Elia Barceló: Das Licht von Marokko

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Elia Barceló: Das Licht von Marokko
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
El color del silencio
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783866124332

Informationen zum Buch

Seiten
405

Sonstiges

Originalsprache
spanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Gestern habe ich von La Mora geträumt.

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Marokko, 1969: Auf dem Anwesen La Mora wird anlässlich der Mondlandung ein rauschendes Fest gefeiert. Daher merkt keiner, dass Alicia spurlos verschwindet. Bis sie am Morgen brutal ermordet in der Nähe der Villa aufgefunden wird. Madrid, 2016: Als Alicias Schwester Helena nach vielen Jahren an ihren Heimatort zurückkehrt, holt die Vergangenheit sie mit voller Wucht ein. Zwei Kisten mit Briefen, Karten und Dokumenten ihrer verstorbenen Mutter warten dort auf sie. Und ihr im Sterben liegender Schwager, der ein düsteres Geheimnis hütet. Helena weiß, dass die Zeit gekommen ist, sich auf die Suche nach dem Schatten zu begeben, der ihre Gemälde berühmt gemacht hat und sie in ihren Albträumen verfolgt: der nie gefasste Mörder von Alicia, der ihr damals in Marokko nicht nur ihre engste Vertraute, sondern auch ihre große Liebe raubte …

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Das Licht von Marokko

Helena verliert ihre Schwester im Jahr 1969. Bei einem Fest auf dem Anwesen La Mora in Marokko verschwindet Alicia und wird am nächsten Tag tot aufgefunden. Für Helena ist das der Grund das Weite zu suchen. Ihr Leben verbringt sie in Distanz zu ihrer Familie. Sie erlangt Ruhm als Malerin in Australien und kehrt erst 2016 anlässlich der anstehenden Hochzeit ihrer Enkelin in den Schoß der Familie nach Madrid zurück. Dort händigt ihre Cousine ihr eine Kiste mit Briefen und Fotos aus, die ihre Mutter ihr hinterlassen hat. Helena lässt sich nur langsam auf ihre eigene Vergangenheit und die ihrer Familie ein. Doch sind die Erinnerungsstücke der Beginn einer langen emotionalen Reise, die Helena auch zurück nach Marokko führt.

„Das Licht von Marokko“ ist viel mehr als nur ein Roman über das Schicksal einer Frau und die Geheimnisse einer Familie. Es ist vielmehr auch ein historischer Exkurs in die Geschichte Spaniens und Marokkos und in die Zeit des Franco Regimes und seiner Machenschaften.

Der Autorin Elia Barceló gelingt es perfekt diese tolle Geschichte in die historischen Ereignisse einzuflechten. Die Protagonistin Helena ist eine interessante Persönlichkeit, deren Distanz man erst zu verstehen beginnt, wenn sich ihre Vergangenheit mehr und mehr offenbart und man ihr damit näherkommt. „Das Licht von Marokko“ konnte mich überzeugen und mit seinen Handlungssträngen in der Gegenwart, in der Vergangenheit und den Fundstücken aus der Kiste absolut faszinieren. Der Roman hat mich mit tief berührt und begeistert. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Eine Familie und ihre Geheimnisse

Im Jahr 1969 gibt es auf dem Anwesen La Mora in Marokko, das der spanischen Familie Guerrero gehört, ein Fest anlässlich der Mondlandung. Es ist ein sehr bunte Gesellschaft, die sich dort zusammengefunden hat. Alicia will noch etwas besorgen und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen wird sie ermordet aufgefunden. Helena flieht nach dem Tod ihrer Schwester förmlich. Inzwischen ist sie eine bekannte Malerin und hat sich in Australien niedergelassen. Zur Ruhe gekommen ist sie aber nicht.
Ausberuflichen Gründen und wegen der Hochzeit ihrer Enkelin Almudena kommt Helena 2016 zurück nach Madrid. Von ihrer Cousine erhält sie den Nachlass ihrer Mutter Blanca, es sind zwei Kisten mit Dokumenten, Briefen und Fotos. Helena will eigentlich gar nicht in der Vergangenheit herumwühlen, denn der Schmerz ist auch nach der langen Zeit immer noch groß, aber ihre Lebensgefährte Carlos gibt ihr den entscheidenden Stoß. Am Ende sind viele Geheimnisse gelüftet und es gibt eine ganz neue Sicht auf die Familie.
Erzählt wird abwechselnd in unterschiedlichen Zeitsträngen, dazwischen erfahren wir immer, was in den Dokumenten aus Blancas Kisten steht. So erfährt man so nach und nach die Familiengeschichte beginnend 1935 als Blanca und Goyo sich kennenlernten.
Mich hat die Geschichte von Anfang an in den Bann gezogen. Jeder in der Familie hatte seine Geheimnisse, die sich so nach und nach offenbaren und mit ein Grund sind, dass die Familie auseinandergebrochen ist. Daher ist es auch kein Wunder, dass Helena niemanden richtig an sich heranlässt. Mir gefällt es, wie Carlos mit ihr umgeht, obwohl es nicht leicht ist, an sie heranzukommen. Erst als Helena sich der Vergangenheit stellt, wurde sie mir auch sympathischer.
Hauptmann Gregorio Guerrero Ist ein Freund Francos und so spielen die politischen Verhältnisse in Spanien und Marokko eine Rolle. Auch das Thema „Spaniens geraubte Kinder“ spielt eine Rolle. Es ist unfassbar, wie lange den Frauen ihre Babys genommen wurden, um sie regierungstreuen Familien zur Adoption zu geben.
Es ist ein spannende und gleichzeitig berührende Familiengeschichte eingebettet in die politischen Verhältnisse der jeweiligen Zeit. Immer wieder gab es neue Wendungen, so dass die Spannung bis zum Ende erhalten blieb.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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