Élaine Briag: Mein Sommer mit Mémé

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Élaine Briag: Mein Sommer mit Mémé
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783959670524

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Im Morgengrauen kam sie zurück.

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Handlungsort

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Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.

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Eine wunderschöne Geschichte über die Familie und den Zusammenhalt

Zum Inhalt:

Ein Château in Frankreich, ein Familiengeheimnis und ein unvergesslicher Sommer ...

Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.



Über die Autorin:

Élaine Briag, 1960 geboren, hat Romanistik sowie Literatur- und Kulturwissenschaften studiert. Viele Jahre verbrachte sie in Frankreich, wo das Schreiben zu ihrer Passion wurde. Die Liebe zu Land, Menschen und der französischen Sprache bildet das Salz in ihren Geschichten. Élaine Briag lebt heute mit ihrer Familie am Bodensee.



Mein Fazit und meine Rezension:

Weg von der Doppelrezension beim letzten mal und hin zu einer ganz normalen ... aber niemals gewöhnlichen, denn das ist das Buch sicherlich auch nicht! Élaine Briag hat mich mit ihrem Roman in der Mittagspause begleitet bzw. in einigen Mittagspausen. Ich habe dieses Buch bewusst etwas langsamer gelesen, damit ich allein die Atmosphäre der Geschichte auch auf mich wirken lassen konnte. Doch zunächst mal zur Geschichte selbst:

Die Familie ist in alle vier Winde verstreut, nur eine vermag sie zusammenzurufen: die rüstige und alte (aber trotz allem frische!) Mémé! Eine Karte mit Fotos von ihrem alten Château in Burgund mit den Worten "Ich brauche einen Herzschrittmacher" bringt alle Familienmitglieder dazu, ihre Pläne für die Sommerferien umzuschmeißen und sich voll und ganz den Renovierungsplänen der alten Mémé zu widmen. Denn nicht sie benötigt medizinische Hilfe, sondern das verkommene Château, das sie einst von ihrem Bruder Valentin geerbt hat. Doch da liegt auch schon die Krux ... denn ist sie tatsächlich die rechtmäßige und alleinige Erbin ihres ledigen Bruders?

Marcel reist mit seiner Familie an und ist voller Tatkraft dabei, seine und Paulas Mutter eilt ebenfalls herbei, nur Paula selbst ist von diesem "Zitat" ihrer Großmutter nicht begeistert. Ihre Sommerpläne sahen vor, dass sie ihren Verlobten, den sie mehrere Monate nicht gesehen hat, da er in Kenia unterwegs ist, in Paris trifft, um dort offiziell die Verlobung zu feiern. Nein, Paula passt die Antanzerei überhaupt nicht in den Plan, zumal sie auch nur für eine kurze Zeit ihren Antiquitätenladen schließen kann ... doch auch da hat Mémé bereits bestens vorgesorgt! Wie immer hat sie alles gut im Griff, auch ihre Urenkelin Meike, die als Flexi-Veganerin den Essensplan von Mémé ziemlich auf den Kopf stellt.

Ich war zunächst von der lieben Mémé mit ihrem Château in Burgund total angetan! Ja, ich habe mich regelrecht in die alte Dame verliebt! Sie hat mir einfach gefallen, hat sich nichts einreden lassen und hat immer, egal wie viele Probleme es gab, ihre Lieben im Auge behalten und stets eine Lösung parat gehabt - oder aber den Weg aufzeigen können, den sie nach ihrer Meinung nach für richtig empfunden hat. Doch irgendwann habe auch ich - ähnlich wie Paula - mich etwas bevormundet gefühlt. Wie kann sie nur über meine Zeit bestimmen? Mich verplanen? (Ja, ich bin vollends in Paulas Rolle geschlüpft!) Und warum wagt sie es dann auch noch die Verlobung von Paula und Jakob nach Burgund zu verlegen, in dem sie ihn einlädt? Tja, Fragen über Fragen! Und auch ich hatte keine Antwort parat. Nur eines wusste ich ganz bestimmt: in diesem einen Sommer, würden noch einige harte Zeiten auf die Familie zukommen und das würde bestimmt kein Zuckerschlecken werden!

Paula hat mir zwischenzeitlich richtig Leid getan, denn irgendwie war sie in alles involviert! Ohne es zu wollen, wurde sie von Marcels Frau in deren Ehekrise hineingezogen, von Meike in ihre tiefen Ängste und Marcel selbst hatte überhaupt kein Auge für seine Familie, sondern war nur darauf bedacht, sein künftiges Erbe von Mémé zu sichern, in dem er sich voll und ganz der Renovierung hin gab.

Alle Protagonisten im Buch haben ihre eigenen Probleme wie Rucksäcke auf ihren Rücken herumgetragen, mal das Gewicht umverteilt, doch niemand war wirklich in der Lage, etwas daran zu ändern. Bis Mémé kam.

Dann ist da noch dieser ominöse Erbe ... ein Sohn Valentins? Oder doch nicht? Wieder einmal wird das familiäre Idyll von äußeren Einflüssen empfindlich gestört.

Doch mehr kann und will ich euch gar nicht über die Geschichte verraten! Ich möchte einfach nur nochmal erwähnen, dass sich Mémé im Laufe der Geschichte wieder in mein Herz geschlichen hat ...

Wer also einen Sommer mit Mémé erleben möchte, der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen! Ein Glas Rotwein und guter Käse empfehlen sich besonders beim Lesen ;)

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Mémé hat alle im Griff

Lange war niemand von der Familie mehr auf dem Château im Burgund. Doch nachdem nun Cousin Valentin verstorben ist, ist die Großmutter Besitzerin des Anwesens Ihr achtzigster Geburtstag steht kurz bevor und vorher soll die Familienvilla auf Vordermann gebracht werden. Mémé erwartet, dass alle Familienmitglieder antreten. Dabei wollte Paula sich mit Jakob, mit dem sie ein lange Fernbeziehung hat, in Paris treffen, um sich in der Stadt der Liebe offiziell zu verloben. Aber Mémés Wunsch ist Befehl und so reisen alle an. Doch dann erleben sie eine böse Überraschung, Valentin soll einen Sohn gehabt haben, der Erbansprüche stellen kann.
Das Buch hat mir gefallen. Ich konnte mir die Gegend aufgrund der Beschreibung sehr gut vorstellen.
Die Familienmitglieder reisen mehr oder weniger widerwillig an. Jeder bringt seine Probleme mit an diesen idyllischen Ort und versucht die anderen nichts davon spüren zu lassen. Anfangs waren mir die meisten Personen nicht besonders sympathisch und die Familienessen waren ein ziemlich gezwungenes Beisammensein. Aber so nach und nach wurden Verhaltensweisen verständlicher. Es hat mir gefallen, zu erleben, wie Mémé genussvoll alle manipuliert. Man könnte sie für starrsinnig halten in ihrem Alter, aber es ist zum einen ihre Art und zum anderen hatte sie wohl einen Plan, den sie nun beharrlich durchzieht. Dadurch werden Beziehungen überdacht und der Zusammenhalt der Familie gestärkt.
Eine sehr schöne Familiengeschichte im sommerlichen Burgund.

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Gelungener Generations- und Familienroman mit französischem Flair und viel savoir-vivre!

"Mein Sommer mit Mémé" von Élaine Briag erschien 2016 bei HarperCollins Germany (TB, broschiert) und auch wenn der Erscheinungstermin etwas ungünstig anmutet (Spätherbst), so vermag die Geschichte, die Élaine Briag erzählt, dennoch etwas sommerliches französisches Flair durch das wundervolle Cover und auch die Handlung sowie die Beschreibung der Landschaft des Burgund mit seinen Weingütern in die kältere Jahreszeit bringen...
Mémé (im Französischen für Großmutter) schart ihre Familie mittels einer Einladung, die ihr sehr wichtig ist, um sich, da sie zum einen ihren 80. Geburtstag im Kreise der Familie feiern möchte und Hilfe bei der Renovierung des altes Hauses, eher Schlösschens braucht, in dem zuvor lange Zeit ihr nun verstorbener Cousin Valentin wohnte...
Für ihr Alter außergewöhnlich agil, fährt sie Mobylette, wandert gerne, ist ein Genußmensch und steht zu ihrer Entscheidung, die sie von ihrer französischen Familie einst entzweite, einen Deutschen geheiratet zu haben, dem sie ins Markgräfler Land folgte und viele glückliche Jahre mit ihm verbrachte.
Als Ich-Erzählerin tritt Paula auf, die eigentlich ihre Verlobung mit Jakob, einem angehenden Arzt, in Paris nachfeiern will, sobald er von seiner Tätigkeit in Kenia als 'Arzt ohne Grenzen' Urlaub erhält...So treffen also (meist ohne es wirklich zu wollen) im Burgund für 3 Wochen alle Familienmitglieder zusammen: Paula, Claire, ihre Mutter, Marcel, ihr Bruder mit Frau Helen und Tochter Meike, was für alle nicht ohne Folgen bleiben soll und ihr Leben verändert; von der resoluten Mémé wird der Menüplan erstellt, sie schreibt auch ansonsten die Règlements vor und jedem ist klar, dass diese Zeit sehr wichtig für Mémé sind, geht es doch um Renovierung und den Erhalt des 'zurückeroberten' geliebten Chateaus, in dem sie einst aufwuchs... Da bleibt auch nicht aus, dass unter den Teppich gekehrte Probleme plötzlich auftauchen, wo die anderen sie nicht vermutet haben:

"Dort, wo reine Harmonie herrscht, nagt der Wurm im Gebälk, bis bei der geringsten Erschütterung das marode Gebäude zusammenbricht". (Zitat Méme, S. 107)

Solche Sätze sind es, die diesen mit viel Empathie und sehr sympathischen Figuren - allen voran die betagte Mémé - emotionale Tiefe geben, die ohnehin in gewohnter 'manière' der Autorin mit viel Herz in der Feder geschrieben wurde. Mémé macht Enkelin Paula zu ihrer Komplizin, um die Rätsel um Valentin zu lösen, mit dem sie lange Zeit keinen Kontakt hatte. Paula, die auch ihre Beziehung zu Jakob überdenken muss, begibt sich nur allzu gerne in die Schatzkammer des Dachbodens, da ihr dies als Kind stets verwehrt worden war...

In diesem Familienroman geht es sehr viel um das französische savoir-vivre, was sich bei den Menüzubereitungen typisch französischer Küche und den herrlichen Landschaftsbeschreibungen zeigt: Im Ets. Martin & Fils, einem Weinhändler und Weingut, von dem noch zu lesen sein wird, entführt die Autorin den Leser in die Welt der Sommeliers und beschreibt in herrlich-humorvoller Weise eine Wahrheit: Dass der alte Rouge im separaten, dunklen Kellergewölbe nur ein Flüstern verträgt: Er braucht Ruhe ;)

Die Frage, um die der Roman kreist, ob es eine weitere erbberechtigte Person außer Mémé, die mit der Sanierung von Haus und Garten überaus beschäftigt und nicht zu stoppen ist, gibt und Valentin unerwarteterweise doch Nachkommen hatte, spitzt sich zum Romanende hin zu; auch die schwelenden Familienprobleme bedürfen einer "kollektiven Konfliktlösung"... Das von Mémé initiierte 'Sommerwichteln' spielt hierbei eine tragende und durchaus positive Rolle...
Ein runder, stimmiger Abschluss krönt diesen Frauen- und Familienroman, der flüssig zu lesen und sehr unterhaltsam ist und dem es an emotionaler Tiefe nicht mangelt.

Fazit:

Ein wie gewohnt mit emotionaler Feder, viel Herz und sympathischen Figuren geschriebener Roman, der ein wenig Sommerwärme und die französische Kultur mitbringt, die auch im Winter das Herz des Lesers zu wärmen vermag. Einziger Minuspunkt meinerseits: Mir fehlte etwas mehr Spannung und auch das Ende war, wenn auch schön, etwas zu vorhersehbar. Gerne vergebe ich verdiente 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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