu klauen, was Rudi immer wieder an den Rand des Nervenzusammenbruchs – und seiner finanziellen Möglichkeiten – bringt. Rudi selbst schwankt zwischen gesundem Menschenverstand und Vulkanausbruch. Während er sich mit Thomas einig darüber ist, daß sie Markus in Italien immer mal wieder bremsen müssen, damit er sich nicht zu sehr in Alains Angelegenheiten einmischt, ist er der ernsten Meinung, daß Banker und Versicherungsmenschen am besten an der nächsten Laterne aufgehängt gehören.

Claudia, Alains Jugendliebe, die auch Markus von der Schule kennt, lebt in der Toskana und betreibt dort eine Ölmühle. Dummerweise kennen Markus & Co. ihre Adresse nicht, so daß sie auf gut Glück nach ihr suchen müssen.

Ben, Student, begleitet die Anderen auf ihrer Fahrt in die Toskana; er hat ebenfalls einen persönlichen Grund, warum er sich mit ihnen auf die Reise macht. Ben ist sehr sympathisch und kommt mit den „Alten“ gut klar, auch wenn er immer wieder von ihnen mit den Kosenamen, die seine Freundin Rosa für ihn auf Lager hat, aufziehen. Auch beim Musikgeschmack ist seine Leidensfähigkeit gefragt, wenn er die „Gerontomucke“ im VW-Bulli ertragen muß.

Grazia ist die Tochter des Kneipenwirtes in dem Ort, in dem das Ferienhaus der Toskanamänner steht. Sie unterstützt die Männer bei ihrer Suche nach Alain und verguckt sich dabei in Rudi.

Das Ende des Buches ist sehr harmonisch und passt daher wunderbar zum lauen Sommerabend und bietet genügend Potential für ein weiteres Abenteuer mit den Toskanamännern.

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