Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 2811
Die Glasglocke
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0
Das einzige, was ich vor der Lektüre dieses Buches über Sylvia Plath wusste, war, dass sie mit dem Kopf im Gasherd Selbstmord begangen hat. Dass die Frau höchst depressiv war, merkt man auch sofort an ihrem Schreibstil. Die Protagonistin Esther (der Name hat übrigens genau so viele Buchstaben wie Sylvia) hat eigentlich ein schönes Leben, kann sich aber nicht nur nicht richtig darüber freuen, sondern steckt irgendwie in einem Loch fest, vergräbt sich in ihren eigenen Gedanken und weiß eigentlich gar nichts mit sich anzufangen. Sie will gleichzeitig alles und nichts, hat keine wirkliche Bindung zu ihren Freundinnen und ist sich auch den Männern gegenüber nicht sicher, was sie eigentlich will oder nicht will.

Von einer verwirrten junge Frau, die ein Praktikum in New York absolviert zu einer depressiven Person, die im Krankenhaus liegt, war es zwar nicht schön, Esthers Welt zu entdecken, dafür aber wirklich spannend und faszinierend. Der Teil in New York und bei Esther zu Hause hat mir eigentlich am besten gefallen. Ihre Zeit im Krankenhaus fand ich dann etwas langweilig, obwohl da endlich rauskam, warum das Buch "The Bell Jar" heißt, und den Vergleich fand ich wieder sehr schön.

Ein besonderes Extra ist bei diesem Buch sicher, dass es sich um einen (halb-)autobiographischen Roman handelt. So habe ich jede Seite mit dem Gedanken im Hinterkopf gelesen, dass diese Worte von einer Frau stammen, die in der Wohnung, in der ihre beiden Kinder schliefen, den Kopf in den Ofen gesteckt hat.

Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen und die Tagebücher von Sylvia Plath sind sofort auf meine Wunschliste gerutscht.
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