Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 1121
Was alles war
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Susa ist eine erwachsene junge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Meeresbiologin um genau zu sein. Ihre Forschungen betreibt sie sehr engagiert. Susa ist in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Sie liebt ihre Eltern, doch sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde. Dann tritt eine weitere Person in Susas Leben, ihre leibliche Mutter Viola. Bereits beim ersten Kennenlernen stellt Susa fest, dass ihre leibliche Mutter eine sehr auf sich selbst bezogene und freiheitsliebende Person ist. Sie hat insgesamt vier Kinder zur Welt gebracht und das einfach nur, weil sie es so schön fand schwanger zu sein. Die Kinder großgezogen hat sie allesamt nicht. Man merkt Susa an, dass sie zu dieser Frau emotional keine wirklich gute Verbindung aufbauen kann und doch löst die Begegnung mit der leiblichen Mutter in ihr etwas aus. Susa macht natürlich auch noch die Bekanntschaft ihrer Halbgeschwister und beginnt später nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Zwischendurch ist sie mit ihrem eigenen Leben ausreichend beschäftigt, denn sie verliebt sich in einen verwitweten Mann mit zwei kleinen Töchtern. Für diese ist Susa Mutterersatz und dann stellt sich auch noch eigener Nachwuchs ein.

„Was alles war“ ist ein Blick auf das Leben und die Familie. Hier wird gezeigt wie alles sein kann, was alles geschehen kann und welche Möglichkeiten es gibt mit bestimmten Ereignissen umzugehen. Leben, Liebe, Krankheit, Tod, die Suche nach Geborgenheit und den eigenen Wurzeln, der Wunsch nach Glück und Erfolg und vieles mehr werden hier in erster Linie aus Susas Perspektive und mit Blick auf deren Leben verdeutlicht.

Für Susa steht immer wieder die Frage im Raum was ihr wichtig ist und was Familie eigentlich für sie bedeutet. Ihre Vergangenheit zeigt hier wie vielfältig und unterschiedlich Familie und das individuelle Bild von Familie sein kann.

Die Autorin Annette Mingels verpackt eine Problematik der heutigen Zeit geschickt in ihren Roman. Patchworkfamilien sind heute an der Tagesordnung. Die klassische Familie stirbt aus. Wie gehen die Menschen damit um? Gibt es den perfekten Weg? Das ist wohl eher nicht der Fall, sondern jeder muss sich hier seinen Weg suchen, den für ihn besten Weg.

„Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten. Das ist der ganz besonderen Erzählart der Autorin geschuldet, an die sich mancher Leser sicher erst gewöhnen muss um dann Susa durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu begleiten.

Copyright © 2017 by Iris Gasper
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