Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 2300
Die Kolonie
(Aktualisiert: 20 November 2013)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0
Ein Roman, der aus Kurzgeschichten zusammengebastelt wurde. Für mich etwas ganz Neues, das Chuck Palahniuk aber sehr gut macht. In jedem Kapitel folgt man für einige Seiten lang der Haupthandlung, in der eine Gruppe von Menschen sich in einem alten Theater einsperren lässt, um das Meisterwerk ihres Lebens zu schreiben. Danach folgt ein Gedicht über eine dieser Personen, von denen jede einen ziemlich kuriosen Spitznamen trägt, der erst nach Erzählen der Geschichte verständlich wird (zB. LadyFrostbite oder Saint Gut-Free). Und dann erzählen sie, einer nach dem anderen, ihre Geschichte.

Diese sind allesamt verrückt, manche sind ekelhaft, andere könnten aus dem grauenvollsten Splatterfilm stammen, wieder andere sind einfach nur schockierend, aber alle zeigen sie uns einen Teil unserer Seele, den wir in der Realität nicht kennen lernen wollen, von dem wir hoffen, dass es ihn gar nicht gibt.

Aber gerade diese Frage habe ich mir beim Lesen immer gestellt, vor allem, als die "Insassen" begannen, sich selbst Dinge anzutun, um später mehr im Rampenlicht zu stehen: Wie würde ich handeln? Was dieses Buch so verstörend macht, ist, dass die Gruselgeschichten (fast) alle überzeugend sind. Da passieren Dinge, die man sich tatsächlich vorstellen kann, so grausam und ekelhaft sie sind, man wird das Gefühl nicht los, dass es auf der Welt Menschen gibt, die wirklich fähig sind, so etwas zu tun.

Palahniuk arbeitet mit seinen altbewährten Mitteln wie häufiger Wiederholung von diversen "catch phrases" und zeigt uns wieder, was in unserer Gesellschaft alles schief läuft. Ich kann mich adia nur anschließen: Ich war ebenfalls angewidert... und vergebe die höchste Punktzahl.
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