Bewertungsdetails

Gegenwartsliteratur 2719
Packende indonesische Familiensaga
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
"Als Vater auf dem Sterbebett lag, murmelte er im Halbschlaf immer wieder einen Namen: Jeng Yah." Mit diesem Satz beginnt Ratih Kumalas Roman über den Zigarettenfabrikanten Pak Raja, seine Familie und die geheimnisvolle Jeng Yah. Seine drei unterschiedlichen Söhne wollen ihm seinen letzten Wunsch erfüllen, Jeng Yah ausfinding machen und sie an sein Krankenlager bringen. Zu diesem Zweck begeben sie sich auf eine Spurensuche, die sie quer durch Indonesien und tief in die eigene Vergangenheit führt.

Auf knapp 300 Seiten breitet sich eine packende drei Generationen überdauernde Erzählung über Liebe, Freundschaft und Verrat aus. In klarer, nüchterner Sprache geschrieben, verfolgt man die Geschichte zweier Familien, die sich beide der Herstellung von Nelkenzigaretten verschrieben haben. Dabei gelingt der Autorin der Spagat, Liebe zum Detail zu beweisen, ohne sich in schmückendem Beiwerk zu verlieren.

Viel Raum wird den Nelkenzigaretten gegeben: wie sie gemacht werden, wie die jeweilige Marke zu ihrem Namen kam, ihre Verpackungen, ihr Geschmack. Der Genuss, den die Raucher empfinden, wenn sie eine Zigarette "trinken". Dafür verzichtet sie auf die Schilderung von belanglosen Episoden im Leben ihrer Figuren. Die wichtigsten und prägendsten Stationen werden ohne ausufernde Beschreibung der aufgrund der Faktenlage ohnehin offensichtlichen Gefühle erzählt.

Was bleibt, ist eine faszinierende Familiensaga, die den Leser in den Bann zieht und neugierig auf weitere Romane der Autorin macht.
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