Edward St Aubyn: Der beste Roman des Jahres

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Edward St Aubyn: Der beste Roman des Jahres
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Lost for Words
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783492054355

Informationen zum Buch

Seiten
256

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als Sir David Hampshire, ein wahres Relikt aus dem Kalten Krieg, ihn darauf ansprach, ob er den Vorsitz der Jury für den Elysia Preis übernehmen wolle, hatte Malcolm Craig um vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit gebeten.

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Wie immer steigt in den letzten Wochen vor der Verleihung des begehrten Elysischen Preises die Spannung ins Unermessliche. Und während jedes einzelne der überforderten Jurymitglieder seine ganz persönlichen Interessen verfolgt, bringen sich die Autoren in Stellung: Katherine Burns zum Beispiel, die begnadete Stilistin und Femme fatale, oder Sam Black, der liebestrunkene, vielversprechende Debütant, nicht zu vergessen der grenzenlos selbstgewisse Sonny, dessen Opus Magnum "Der Maulbeerbaum Elefant" natürlich von großen Gnaden ist. Eine missliche Fügung des Schicksals sorgt für eine außerordentlich originelle Entscheidung. - "Der beste Roman des Jahres" stellt mit seinem messerscharfen Humor und seinem pointensicheren Erzählen hintersinnige Fragen nach der Bedeutung der Literatur.

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satirische Betrachtung der Literaturszene

Edward St. Aubyn stand selbst mal mit einem Roman auf der Shortlist des Booker Prize, er weiß also in gewisser Weise, wovon er schreibt, wenn er einen Roman über den Wahnsinn hinter den Kulissen eines solchen Preises verfasst. St. Aubyn erzählt in „Der beste Roman des Jahres“ von den Juroren, Kandidaten bzw. Doch-Nicht-Kandidaten und ihrem Umfeld. Dazwischen gibt es immer mal wieder ein paar Seiten, auf denen man „Originaltexte“ aus diesem Kreis lesen kann. Diese sind in den verschiedensten Stilrichtungen und für eine umfassende Analyse müsste man wohl das Wissen aus den Seminaren seines Germanistikstudiums o. ä. hervorkramen. Ich hatte letztlich den Eindruck, dass es dem Autor einfach Spaß machte, sowohl einfach mal ein paar Seiten billigsten Thriller wie auch hermeneutische Betrachtungen zu verfassen und das Ganze in ein einziges Buch zu verpacken. Nur das Geschehen um die Nicht-Kandidatin Katherine hätte etwas weniger Raum einnehmen dürfen, obwohl es natürlich schon wieder Ironie ist, eine der unbeteiligsten Personen zur Hauptfiguren zu machen.

„Der beste Roman des Jahres“ hat den Bollinger Everyman Wodehouse Prize for Comic Fiction bekommen und ich weiß nicht, ob die Verleiher dieses Preises St. Aubyns Buch verstanden (bzw. überhaupt gelesen haben) oder ob der Preis in diesem Fall tatsächlich ein Zeichen wunderbarer Selbstironie der Preisverleiher ist.

Für mich ist das Buch eigentlich ein einziger großer Witz des Autoren, in dem er die gesamte Literaturszene aufs Korn nimmt und es ist ein Wunder, dass er dafür einen Verleger gefunden hat – oder auch nicht, wenn die Szene tatsächlich so funktioniert wie beschrieben.

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