Tom Rachman: Die Unperfekten

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Tom Rachman: Die Unperfekten
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The imperfectionists
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783423248211

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Loyd schiebt das Bettzeug beiseite und rennt in weißer Unterwäsche und schwarzen Socken zur Wohnungstür.

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Handlungsort

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Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt?

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4.2
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4.5  (2)
Charaktere 
 
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4.0  (2)
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Amüsant

Ich weiß eigentlich gar nicht genau welche Erwartungen ich an The Imperfectionists hatte. Irgendwann habe ich den Titel auf der Hauptseite bei Literaturschock gesehen und er ist einfach hängengeblieben- ich hab sogar ein bissl herum geschaut und andere Meinungen dazu gelesen. Die Idee das Alltagsleben von verschiedenen Journalisten zu lesen klang jedenfalls durchaus vielversprechend. Im Laden habe ich dann einfach nach der englischen Ausgabe gegriffen da sie billiger war *g* Es ist leicht zu lesen ohne banal zu sein auch wenn ich eine etwas zusammenhängendere Geschichte bevorzugen würde. Die Kapitel lassen sich im Grunde auch für sich allein stehend lesen und das obwohl ein paar der Figuren auch in andren Kapiteln erwähnt werden. Das ist dabei aber auch schon alles. Pro Kapitel erfährt man alles wichtige was es für die jeweilige Person zu wissen gibt. Das ist amüsant und manchmal auch irgendwie deprimierend zu lesen, denn die meisten der Figuren sind nicht unbedingt glücklich. Meistens tun sie nur so und halten alles geheim was mit ihren wahren Gefühlen zu tun hat.

Nebenbei gibt es aber eine verbindende Geschichte, jedem Kapitel ist eine Episode aus der Geschichte der Zeitung zu lesen. Da man als Leser bald das Gefühl hat mit dieser steht es nicht zum Besten ist auch das irgendwie traurig... Ich mochte The Imperfectionists trotzdem irgendwie gerne, es liest sich flott und die verschiedenen Menschen die man hier kennen lernt sind interessant. Manchmal hätte ich aber von der ein oder andren Figur gerne mehr gelesen. Andererseits ist es wie in einem Zeitungsartikel, ein ganzes Leben auf wenige Seiten gepresst... Es war jedenfalls mal wieder erfrischend anders und hat mich gut unterhalten. Trotzdem denke ich das der Roman insgesamt etwas überschätzt wird, als er neu herauskam überschlugen sich alle Meinungen dazu und dem kann ich mich nicht anschließen. Schöne Unterhaltung, mir ist er aber an manchen Stellen etwas zu seicht geraten und ich hätte mir wie erwähnt eine zusammenhängende Handlung gewünscht.

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Ruby Zaga redigiert seit 20 Jahren die Texte anderer. Jeden Tag kommt sie extra früh auf die Arbeit, um noch eine Weile ihre Ruhe zu haben. Bevor die Kollegen kommen, die sie nie wirklich in ihre Reihen aufgenommen haben. Nach der Arbeit geht sie zurück, in ein einsames Zuhause.

Herman Cohen ist Chef-Korrektor, jeder fürchtet seinen Rotstift und seine Schikanen. Dass er außerhalb der Redaktion ein ganz anderer, Mensch ist, einfühlsam und immer für seine Freunde zur Stelle, kann sich niemand in der Zeitung vorstellen.

Abbey Pinnola ist Finanzchefin, alle nennen sie nur Miss Buchhaltung. Dabei versucht sie doch alles, dem Konzern immer wieder die notwendigen Gelder aus den Rippen zu leiern und Kündigungen zu verhindern, zu würdigen weiß das niemand.

Gemeinsam haben sie, und noch viele andere, dass sie Angestellte einer internationalen Tageszeitung sind, die vor 50 Jahren gegründet wurde aber jetzt unter der Leitung des uninteressierten Erben langsam den Bach herunter geht. Sie alle sind Teile dieser Zeitung, die Zahnräder, die das ganze am laufen halten. Den Rahmen für ihre Geschichten bildet die Geschichte der Zeitung, ihre Entstehung, ihr Wachsen und ihr Werden.

Der Inhalt hat mich eigentlich erstmal gar nicht so gelockt. Dann las ich die begeisterte Rezension aus der New York Times, wurde neugierig, ging trotzdem leicht skeptisch an das Buch heran und wurde von der ersten Seite an überzeugt. Meine Befürchtung, dass der Text schwer zugänglich sein könnte, erwies sich als unbegründet. Das Buch liest sich ganz locker weg, jeder beschriebene Charakter fesselt einen wieder aufs Neue. Ab und an liest man die gleiche Begebenheit aus zwei Blickwinkeln, lernt die beschriebenen Menschen von innen und außen kennen. Unperfekt sind sie alle. Tom Rachmann ist selbst Journalist und weiß, wovon er schreibt. Das merkt man dem lebendig geschilderten Redaktionsalltag auch an.

Wer mal einen Blick durch das Schlüsselloch einer Redaktion werfen möchte, oder einfach nur viele interessante Menschen und ihre Geschichten kennen lernen will, sollte einen Blick in „Die Unperfekten“ wagen. Vielleicht wird er ja genauso positiv überrascht wie ich.

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