Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer

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Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Olive Kitteridge
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783442742035

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Viele Jahre lang war Henry Kitteridge Apotheker in der nahegelegenen Stadt und fuhr die Strecke jeden Morgen, über verschneite Straßen oder regennasse Straßen oder sommerliche Straßen, deren Ränder bis zu den Ausläufern der Stadt zugewuchert waren von den neuen Trieben der wilden Himbeeren, ehe er in die breitere Straße zur Apotheke einbog.

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Handlungsort

Stadt
Region
Land
Kontinent
Handlungsorte
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In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Und Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin, sieht sehr genau hin. Sie kann stur und boshaft sein, dann wieder witzig, manchmal sogar eine Seele von Mensch. Auf jeden Fall kommt in Crosby keiner an ihr vorbei ... Mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches fügt die amerikanische Bestsellerautorin die Geschichten um Olive und Crosby zu einem unvergesslichen Roman

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Olive Kitteridge, im englischen Original die titelgebende Figur, ist pensionierte Mathematiklehrerin, ihr Mann Henry hat gerade die Apotheke, die er jahrzehntelang in einer Kleinstadt in Maine geführt hat, verkauft und sich ebenfalls zur Ruhe gesetzt. Die beiden haben einen erwachsenen Sohn, Christopher, den beide sehr lieben, der aber die hohen Erwartungen seiner Mutter nie so richtig erfüllen konnte.

Henry und Olive sind eines dieser Ehepaare, bei denen man sich als Außenstehender fragen kann, wie diese so unterschiedlich wirkenden Menschen eigentlich zusammenpassen und wie sie es so lange miteinander ausgehalten haben. Henry ist warmherzig, zugänglich, ein wenig leutselig und für viele Kunden schon fast eine Institution hinterm Apothekentresen gewesen. Olive hingegen wirkt streng, verschlossen, spröde, häufig sogar barsch. Erst, wenn man sie etwas näher kennt, merkt man, dass unter dem schroffen Äußeren ein gutes Herz, Tatkraft und durchaus auch Einfühlungsvermögen verborgen liegen. Es liegt ihr einfach nicht, Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Es handelt sich bei diesem Buch jedoch nicht, wie der Titel vermuten lässt, um einen zusammenhängenden Roman, in dem Olive und ihre Familie im Mittelpunkt stehen. Die Autorin hat eine andere Herangehensweise gewählt und zeigt die Kitteridges und insbesondere Olive aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, in einer Reihe von Kurzgeschichten, deren verbindende Klammer Olive ist, mal als Nahaufnahme in entscheidenen Momenten ihres Lebens, mal nur von fern als Randfigur oder gar nur als die Mathelehrerin oder die Frau von Henry, die in einem Nebensatz erwähnt wird.

Elizabeth Strout nimmt den Leser mit auf einen Rundgang durch Crosby, Maine, öffnet Türen, die uns eine Geschichte lang Einblick in das Leben einer Figur geben, um sie dann wieder zu schließen und zur nächsten Tür, zur nächsten Person weiterzuziehen. Das hat den Nachteil, dass es viele Menschen gibt, die man kurz kennenlernt und dann nur noch von ferne sieht, obwohl man gern mehr über sie erfahren hätte, zeigt aber andererseits auch das (Kleinstadt)Leben in all seinen Facetten - die eigenen Probleme verschiedener Lebensphasen, das Miteinander in der Familie, der Kirchengemeinde, der Stadt. Wir treffen neben Henry, Olive und Christopher auf ein magersüchtiges Mädchen, ein älteres Ehepaar, das Geheimnisse voreinander hat, eine junge Witwe mit drei Kindern, eine alte Dame und ihren Verehrer und noch einige andere Figuren, die allesamt trotz der Kürze ihrer Auftritte lebendig ausgearbeitet und glaubhaft sind.

In den allermeisten Kapiteln passiert nicht viel im Sinne von Action und Drama, doch auch das (scheinbar) ganz normale Leben hat seinen literarischen Reiz, wenn es so gut beschrieben wird wie hier.

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