Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 3424
Zu Recht ein Kult-Känguru geworden
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Eines Tages klingelt es bei Marc-Uwe, seines Zeichens Kleinkünstler in Berlin, an der Wohnungstür - der neue Nachbar fragt, ob er ihm mit ein paar Backzutaten aushelfen könne. An sich nichts Ungewöhnliches.

Allerdings handelt es sich bei dem Neuen von nebenan um ... ein sprechendes Känguru, das gerne nicht nur den kleinen Finger, sondern gleich die ganze Hand (bzw. die kompletten Zutaten für ein Omelett inklusive Bratpfanne und Küchenbenutzung) nimmt und somit auch recht bald nicht mehr Marc-Uwes Nachbar, sondern sein Mitbewohner ist.

Dieses subversive Viech hat eine große Klappe, eine anarchistisch-kommunistische politische Einstellung und zu allem eine Meinung, die es auch gerne kundtut, ohne Rücksicht auf eventuelle Peinlichkeiten oder die Auswirkungen auf die anderen Beteiligten.

Für Marc-Uwe ist das meistens nervtötend bis unangenehm, für den Leser ein großes Vergnügen. Das gesamte Buch ist so herrlich blödsinnig wie die Ausgangssituation, und das Schöne daran ist: es ist eine ziemlich intelligente Art von Blödsinn, gesellschafts- und politikkritisch, ohne mit intellektuell erhobenem Zeigefinger daherzukommen oder aber zu platt, abgeschmackt und niveaulos zu werden.

Lässt sich bestimmt prima häppchenlesen, nervt aber auch im Gegensatz zu vielen anderen lustig gemeinten Büchern nicht, wenn man es am Stück liest.
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