Eowyn Ivey: Das Leuchten am Rand der Welt

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Eowyn Ivey: Das Leuchten am Rand der Welt
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
To the Bright Edge of the World
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783463406817

Informationen zum Buch

Seiten
560

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Die Uhrzeit weiß ich nicht, nicht einmal ungefähr.

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Handlungsort

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Winter, 1885. Lieutenant Allen Forrester erhält den Auftrag seines Lebens: er soll im Namen der U.S. Armee den Wolverine River in Alaska erforschen. Seine Expedition verspricht endlich Erkenntnisse über diesen geheimnisvollen, unerforschten Landstrich, doch niemand vermag vorauszusehen, was Allen und seine Männer dort erwartet.

Seine junge Frau Sophie lässt Allen in Vancouver zurück – sie ist schwanger. Leidenschaftich gern hätte die Naturkundlerin ihren Mann in die Wildnis begleitet. Was sie jedoch nicht ahnt: Die Zeit der Trennung wird ihr ebenso viel Mut abfordern wie ihrem Ehemann.

Ein Roman über eine abenteuerliche historische Expedition, eine tiefe Liebe zwischen zwei Forschernaturen und die Geheimnisse einer ungezähmten, spektakulären Natur, mit einer Prise Magie: der neue Roman der preisgekrönten Autorin von "Das Schneemädchen". Aufwändig gestaltet mit vielen Illustrationen, Originalfotos und -dokumenten.

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Beeindruckendes Alaska

Ende des 19. Jahrhunderts erhält der dekorierte Kriegsheld Allen Forrester einen vielversprechenden Auftrag: er soll für die Armee der Vereinigten Staaten einen Fluss in Alaska erforschen. Erst sieben Jahre später wird die USA das Gebiet, auch "Last Frontier" genannt, vom Russischen Kaiserreich erwerben.
Von der nahezu für unmöglich gehaltenen Expedition versprechen sich die Auftraggeber Erkenntnisse über dort lebende Menschen als auch Kartenmaterial für ein bislang unerforschtes Territorium.
Forrester macht sich mit einer Handvoll Männer auf den Weg und lässt seine schwangere Frau Sophie in Vancouver zurück. Die junge Frau hätte ihren Mann allerdings viel lieber begleitet - auch weil sie selbst Naturkundlerin ist. Denkbar gut auf die Wildnis vorbereitet, muss der Trupp erkennen, dass es Dinge gibt, die nicht vorhersehbar oder gar planbar waren. Ab und an hat mich die brutale, kräftezehrende Natur Alaskas wirklich überrascht. Umso mehr hat mich der Ausdauerwille und der Forschergeist der Expeditionsteilnehmer beeindruckt!

Aber nicht nur Forrester und seinen Männern wird einiges abverlangt - auch Sophie hat zu kämpfen. Und die Eheleute ahnen nicht, dass die Ereignisse und Erfahrungen sie beide von Grund auf verändern werden...

"Das Schneemädchen", das Debüt Eowyn Iveys, war für den Pulitzer-Preis nominiert und nach der Lektüre von "Das Leuchten am Rand der Welt" weiß ich, warum dies so war. Ivey hat Alaska im Blut - jede Seite sprüht geradezu von ihrer Liebe zu der spektakulären Natur und ihrem Interesse für die Kultur und die Bewohner der größten Exklave der Welt. Sie verleiht mit ihrem Roman nicht nur der atemberaubenden Schönheit eine große Rolle, sondern auch den ersten Begegnungen zwischen Forschergeistern und Ureinwohnern eine Stimme. Nebenbei erzählt sie eine tiefe Liebesgeschichte zweier Menschen, die ein großes Herz für ihre Umgebung haben. Nicht nur einmal habe ich gedacht, dass es gut wäre, wenn es heutzutage mehr Forresters gäbe - ich glaube, die Natur würde es ihnen sehr danken.

Kurz noch zu den Figuren Iveys: vor allem die unkonventionelle Sophie Forrester hat mich beeindruckt. Sie ist ein sehr intelligenter Freigeist mit einem ausgeprägten Sinn für ihre Umwelt. Sie ist ihrer Zeit voraus, aber nicht auf unglaubwürdige Weise. Es gab immer wieder Pionierinnen, die weit fortschrittlicher waren als das große Ganze - Sophie gehört dazu. Das wiederum rechne ich auch Allen sehr hoch an, denn nicht wenige Männer damals hätten sich solche Ideen ihrer Ehefrauen nicht annähernd gefallen lassen.

Und als wäre das nicht alles schon genug, ist das Buch auch noch mit tollem Material ausgestattet - Fotographien, Skizzen und Zeitungsausschnitte werten den Roman noch einmal auf.

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(Aktualisiert: 08 September 2017)
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Quer durch Alaska

Eowy Ivey wählt für ihren zweiten Roman eine Erzählstruktur, auf die ich mich in den ersten Seiten kurz einstellen musste. In vielen Tagebucheinträgen der Hauptakteure, aber auch in Zeitungsartikeln und abgebildeten Dokumenten schreitet die Handlung schnell voran.

Im Jahr 1885 bricht Allen Forrester auf, um am Wolverine River entlang bis ins Landesinnere von Alaska vorzudringen. Dabei will er sowohl das Land kartographieren als auch die dort lebenden Indianer erforschen. Er hat sich gut vorbereitet auf diese abenteuerliche Reise. Dennoch hat die Natur wie zu erwarten die ein oder andere Unwägbarkeit parat. Gegen Wind und Wetter war auch damals nicht immer ein Kraut gewachsen. Man spürt die Kälte der Alaska-Nächte und mehr als einmal ist ein seltsamer Eingeborener unterwegs und sorgt für Aufregung und Unsicherheit. Forrester ist ein echter Forscher und mir gefiel seine Aufgeschlossenheit und seine Ausdauer.

Zuhause wartet die Ehefrau Sophie. Ihr Part ist weniger dramatisch und deshalb eigentlich der undankbarere. Er dreht sich mehr um das Warten und Ausharren aber auch die Suche einer jungen Frau nach einer Beschäftigung, die die Tage sinnvoll ausfüllen kann. Damals hatten es die Männer sicherlich leichter, weil sie freier in ihren Entscheidungen waren und mehr Möglichkeiten hatten. Gerne wäre sie mit ihrem Mann mit auf die Expedition gegangen. Das hätte ich auch sehr schön gefunden, aber gesundheitliche Gründe verhindern das und später findet Sophie einen eigenen Weg, die Natur und die Welt neu zu entdecken und zu erforschen.

Eine weitgehend unspektakuläre aber dennoch intensive Reise mit zwei Menschen, deren Wünschen und Sehnen der Leser sehr nahe kommt. Eine Prise Mythologie hat die Autorin auch wieder eingebaut.

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