Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 1289
Beryl, Lady Africa
(Aktualisiert: 06 November 2015)
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
Paula McLain - Lady Africa - Aufbau-Verlag

Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum ersten Mal..
..und dafür gibt es Pioniere.
Beryl Markham, aufgewachsen in all ihrer Wildheit in Ostafrika. Wie so viele 
englische Familien wanderten auch die Clutterbucks nach Kenia aus, in 
den Kolonien versuchte man sein Glück auf einer Plantage oder in eine 
Pferdezucht. Der Verlust von Frau und Sohn hielt Mr Clutterbuck nicht 
davon ab, einer der besten Pferdezüchter zu werden. Beryl war weit davon
entfernt mit Rock und Spitzenkragen herumzulaufen, die Mutter, zurück 
im entfernten England, hatte keinen Einfluss mehr. Am Fuße der 
Ngong-Berge konnte man immer gut über sein nächstbestes Abenteuer 
nachdenken. Die Eingeborenen waren ihre Freunde, sie wusste alles über 
Pferde und ritt wie der Teufel.
Das alles machte sie nicht wirklich zur Lady, aber zur ersten weiblichen Pferdetrainerin, die erste, die es 
wagte sich anzumelden und sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, sie gewann viele Preise.

Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum wiederholten Mal..
..und so etwas nennt man dann Klischee.

Beryl hatte keine Ahnung von Männern, heiratete jung und wünschte, sie hätte 
sich nicht dazu drängen lassen. Jock Purves war nett, reich, und 
gutaussehend. Beryl zähmen zu wollen, war sein größter Fehler.
Viel zu oft bekam er eine trockene Kehle und trank Alkohol in rauen Mengen.
Beryl begann eine Affäre, beendete sie und verliebte sich in den Mann einer 
anderen Frau. Jedoch nicht irgendeine Frau - es war Karen Blixen, nicht 
irgendein Mann - es war Denys Finch Hatton.
Damals gab es diese Redewendung:
"Sind sie verheiratet oder leben sie in Kenia?"

Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum letzten Mal..
.. ein Drama ohne "Vorhang".
Der gute Berkley macht zum letzten Mal seine charmanten Witze, das Schwarzwasserfieber
rafft den guten Freund dahin.
Ein letzter Kuss, eine letzte Umarmung, ein letztes Goodbye und ein letztes Winken und Hoffen.
Denys Finch Hatton flog davon und kehrte nie wieder.
Auch Karen Blixen kam nach der Beerdigung nie zurück.
Als Beryl von ihrer Atlantiktour zurück nach England kam, erfährt sie vom Tod ihres Freundes und Fluglehrers.
Beryls Sohn besuchte sie zum letzten Mal, er starb früh bei einem Unfall.
Beryl wollte keinen Glamour, sie wollte ein einfaches Leben.
Eine Zeit lang flog sie Safaris und verwirklichte Denys´ Traum.
Beryl Markham war nicht nur die erste Frau, die den Atlantik überquerte, sie 
war auch der erste Mensch, der dies von England aus tat. 

Auch wenn Beryl vieles zum ersten Mal getan hat, schließt sich auch hinter ihr die Tür.
Die Flugpionierin, starb mit 84 Jahren in ihrem geliebten Afrika.

"Der betet gut, der den Menschen liebt, den Vogel und das wilde Tier."
Aus Denys´ Lieblingsgedicht 

Eine ganz wundervolle Biografie, die Paula McLain uns da gemalt hat, wildes Ostafrika wurde lebendig. 
Die Autorin hat eine große Wortmagie, melancholisch und einfach schön!
Ich bin begeistert!
Lesetipp!
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