Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 11079
Typischer Musso, aber ungewohntes Ende
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
3.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
5.0
Es ist schwer, zu „24 Stunden“ eine Rezension zu verfassen, ohne zu viel zu verraten. Wer sich also komplett überraschen lassen möchte, sollte hier besser nicht weiterlesen!

Protagonist Arthur erbt von seinem Vater einen alten Leuchtturm, doch er muss versprechen, eine Tür im Keller niemals zu öffnen. Doch seine Neugierde ist stärker. In dem Kellerraum stürzt er durch eine Art Falltür durch die Zeit und landet plötzlich in New York – ein Jahr später. Nach einem Tag verschwindet er erneut und taucht wieder etwa ein Jahr später auf. Dort lernt Arthur Lisa kennen, eine angehende Schauspielerin, die ihm hilft, seinen Großvater Sullivan aus der Psychiatrie zu befreien. Kann Sullivan Licht ins Dunkel bringen und die Zeitreisen erklären? Lassen sich die Zeitreisen stoppen?

Die Hauptfiguren Arthur, Lisa und Sullivan sind liebevoll gestaltet und haben alle ihre Stärken und Schwächen. Doch der Fokus liegt klar auf der rasanten Handlung mit den vielen Zeitsprüngen. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, fiebert mit und versucht zusammen mit Arthur, einen Ausweg aus seiner Situation zu finden. Die Spannung, die Musso hier aufbaut ist geradezu greifbar. In jedem Kapitel passiert so viel und im nächsten Kapitel ist alles wieder anders, so dass man gut mit Arthur und seiner Zeitreiseproblematik mitfühlen kann. Die Zahl 24 spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte und zieht sich als roter Faden durch die Geschichte. Im gewohnt angenehmen und fesselnden Schreibstil hat der Autor mit „24 Stunden“ ein interessantes Buch verfasst.

Manche Dinge scheinen nicht ins Bild zu passen und gerade Lisa macht oft charakterliche Veränderungen durch, die schon fast zu schnell gehen. Außerdem gibt es immer wieder kleine „Fehler“, die darauf hindeuten, dass der Autor selbst teilweise mit den Zeitdimensionen durcheinander gekommen ist - so erzählt Arthur beispielsweise, wie sehr er seinen Großvater in den letzten drei Jahren vermisst hat – obwohl für ihn eigentlich nur drei Tage vergangen sind. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich auch die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Lisa viel zu schnell. Doch durch das Ende kann der Autor sich im Prinzip aus allem herausreden. Mir persönlich hat der Schluss nicht gefallen und mich extrem zwiegespalten zurückgelassen. Es wirkt fast, als hätte Musso selbst keine Idee gehabt, wie man die Handlung logisch beenden soll und sich in einen Ausweg geflüchtet. Interessant ist die Idee durchaus und man kann hier geteilter Meinung sein, aber ich bin enttäuscht, da die Geschichte für mich nicht wirklich abgeschlossen ist.

Das Buch ist eine Mischung aus Zeitreise- und Liebesgeschichte, ganz im üblichen Stil Mussos. Abstriche gibt es bei mir für das Ende und dafür, dass man als Leser absolut keine Chance hatte, die Auflösung vorher zu erraten.
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