E.O. Chirovici: Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici: Das Buch der Spiegel

Hot
 
0.0
 
4.0 (3)
2241   1  
Bewertung schreiben
Add to list
E.O. Chirovici: Das Buch der Spiegel
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Book of Mirrors
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783442314492

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Ich bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Festtagskater zu erholen versuchten.

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Land
Kontinent
Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Benutzerkommentare

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (3)
Charaktere 
 
3.7  (3)
Sprache & Stil 
 
4.3  (3)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Das Buch der Täuschungen

Als der Literaturagent Peter Katz ein ungewöhnliches Schreiben des Autors Richard Flynn erhält, ist seine Neugierde geweckt. Zwar dauert es noch einige Zeit, bis er das eingesandte Manuskript endlich liest, ist sich dann aber sicher, dass er hier einen besonders spannenden Roman in den Händen hält. Denn der Autor selbst berichtet von einem unaufgeklärten Mord, der im Winter 1987 in Princeton begangen wurde und dessen Opfer der bekannte Professor Joseph Wieder war. Doch leider enden seine Erzählungen in der Nacht, in dem das Verbrechen geschah, ohne auf die näheren Umstände und die Identität des Täters einzugehen. Mit dem Ziel, auch den Rest der Geschichte zu erfahren, nimmt Peter Katz Kontakt zu Richard Flynn auf, muss aber erfahren, dass dieser verstorben ist. Von nun an setzt er alle Räder in Bewegung, um an das verschollene Manuskript zu gelangen und damit hinter die Lösung des merkwürdigen Falls. Ein Unterfangen, das sich als äußerst schwierig erweist, wenn nicht sogar unmöglich ist.

„Das Buch der Spiegel“ macht genau das, was sein Titel offenbart. Es hält seinen Figuren einen Spiegel vor, in welchem sie nur sehen, was ihren ihre Vorstellungen entspricht. Dadurch dauert die Suche nach einem perfiden Mörder sehr lange, da die einzig feststehende Tatsache in dem mit vagen Andeutungen und Vermutungen gespickten Geschehen der Mord an dem Psychologieprofessor Joseph Wiener ist. Aus der Sicht verschiedener Figuren heraus, die allesamt an der Aufklärung des schweren Verbrechens beteiligt sind, wird die Geschichte mit immer wieder neuen Ansätzen eher unspektakulär erzählt. So wechseln sich die Aussagen der befragten Personen und ihre ganz persönlichen Erinnerungen mit gewährten Einblicken in vorliegende Ermittlungsakten und angestellte Vermutungen ab und ergeben ein Bild, das sich anstelle zu klären, immer verschwommener wird. Ein gelungenes Verwirrspiel, das im Kopf des Lesers entsteht und das ihn zum Opfer einer Täuschung werden lässt.

Fazit:
„Das Buch der Spiegel“ ist ein Roman, in dem es vor allem um die eigene Wahrnehmung, um die Spiegelung der Erlebnisse im Gehirn und um die Vermischung mit nicht realen Dingen geht. Kombiniert mit einer undurchsichtigen Kriminalgeschichte, wechselnden Figuren und unabsehbaren Ereignissen zieht er den Leser schnell in seinen Bann.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Wahrheitssuche

Vor 28 Jahren wurde Professor Joseph Wieder in Princeton ermordet. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Nun erhält der Literaturagent Peter Katz eine E-Mail mit einem Expose des Autors Richard Flynn, in dem er diesen Fall aufgreift. Flynn war in den Fall involviert und will nun die Wahrheit in einem Buch öffentlich machen. Katz fühlt sich von der Geschichte angesprochen und will Flynn kontaktieren. Doch der ist inzwischen verstorben und der Rest des Manuskriptes nicht auffindbar.
Da Katz in der Sache nicht weiterkommt, beauftragt er einen Freund, den Journalisten John Keller, mehr herauszufinden. Aber ganz gleich mit wem Keller spricht, er stößt an Grenzen. Selbst der Polizist, der den Fall seinerzeit bearbeitet hat, kann ihm nicht weiterhelfen und so beschließt Keller, die Sache aufzugeben.
Doch dann gibt es plötzlich eine Wendung, mit der niemand gerechnet hat und der Polizist Roy Freeman nimmt sich der Sache nochmal an.
Der Schreibstil ist einfach zu lesen, recht nüchtern und emotionslos. Die Geschichte wird nacheinander aus unterschiedlichen Perspektiven aufgerollt, indem verschiedene Ich-Erzähler (Flynn, Katz, Keller und Freeman) ihre Sichtweise kundtun. Aber was auch immer herausgefunden wird, nichts passt zusammen. Es gibt Widersprüche in den Aussagen. Dabei spielen die Erinnerungen genauso eine Rolle wie Halbwahrheiten und Lügen, die den Frager aufgetischt werden.
Dabei lernen wir die einzelnen Charaktere kennen und erfahren einiges über sie. Aber was ist die Wahrheit? So emotionslos der Schreibstil ist, so emotionslos kommen mir auch die Personen vor. Flynn sieht nur das, was er sehen will und kommt mir oft naiv vor, denn er hinterfragt nicht. Laura Baines ist ehrgeizig und kalt. Hatte sie eine enge Beziehung zu Wieder? Der Professor selbst ist kaum fassbar, er beobachtet und hört sich gerne. Manipuliert er auch? Dazu kommen eine ganze Reihe anderer Personen, die ihre Rolle in dieser Geschichte einnehmen. Zu keiner Person konnte ich eine Bindung aufbauen.
Während des Lesens hatte ich immer mal wieder einen neuen Täter und war doch nie vollends überzeugt, dass ich nun richtig liege, denn mir war bewusst, wie Erinnerungen täuschen können und wie widersprüchlich die Wahrnehmungen der Befragten war. Diese Unsicherheit sorgte dafür, dass ich immer weiterlesen wollte, um zu erfahren, was denn nun wirklich passiert ist.
Am Ende wissen wir zwar, wer der Mörder ist, aber es bleiben eine ganze Reihe Fragen ungeklärt.
Ein interessantes und spannendes Buch, das nachdenklich stimmt.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Wer lügt, wer sagt die Wahrheit?

Diese Frage habe ich mir während der Lektüre des vorliegenden Buches nicht nur einmal gestellt. Denn es geht um einen Mord, der viele Jahre zurückliegt, mehrere Jahrzehnte, muss man sagen.

An einem Professor namens Joseph Wieder, einem Psychologen. Über ihn, ebenso wie über den ganzen Tatvorgang und auch die Vorgeschichte herrschen ebenso viele Meinungen wie es Menschen gibt, die befragt werden. Von verschiedenen Seiten, denn auch die Geschichte selbst wird aus mehreren Perspektiven geschildert, wovon eine ein Buch im Buch ist. Und auch die anderen sind sehr spannend und vielschichtig - erst spät erfährt man, warum der Titel "Buch der Spiegel" gewählt wurde.

Auf jeden Fall begegnen uns im Laufe der Lektüre menschliche Regungen wie Neid, Hass, aber auch Leidenschaft - Liebe eher nur in Bezug auf die Nebendarsteller. Sie sind jetzt gespannt, gar neugierig?

Dürfen Sie auch sein, allerdings muss ich gestehen, dass sich die Handlung aus meiner Sichte teilweise zäh, ja schleppend entwickelte und auch zu statisch war - auf gewissen Details bzw. Facetten wurde zu sehr herumgeritten, auf der anderen Seite verstehe ich nicht, warum einige Figuren eingebaut wurden - der Text war damit ganz klar etwas überladen und hat mich durchaus von Zeit zu Zeit verwirrt.

Dennoch interessant und lesenswert. Was mich besonders fasziniert hat, war die atmosphärische Dichte in Bezug auf die Schauplätze und das, obwohl der Autor E. O. Chirovici rumänischer Herkunft ist und erst seit vier Jahren in den Vereinigten Staaten lebt: dies ist sein erster Roman in englischer Sprache. Und auch sonst offenbart sich im Laufe der Lektüre die ein oder andere Überraschung - wenn auch ein wenig schleppend. Ein ungewöhnliches, dennoch eher konservativ strukturiertes Buch, das durchaus lesenswert ist.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue